Masterarbeit, 2012
116 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Der UNESCO-Weltkulturerbetitel
2.1 Gründung, Ziele und Aufgaben der UNESCO
2.2 Die Welterbekonvention
2.2.1 Die Entstehung und Grundidee der Welterbekonvention
2.2.2 Der Begriff „Weltkulturerbe“ und die Aufnahmekriterien
2.2.3 Verpflichtungen aus der Welterbekonvention für die Weltkulturerbestätten – der Managementplan
2.2.4 Mechanismen zur Überwachung des Erhaltungszustandes der Weltkulturerbestätten
2.3 Das Weltkulturerbe in der Welt
3. Das Weltkulturerbe in Deutschland
3.1 Die deutsche Weltkulturerbeliste
3.2 Das Prozedere der Aufnahme in die Welterbeliste – Eine Koproduktion von Bund, Ländern und Kommunen
3.3 Die Finanzierung der deutschen Weltkulturerbestätten
4. Die Nutzendimensionen aus Sicht der Weltkulturerbestätten
4.1 Weltkulturerbe-Tourismus
4.1.1 Definition Tourismus, Kulturtourismus und Weltkulturerbe-Tourismus
4.1.2 Der Weltkulturerbetitel als touristischer Standortfaktor
4.1.3 Weltkulturerbe und Tourismus – im Spannungsfeld zwischen „Schützen und Nützen“
4.1.4 Nachhaltigkeit im Weltkulturerbe-Tourismus
4.2 Weitere Nutzendimensionen
5. Die Nutzendimensionen aus Sicht der Besucher der Weltkulturerbestätten
5.1 Der Weltkulturerbetitel als Besuchsanreiz
5.2 Weltkulturerbe-Vermittlung
6. Empirische Untersuchung zu den Nutzendimensionen aus Sicht
6.1 Das Forschungsdesign und Untersuchungsverfahren
6.1.1 Experteninterview
6.1.2 Besucherbefragung
6.2 Auswertung der Experteninterviews
6.2.1 Weltkulturerbe-Tourismus
6.2.2 Weitere Nutzendimensionen
6.3 Auswertung der Besucherbefragung
6.3.1 Der Weltkulturerbetitel als Besuchsanreiz
6.3.2 Weltkulturerbe-Vermittlung
6.4 Weltkulturerbe-Tourismus: Herausforderungen
7. Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht die Auswirkungen des UNESCO-Weltkulturerbetitels auf deutsche Welterbestätten, mit einem besonderen Fokus auf die verschiedenen Nutzendimensionen für Anbieter (Stätten) und Nachfrager (Besucher). Das primäre Ziel ist es, die Relevanz des Welterbe-Labels im Kontext von Tourismus, Management, Finanzierung und Bildung zu identifizieren und die bisherige Forschungslücke durch eine empirische Untersuchung zu schließen.
1. Einleitung
Mit der Welterbekonvention hat die UNESCO ein weltweit anerkanntes völkerrechtliches Instrument zum Schutz von Kultur- und Naturerbestätten, die von außergewöhnlicher universiteller Bedeutung für die Menschheit sind, geschaffen. Damit wurde ein jährlich wachsendes globales Netzwerk aufgebaut, das nationale und internationale Ressourcen mobilisiert, um kostbare Güter vor Verfall und Zerstörung zu bewahren. Mit 37 Welterbestätten – davon 34 Weltkulturerbestätten – ist Deutschland zahlreich in der Welterbeliste vertreten. Durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Akteure wie Bund, Länder, Kommunen, Deutsche UNESCO-Kommission (DUK), Internationaler Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) und nicht zuletzt die Welterbegüter wird die Welterbekonvention in Deutschland umgesetzt.
Doch welche Auswirkungen hat der Weltkulturerbetitel neben dem vorrangigen Schutz und Erhalt des Kulturerbes auf die deutschen Weltkulturerbestätten?
Was verändert sich, wenn aus einem Kulturdenkmal ein Weltkulturdenkmal wird (…)? Das ist sicherlich eine häufig gestellte Frage – gerade dann, wenn der begehrte Status noch nicht erreicht ist. Politiker und Touristiker werten den Welterbestatus gerne als harten Standortfaktor, rechnen mit erheblich zunehmenden Besuchs- und Übernachtungszahlen. Kulturverantwortliche hoffen auf höhere Zuwendungen und Investitionen seitens der Länder, Kreise, Städte und Gemeinden. Eventveranstalter erkennen mit zielsicherem Blick eine Aufwertung nun plötzlich viel begehrenswerterer Kulissen (Schefers 2009: 70).
