Bachelorarbeit, 2022
69 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung
2 Begriffsklärungen zum Themenfeld Lesefähigkeiten
2.1 Lesekompetenz
2.2 Leseverständnis und Textverstehen
2.3 Literarisches Lernen und literarische Kompetenz
3 Notwendigkeit der Förderung von Textverstehen an Berufskollegs
4 Differenzieren mit Medien im Literaturunterricht: Konzepte
4.1 Konzepte zur Förderung basaler Fähigkeiten und Fertigkeiten des Textverstehens
4.1.1 Lesemotivation
4.1.2 Emotionale Beteiligung
4.1.3 Vorstellungsbildung
4.2 Konzepte zur Förderung des Erkennens von Textstrukturen
4.2.1 Lokale Kohärenz
4.2.2 Globale Kohärenz
4.2.3 Gestaltungselemente
4.3 Konzepte zur Förderung der Textdeutung
4.4 Konzepte zur Förderung der Herstellung eines Wirklichkeitsbezuges
5 Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick
Die Arbeit analysiert, wie durch den Einsatz eines Medienverbundes (Roman, Graphic Novel, Hörbuch, TV-Serie) im Literaturunterricht am Berufskolleg das Textverstehen von Schüler:innen gezielt gefördert werden kann, um der Heterogenität der Schülerschaft und dem Bedarf nach moderner, praxisnaher Literaturdidaktik zu begegnen.
1 Einführung
Lesen ist sowohl in kultureller als auch beruflicher Hinsicht eine elementare Fähigkeit, ohne die es im Alltag und Berufsleben kaum möglich wäre, die Herausforderungen zu meistern (vgl. Lenhard, 2019, S. 11 f.). Ebenso wichtig ist es, nicht nur einen Text, eine E-Mail oder eine Anweisung lesen zu können, sondern vielmehr diese auch zu verstehen. Erst das Verstehen von Gelesenem bietet eine Grundlage für daraus folgende Gedanken oder Handlungen. Daran zeigt sich, dass es sich bei der Fähigkeit des Lesens um einen komplexen Prozess handelt, welcher als Basis weiterer, aber auch als Voraussetzung mehrerer Kompetenzen und Fertigkeiten betrachtet werden kann (vgl. ebd., S. 11 ff.).
Das Textverstehen ist eine davon und insbesondere im beruflichen Kontext von hoher Relevanz, da Lesefähigkeiten für einen Großteil der Arbeitsplätze benötigt werden (vgl. Lenhard, 2019, S. 11 f.). Doch es bringt den Auszubildenden oder Arbeitnehmer:innen nicht sonderlich viel, wenn sie zwar in der Lage sind einen Text, sei es eine schriftliche Anleitung oder die schriftliche Kommunikation (inner- wie außerbetrieblich), zu lesen, diesen aber nicht verstehen und folglich Fehler und Missverständnisse entstehen. Der Aufbau sowie die Förderung der Lesefähigkeiten finden im schulischen Kontext statt, allerdings liegt der Fokus hier auf die unteren Klassenstufen (vgl. Streblow, 2004, S. 291 ff.). In Berufskollegs sind die Schulklassen bezüglich der Lesefähigkeiten heterogen, da die Schüler:innen aus unterschiedlichen Schulformen zusammenkommen und das Leistungsniveau sehr divergieren sein kann. Für den Literaturunterricht an Berufskollegs beziehungsweise für die Förderung der Lesefähigkeiten von Schüler:innen an Berufskollegs stehen weitaus weniger Möglichkeiten und Maßnahmen zur Verfügung als für Schüler:innen aus der Sekundarstufe I oder der Sekundarstufe II allgemeinbildender Schulen.
1 Einführung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Textverstehens am Berufskolleg, identifiziert Förderbedarfe bei heterogenen Klassen und motiviert den Einsatz eines Medienverbundes.
2 Begriffsklärungen zum Themenfeld Lesefähigkeiten: Dieses Kapitel differenziert präzise zwischen den zentralen Lesebegriffen wie Lesekompetenz, Leseverständnis, Textverstehen sowie literarischem Lernen und literarische Kompetenz.
3 Notwendigkeit der Förderung von Textverstehen an Berufskollegs: Unter Bezugnahme auf Studien wie PISA und PIAAC wird der dringende Förderbedarf für Schüler:innen am Berufskolleg und der Zusammenhang zwischen Lesefähigkeiten und beruflicher Erfolgschance belegt.
4 Differenzieren mit Medien im Literaturunterricht: Konzepte: Der Hauptteil stellt praxisnahe Konzepte zur Förderung des Textverstehens vor, unterteilt in basale Fähigkeiten, Strukturerkennung, Textdeutung und Wirklichkeitsbezug, illustriert durch konkrete Unterrichtsentwürfe.
5 Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick: Das Fazit resümiert die Komplexität des Textverstehens, bestätigt den Erfolg der entwickelten medienintegrativen Ansätze und regt zur weiteren Erforschung verschiedener Medienverbünde an.
Textverstehen, Lesekompetenz, Berufskolleg, Literaturunterricht, Medienverbund, Der nasse Fisch, Leseförderung, Lesemotivation, Strukturerkennung, Textdeutung, Wirklichkeitsbezug, Intermediale Lektüre, Fachoberschule, Didaktik, Lesesozialisation
Die Arbeit widmet sich der Entwicklung von Konzepten zur Förderung des Textverstehens bei Schüler:innen an Berufskollegs durch einen gezielten, medial gestützten Literaturunterricht.
Im Zentrum stehen die theoretische Grundlagenklärung der Lesefähigkeiten, die Notwendigkeit ihrer Förderung im berufsbildenden Kontext sowie die praktische Anwendung von Medienverbünden.
Ziel ist es, Lehrkräften an Berufskollegs praxistaugliche Methoden und Konzepte an die Hand zu geben, um durch den Einbezug moderner Medien (wie Graphic Novels, Hörbücher und Serien) Kompetenzen im Textverstehen bei heterogenen Lerngruppen aufzubauen.
Es handelt sich um eine fachdidaktische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Aufarbeitung relevanter Bildungsstudien (OECD, PISA, PIAAC) sowie der Entwicklung von auf Lehrplänen basierenden Unterrichtsentwürfen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in Förderkonzepte für basale Fähigkeiten (Motivation, Empathie, Vorstellungskraft), Techniken zur Strukturerkennung, Ansätze zur Textdeutung sowie Methoden zur Herstellung eines Wirklichkeitsbezuges.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Textverstehen, Medienverbund, Berufskolleg-Didaktik, Kompetenzförderung und intermediale Literaturrezeption beschreiben.
Im Gegensatz zu isolierten Projekten wie einer "Lesewoche", integriert dieses Konzept die Arbeit mit verschiedenen Medien direkt in den regulären Fachunterricht und nutzt ein Arbeitsmittelkonzept statt lediglich ergänzender Hilfsmittel.
Sie dient als audiovisuelles Medium, das Schülern einen oft vertrauteren Zugang zum historischen Stoff ermöglicht, nonverbale Kommunikation visualisiert und somit als Brücke zum Textverständnis des Romans fungiert.
Die Lehrkraft moderiert Unterschiede und nutzt sie aktiv als Diskussionsgrundlage, um die Schüler:innen zu einem bewussten Vergleich der Darstellungsebenen anzuregen und so tiefere Erkenntnisse über Gattungsmerkmale zu generieren.
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