Masterarbeit, 2022
161 Seiten, Note: 1
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Thematik männlicher Betroffener von sexualisierter Gewalt durch Frauen. Ziel der Arbeit ist es, besondere Hemmnisse in Aufdeckungsprozessen dieser Gewaltform zu erforschen und deren Ursachen aufzudecken. Darüber hinaus untersucht die Arbeit, welche Rahmenbedingungen für gelingende Aufdeckungsprozesse notwendig sind, um männliche Betroffene adäquat zu unterstützen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Forschungsstand und den Forschungsgegenstand sowie das Erkenntnisinteresse beleuchtet. Es werden die Forschungsfragestellungen formuliert und der Aufbau der Arbeit vorgestellt. Im zweiten Kapitel wird das Forschungskonzept erläutert. Hierbei werden die Methoden der qualitativen Sozialforschung, insbesondere die ExpertInneninterviews, näher beleuchtet. Der dritte Teil der Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen zum Forschungsgegenstand. Die Bereiche Sozialisations- und Geschlechterforschung, die Konzepte von Männlichkeit, sexualisierte Gewalt, Tabu, Scham und Schuld sowie die Typologie und Tatmotive der Täterinnen werden ausführlich behandelt. Das vierte Kapitel widmet sich der empirischen Forschung. Die Ergebnisse der ExpertInneninterviews werden analysiert und interpretiert, wobei die besonderen Hemmnisse in Aufdeckungsprozessen, deren Ursachen und die Herausforderungen, denen die Professionellen an Aufdeckungsprozessen begegnen, im Mittelpunkt stehen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen sexualisierte Gewalt, männliche Betroffene, weibliche Täterinnen, Aufdeckungsprozesse, Hemmnisse, Rahmenbedingungen, gesellschaftliches Bewusstsein, ExpertInneninterviews, qualitative Sozialforschung.
Tradierte Geschlechterrollen und gesellschaftliche Stereotype lassen Männer als Opfer und Frauen als Täterinnen im öffentlichen Diskurs oft unsichtbar werden.
Gefühle von Scham und Schuld sowie das Fehlen eines gesellschaftlichen Bewusstseins erschweren es betroffenen Männern, Hilfe zu suchen.
Die Habitualisierung von Männlichkeit und bestimmte Rollenerwartungen stehen oft im Widerspruch zur Opferrolle, was die Verarbeitung des Missbrauchs erschwert.
Es wurden qualitative ExpertInneninterviews mit Personen geführt, die professionell an Aufdeckungsprozessen beteiligt sind.
Es bedarf einer Steigerung des gesellschaftlichen Bewusstseins und der Schaffung adäquater Rahmenbedingungen in der sozialpädagogischen Praxis.
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