Bachelorarbeit, 2018
37 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Übersicht gegebener Ansätze
2.1 Theoretische Ansätze
2.2 Empirische Ansätze
3. Empirische Untersuchung
3.1 Hypothesen
3.2 Aufbau des Fragebogens
3.3 Datenauswertung
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Spendenbereitschaft von Zuschauern auf dem Livestreaming-Portal Twitch. Das primäre Ziel ist es, die Beweggründe für dieses prosoziale Verhalten zu analysieren und den Einfluss spezifischer Faktoren – wie der Nutzung einer Webcam, Spendenzielen und Spenden-Alarmen – auf die Spendenhäufigkeit und -höhe sowie die Auswirkung der Einbeziehung der Zuschauer auf die Stabilität der Zuschauerzahlen zu evaluieren.
1. Einleitung
Es wird als „Fernsehen der Zocker“ (Westfälische Nachrichten, 2018) bezeichnet und zieht weltweit durchschnittlich 1,1 Millionen Zuschauer gleichzeitig an (Statista, 2018) (siehe Anhang). Die Rede ist vom Livestreaming-Videoportal Twitch, welches im Jahr 2011 als Schwesterseite von justin.tv gegründet wurde und 2014 für 970 Millionen US-Dollar von dem amerikanischen Onlineversandhändler „Amazon.com“ gekauft wurde. Primär haben Nutzer auf Twitch die Möglichkeit eine eigene Echtzeitübertragung (Livestream) zu senden oder andere Livestreams zu verfolgen. Sekundär kann sich der Konsument aufgezeichnete Übertragungen oder hochgeladene Videos auf Abruf anschauen. Es handelt sich hierbei also um nutzergenerierte Inhalte. Dabei stehen hauptsächlich Videospiele im Mittelpunkt. Jedoch werden auf der Plattform auch sogenannte „non-gaming“ Inhalte, wie beispielsweise Talkshows, Kochsendungen oder Live-Musik, übertragen.
Das System der finanziellen Unterstützung auf dem Livestreaming-Videoportal Twitch ist ein sehr komplexes Konstrukt und bislang ein lückenhaftes Forschungsgebiet. Dazu stößt der Aspekt, dass Menschen anderen beim Videospielen zuschauen und diese auch noch finanziell in Form von Spenden unterstützen, häufig auf ein Unverständnis. Diese Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte der Zuschauer auf Twitch schon einmal Geld an Streamer gespendet haben. Gelegenheitsspieler schauen lieber professionellen Spielern beim Spielen zu, als selbst Videospiele zu spielen (Kaytoue, Silva, Cerf, Meira & Raïssi, 2012).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Livestreaming-Portals Twitch ein, beschreibt dessen Funktionsweise und erläutert die Relevanz der Untersuchung des komplexen Systems der finanziellen Unterstützung durch Zuschauer.
2. Übersicht gegebener Ansätze: Hier werden die drei finanzielle Unterstützungsmethoden (Abonnement, Cheering mit Bits, Geldspende) detailliert erläutert und theoretische sowie empirische Ansätze zur Motivation von Spendenverhalten in der bestehenden Fachliteratur diskutiert.
3. Empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Durchführung der Online-Umfrage, definiert die sechs aufgestellten Hypothesen, legt den Aufbau des Fragebogens dar und präsentiert die statistische Auswertung der gewonnenen Daten.
4. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Forschungsergebnisse zusammen, reflektiert die Wirksamkeit der untersuchten Faktoren auf die Spendenbereitschaft und gibt Ausblicke auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Twitch, Livestreaming, Spendenbereitschaft, Geldspende, Cheering mit Bits, prosoziales Verhalten, Webcam, Spenden-Alarm, Spendenziel, Zuschauerbindung, Motivation, Online-Umfrage, Community, Engagement, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der finanziellen Unterstützung von Streamern auf dem Livestreaming-Portal Twitch durch ihre Zuschauer.
Im Zentrum stehen die Methoden der monetären Unterstützung, die psychologischen Motivationsfaktoren der Zuschauer sowie der Einfluss technischer und organisatorischer Faktoren auf das Spendenverhalten.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Spendenbereitschaft auf Twitch zu erlangen und zu untersuchen, wie Faktoren wie Webcams oder Spendenziele das Spendenverhalten beeinflussen.
Es wird eine empirische Online-Umfrage durchgeführt, deren 193 konstruktive Datensätze mittels statistischer Verfahren (Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test, Mann-Whitney-U-Test, Spearman-Korrelation) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Motivationsansätze, eine detaillierte Vorgehensbeschreibung der empirischen Datenerhebung sowie die statistische Überprüfung der sechs aufgestellten Hypothesen.
Typische Schlüsselwörter sind Twitch, Spendenbereitschaft, Livestreaming, prosoziales Verhalten, Spenden-Alarm, Webcam und Zuschauerbindung.
Überraschenderweise zeigen die Ergebnisse, dass die Einblendung eines Spendenziels die Spendenbereitschaft signifikant negativ beeinflusst, da es möglicherweise einen „gierigen“ Eindruck beim Zuschauer hinterlässt.
Die statistische Auswertung der Studie konnte keinen signifikanten Unterschied in der Höhe der monatlichen Spendenbeträge zwischen männlichen und weiblichen Zuschauern auf Twitch feststellen.
Die Studie belegt einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen dem monatlichen Nettoeinkommen und den Ausgaben für Geldspenden: Konsumenten mit höherem Einkommen neigen dazu, eher größere Beträge zu spenden.
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