Magisterarbeit, 2009
122 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Einordnung der Situation im Nahen Osten
2.1. Überblick über die verwendeten Theorien
2.2. Methodik und Definition von Begriffen
3. Die Balance-Politik der Golfstaaten von 1980 bis heute
4. Irans Stärken und Schwächen
4.1. Das Heer und die Pasdaran
4.2. Luftwaffe
4.3. Marine
4.4. Sondertruppen und Paramilitärs
4.5. WMD
5. Die Golfstaaten
5.1. Saudi-Arabien
5.2. Die Vereinigten Arabischen Emirate
5.3. Die kleineren Staaten am Golf
5.4. Die strategische Rolle der USA im Golf
6. Szenarien: Möglichkeit einer anti-iranischen Koalition?
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die sicherheitspolitische Rolle des Iran im Nahen Osten und analysiert, ob das Land tatsächlich eine Bedrohung für die regionale Stabilität darstellt oder selbst bedrängt ist. Im Fokus steht dabei die Frage, wie ein ökonomisch angeschlagener und militärisch isolierter Iran seine Interessen in einem feindseligen Umfeld behaupten kann.
1. Einleitung
Diese geostrategische Fallstudie dreht sich um die Frage, ob und wie ein derart bedrängtes Land wie der Iran, seine sicherheitspolitischen Interessen durchsetzen kann, also nicht nur die Sicherung seines Regimes, sondern auch die Stärkung seiner noch ziemlich isolierten Position innerhalb der Region. Und zwar, obwohl es militärisch relativ schwach ist in einer feindseligen Umgebung, seine Wirtschaft alles andere als rund läuft, und mehrere Nuklearmächte versuchen es einzudämmen.
Denn spätestens seit dem Amtsantritt des Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im Jahr 2005, wird die islamische Republik Iran als eine der größten Bedrohungen für die Stabilität des Nahen Ostens gehandelt, vor allem in Hinsicht auf ihr Atomprogramm, aber auch wegen der Unterstützung diverser paramilitärischer Gruppen, wie der Hisbollah im Libanon. Bei seiner Rede vor der Knesset am 15. Mai nannte Präsident Bush den Iran wörtlich „the world's leading sponsor of terror“ und stellte gar eine Analogie zum Appeasement von Hitler auf.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die geostrategische Ausgangslage des Iran im Kontext internationaler Sanktionen und regionaler Spannungen ein.
2. Theoretische Einordnung der Situation im Nahen Osten: Es werden neorealistische Theorien wie der "Offensive Realismus" angewandt, um die anarchische Struktur der regionalen Sicherheitspolitik zu erklären.
3. Die Balance-Politik der Golfstaaten von 1980 bis heute: Historische Analyse der wechselhaften Allianzen und Machtkämpfe am Golf seit dem Ersten Weltkrieg.
4. Irans Stärken und Schwächen: Detaillierte Untersuchung des iranischen Militärs, der Wirtschaft und der Rolle von Massenvernichtungswaffen.
5. Die Golfstaaten: Analyse der militärischen Potenziale und der strategischen Abhängigkeiten der arabischen Golfanrainer.
6. Szenarien: Möglichkeit einer anti-iranischen Koalition?: Evaluation der Wahrscheinlichkeit und strategischen Sinnhaftigkeit einer militärischen Allianz gegen den Iran.
7. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung der iranischen Position im regionalen Kräfteverhältnis.
Iran, Naher Osten, Geopolitik, Offensiver Realismus, Golfstaaten, Rüstungsausgaben, Sicherheitspolitik, Abschreckung, Atomprogramm, Militärstrategie, Golfkooperationsrat, USA, Pasdaran, Balancing, Sanktionen
Die Arbeit untersucht die sicherheitspolitische Lage des Iran und dessen Einfluss auf das Machtgleichgewicht im Nahen Osten nach dem Irakkrieg.
Zu den Schwerpunkten zählen die militärischen Fähigkeiten des Iran, die Rolle der arabischen Golfstaaten, die US-Interessen am Golf sowie die Anwendbarkeit sicherheitspolitischer Theorien auf die Region.
Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob der Iran eine reale militärische Bedrohung für seine Nachbarn darstellt oder ob die wahrgenommene Bedrohung eher ein politisches Instrument zur Wahrung regionaler Interessen ist.
Die Untersuchung basiert auf einer Case Study unter Anwendung der "Congruence-Methode" und "Process-Tracing" im Rahmen neorealistischer Ansätze.
Der Hauptteil analysiert detailliert die militärischen Kapazitäten des Iran (Heer, Marine, Luftwaffe, Raketen) sowie das Verhalten der Golfstaaten und deren Sicherheitsabhängigkeiten.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Iran, Offensiver Realismus, Geopolitik, Golfkooperationsrat, Abschreckung und Balancing.
Die Arbeit bewertet das Atomprogramm als Instrument politischer Einflussnahme und argumentiert, dass eine militärische Nutzung (Bombenbau) kurzfristig technisch möglich, jedoch strategisch riskant und wenig zielführend für den Iran wäre.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Golfstaaten zwar enorme Summen für Rüstung ausgeben, jedoch aufgrund fehlender Kooperation, mangelnden Trainings und strategischer Abhängigkeit von den USA militärisch deutlich schwächer sind, als es ihre Ausgaben vermuten lassen.
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