Masterarbeit, 2022
125 Seiten
1 Einführung
1.1 Kontext, Motivation und Problemstellung
1.1.1 Rolle der Aerodynamik im Motorsport
1.1.2 Charakteristik der Formula-Student-Disziplinen
1.1.3 Einfluss der Charakteristik der Disziplinen auf die Aerodynamik
1.1.4 Widerstandsreduzierende Elemente
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise / Methodik
1.4 Struktur
2 Mechanismen und Prinzipien der Fahrzeug-Aerodynamik
2.1 Fluide
2.1.1 Kompressibilität
2.1.2 Art der Strömung
2.1.3 Thermische Instabilität
2.1.4 Viskosität
2.2 Erhaltungsgesetze in der Strömungsmechanik
2.2.1 Massenerhaltungsgesetz
2.2.2 Bernoulli-Gleichung
2.3 Flügel
2.3.1 Funktionsweise eines Flügels
2.3.2 Nennmaße eines Flügels
2.3.3 Grenzschichttheorie
2.3.4 Aerodynamische Kennwerte
2.3.5 Multi-Element-Flügel
2.4 Fahrzeug-Aerodynamik
2.4.1 Endplatte
2.4.2 Gurney-Klappe
2.4.3 Aerodynamische Balance
2.4.4 Widerstandsreduzierende Elemente
3 Numerische Strömungssimulation
3.1 Methodik zur Erstellung der numerischen Simulation
3.2 Festlegung der Grundgleichung
3.2.1 Lösungsmethoden der Navier-Stokes-Gleichungen
3.2.2 Turbulenzmodelle
3.3 Numerische Methode
3.4 Weitere Randbedingungen
3.4.1 Materialeigenschaften – Fluid
3.4.2 Terminologie
3.4.3 Bahn- und Winkelgeschwindigkeit
3.5 Simulationsbereich
3.6 Netzgenerierung
4 Entwicklung des Heckflügels
4.1 Entwicklungsablauf
4.2 Lokale und globale Performance-Ziele
4.3 Randbedingungen und Einflussfaktoren
4.3.1 Formula Student Reglement
4.3.2 Fertigungstoleranz
4.3.3 Einflussfaktoren auf den Luftstrom am Heck des Rennwagens
4.3.4 Einschränkung des Bauraums wegen der Befestigung des Heckflügels
4.4 Flügelprofilauswahl
4.4.1 Analyse von verschiedenen Profilcharakteristiken zur Bestimmung der Entwicklungsrichtung
4.4.2 Auswahl von möglichen Flügelprofilen
4.5 Auslegung des Hauptflügels mit den ausgewählten Flügelprofilen
4.5.1 Entwicklungsrichtung
4.5.2 Hauptflügel - Benzing 122-185
4.5.3 Hauptflügel - GOE 244
4.5.4 Hauptflügel - EPPLER 420
4.5.5 Tabellarische Zusammenfassung der Ergebnisse und Auswahl des Konzeptes
4.5.6 Optimierung der Strömung im mittleren Bereich durch Anbringung von Zickzackstreifen
4.6 CFD-Analyse von verschiedenen Multi-Element-Flügelkonzepten
4.6.1 Methodik
4.6.2 2-Klappen-Konfigurationen
4.6.3 3-Klappen-Konfigurationen
4.6.4 Tabellarische Zusammenfassung der Ergebnisse und Auswahl des Konzeptes
4.7 Ergänzung des Heckflügels mit weiteren parallelen Flügeln
4.7.1 Anbringung weiterer parallel angeordneter Flügelelemente
4.7.2 Strömungssteuernde Flügel zur Unterstützung der Strömung an der Saugseite
4.8 Auslegung von widerstandsreduzierenden Elementen
4.8.1 Louvres
4.8.2 Cutouts
4.8.3 Einlässe auf der Saugseite des Flügelprofils
4.8.4 Endplattenstreifen
4.9 Verzögerung des Druckausgleichs durch Anbringung einer Platte an der Endplatte quer zum Luftstrom
4.10 Auswertung des Heckflügelkonzeptes
5 Zusammenfassung
Ziel dieser Masterarbeit ist die aerodynamische Auslegung eines optimierten Heckflügels für den Formula-Student-Rennwagen "Edge 13" der TU Wien Racing mittels numerischer Strömungssimulationen. Dabei soll der Abtrieb im Vergleich zum Vorgängermodell um mindestens 15 % gesteigert, das aerodynamische Gleichgewicht gewahrt und die Effizienz des Heckflügelpakets durch widerstandsreduzierende Elemente signifikant verbessert werden.