Schefers spricht einige zentrale nutzenbringende Folgeerscheinungen an, die mit der Auszeichnung für die Weltkulturerbestätten einhergehen können. Egal ob in öffentlichen, politischen oder wissenschaftlichen Diskussionen – in der Regel wird dem Einfluss des UNESCO-Gütesiegels auf den Tourismus die höchste Bedeutung beigemessen. Zudem wirft die Annahme des touristischen Mehrwerts die Frage auf, welche Relevanz der Weltkulturerbetitel für die Besucher der deutschen Weltkulturerbegüter hat.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der UNESCO-Welterbekonvention, skizziert die deutsche Beteiligung und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen des Welterbetitels.
2. Der UNESCO-Weltkulturerbetitel: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen über die UNESCO, die Welterbekonvention, Begriffsdefinitionen sowie die Mechanismen zur Überwachung.
3. Das Weltkulturerbe in Deutschland: Es wird die deutsche Situation mit Fokus auf die Welterbeliste, die Aufnahmeverfahren sowie die Finanzierungssituation erläutert.
4. Die Nutzendimensionen aus Sicht der Weltkulturerbestätten: Das Kapitel stellt den aktuellen Forschungsstand zu verschiedenen Nutzenaspekten wie Tourismus, Prestige, Finanzen und Management aus Sicht der Stätten dar.
5. Die Nutzendimensionen aus Sicht der Besucher der Weltkulturerbestätten: Dieser Teil beleuchtet das Welterbe-Label aus der Perspektive der Touristen bezüglich Besuchsanreizen und Vermittlung.
6. Empirische Untersuchung zu den Nutzendimensionen aus Sicht: Hier werden die Ergebnisse der Experteninterviews und der Besucherbefragung zur Überprüfung der theoretischen Nutzendimensionen präsentiert.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und diskutiert Implikationen sowie Ansätze für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.
UNESCO-Welterbe, Weltkulturerbestätten, Kulturtourismus, Welterbekonvention, Denkmalpflege, Managementplan, Nutzendimensionen, Standortfaktor, Besucherbefragung, Experteninterviews, Destinationsmarketing, Identifikation, Schutz und Nutzung, Tourismusentwicklung, kulturelle Bildung
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und die Auswirkungen des UNESCO-Weltkulturerbetitels auf deutsche Welterbestätten, insbesondere aus der Sicht der Verantwortlichen vor Ort und der Besucher.
Zentrale Schwerpunkte sind die Auswirkungen auf den Tourismus, das Image (Prestigegewinn), die finanzielle Situation, das Management der Stätten, städtebauliche Entwicklungen sowie die Vermittlung des kulturellen Erbes.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob der Weltkulturerbetitel neben der Schutzfunktion tatsächlich messbare positive Effekte (Nutzendimensionen) für die verschiedenen beteiligten Akteure erzeugt.
Es handelt sich um eine empirische Studie, die auf teilstandardisierten Experteninterviews mit Akteuren der Welterbestätten sowie Experten der UNESCO/Tourismusbranche und einer Besucherbefragung an zwei Fallbeispielen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Nutzendimensionen (basierend auf bestehender Literatur) und eine empirische Analyse, die diese Annahmen durch qualitative und quantitative Daten überprüft.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Weltkulturerbe, Kulturtourismus-Management, Denkmalpflege-Vermittlung und regionale Wirtschaftsförderung charakterisieren.
Die Studie stellt fest, dass der Titel bei ausländischen Gästen eine höhere Bedeutung als Reisemotiv hat, während er für deutsche Touristen meist nur ein Aspekt unter vielen ist. Zudem profitieren vor allem weniger bekannte, ländlich gelegene Stätten stärker von der Marke als große, ohnehin bekannte Metropolobjekte.
Experten betrachten das Spannungsfeld „Schützen und Nützen“ als dauerhafte Herausforderung. Sie betonen jedoch, dass eine denkmalverträgliche touristische Nutzung Synergieeffekte erzeugt, da Einnahmen durch den Tourismus die notwendige Basis für den Erhalt der Stätten schaffen.
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