1.1.2 Charakteristik der Formula-Student-Disziplinen
Die Formula Student ist ein internationaler Wettbewerb für Hochschulen, bei dem studentische Teams mit selbst entwickelten einsitzigen Rennwagen antreten. Die Autos sind ähnlich konzipiert wie andere Formelautos, mit dem Unterschied, dass es deutlich weniger Einschränkungen durch das Reglement und damit mehr Entwicklungsfreiheit gibt. Um wettbewerbsfähig zu sein, müssen die Autos jedoch auf die Eigenschaften der einzelnen Disziplinen abgestimmt werden. [2] Die Disziplinen sind die folgenden:
Acceleration: In dieser Disziplin muss mit dem Rennwagen eine 75 Meter lange Gerade absolviert werden, wobei der Schwerpunkt auf der Beschleunigung des Autos liegt. [3]
Skid Pad: Ziel ist das Durchfahren einer 8-förmigen Strecke, wobei die Aerodynamik eine tragende Rolle spielt. [3]
Autocross: Dabei gilt es, eine 1 km lange Strecke zu bewältigen, deren Charakteristik aus kurzen Geraden und zahlreichen Kurven besteht. Die Aerodynamik spielt hier auch eine wichtige Rolle, denn eine gute Bodenhaftung in den Kurven ist von entscheidender Bedeutung. [3]
Endurance: In dieser Disziplin muss das Auto 22 km auf der Autocross-Strecke zurücklegen, um die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs zu beweisen. [3]
1 Einführung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Aerodynamik im Motorsport, definiert die Anforderungen der Formula Student und legt die zentralen Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise fest.
2 Mechanismen und Prinzipien der Fahrzeug-Aerodynamik: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Strömungsmechanik und der Fahrzeug-Aerodynamik, wie Grenzschichttheorie und Mehr-Element-Flügeleffekte, dargelegt.
3 Numerische Strömungssimulation: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Umsetzung der Simulationen, einschließlich der Wahl der Navier-Stokes-Lösungsmethoden und der Netzgenerierung.
4 Entwicklung des Heckflügels: Der Hauptteil der Arbeit behandelt die schrittweise Auslegung, Simulation und Optimierung verschiedener Heckflügelkonzepte und widerstandsmindernder Zusatzelemente.
5 Zusammenfassung: Hier werden alle Ergebnisse der Untersuchungen komprimiert dargestellt und die Erreichung der gesetzten Leistungsziele des Projekts final bewertet.
Aerodynamik, Formula Student, Heckflügel, Gleitzahl, Abtrieb, Strömungssimulation, CFD, Rennwagen, Luftwiderstand, Mehr-Element-Flügel, Endplatte, Strömungsablösung, Leistungsziele, Fahrzeugdynamik, Grenzschicht.
Die Arbeit befasst sich mit der aerodynamischen Entwicklung und Optimierung eines Heckflügels für den Formula-Student-Rennwagen "Edge 13" des Teams der TU Wien.
Die zentralen Themen umfassen die Strömungsanalyse, die Auslegung von mehrteiligen Flügelprofilen sowie die Untersuchung von widerstandsreduzierenden Elementen wie Louvres und Endplattenstreifen.
Das Hauptziel ist eine Abtriebssteigerung des Heckflügels um mindestens 15 % sowie die Verbesserung der Gleitzahl unter Beibehaltung der aerodynamischen Balance des Fahrzeugs.
Die Entwicklung stützt sich aufgrund begrenzter Validierungsmöglichkeiten ausschließlich auf numerische Strömungssimulationen (CFD).
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konzeption der Simulation, die Profilauswahl, die Auslegung mehrteiliger Klappenkonfigurationen und die detaillierte Optimierung strömungsbeeinflussender Elemente.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Aerodynamik, Formula Student, Abtrieb, Gleitzahl und numerische Strömungssimulation definieren.
Die 3-Klappen-Konfiguration generiert mehr Abtrieb als die 2-Klappen-Variante, da sie eine bessere Strömungsregeneration und einen höheren absoluten Anstellwinkel ermöglicht.
Louvres verringern den Druckausgleich am Ende der Endplatte und erzeugen Aufwind, was zu einer Erhöhung der Gleitzahl um bis zu 8 % führen kann.
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