Examensarbeit, 2008
47 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Hörspiele
2.1 Geschichte des Hörspiels
2.2 Merkmale des Hörspiels
2.3 Das Hörspiel im Unterricht
3. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen
3.1 Lehrplanbezug
3.2. Projektunterricht
3.3 Zielsetzung
4. Durchführung der Unterrichtssequenz
4.1 Lektüre und Analyse der Erzählung
4.2 Theorie des Hörspiels
4.3 Einteilung der Textvorlage in Szenen
4.4 Erarbeitung des Hörspieltextes
4.5 Rollenbesetzung und Aufnahme
4.6 Schnitt und Geräuschkulisse
5. Zusammenfassung und kritische Wertung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten der handlungs- und produktionsorientierten Hörspielproduktion im Deutschunterricht der 9. Klasse aufzuzeigen, wobei die Transformation von E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann" in ein eigenes Hörspiel als praktisches Fallbeispiel dient, um die Schüler zur aktiven Auseinandersetzung mit literarischen Texten zu befähigen.
4.4 Erarbeitung des Hörspieltextes
Die Schüler erhielten drei Stunden Zeit, um ihre Entwürfe im Unterricht zu erstellen.
Dabei mussten die Schüler von folgenden Leitfragen ausgehen: Was wird gesprochen, was gedacht? Wie und wo sollen die einzelnen Szenen beginnen bzw. enden?
Da die Schüler keine bzw. kaum Erfahrung mit dem Herstellen von Hörspielen hatten, mussten zunächst Bedingungen geschaffen werden, die ein selbständiges Bewältigen der Aufgabe gewährleisteten. Dies erfolgte über ein Unterrichtsgespräch in einer zusätzlichen Stunde, in dem die Schüler die Unterschiede in der Gestaltungsweise zwischen einem epischen und einem Hörspieltext erarbeitet haben. Daran angeschlossen wurde eine Übung, in der alle Schüler der Klasse Gelegenheit erhalten haben, den epischen Text umzuformen.
Dabei kommt es vor allem darauf an, dass die Schüler lernen, die von ihnen erkannte Aussageabsicht des Textes in kurzen, aussagekräftigen Dialogen zu formulieren, die Regieanweisungen zur Kennzeichnung der Sprechweise und der Geräusche entsprechend zu durchdenken.
Gleichzeitig war zu entscheiden, ob ein Erzähler eingeführt wird oder nicht. Die Schüler entschieden sich letztendlich dafür, eine Erzählerin zu benutzen. Diese bietet die Möglichkeit, Handlungen und längere Erzählpassagen zusammenzufassen, Überleitungen zu schaffen oder als Kommentator zu fungieren.
1. Einleitung: Beleuchtung des Stellenwerts des Hörspiels im Deutschunterricht und die Begründung des Projekts als zeitgemäße Form der literarischen Auseinandersetzung.
2. Hörspiele: Historischer Abriss, Merkmale der Gattung und Abgrenzung zum Hörbuch sowie deren didaktische Bedeutung.
3. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen: Erläuterung der projektorientierten Arbeitsweise, Lehrplanbezüge und pädagogische Zielsetzung der Unterrichtssequenz.
4. Durchführung der Unterrichtssequenz: Detaillierte Darstellung der Arbeitsschritte von der Textlektüre über die Szenenentwicklung bis hin zur technischen Aufnahme und Vertonung.
5. Zusammenfassung und kritische Wertung: Reflektion über den Lernerfolg, die Schwierigkeiten bei der Umsetzung und die didaktische Bilanz des Projekts.
Hörspielproduktion, Deutschunterricht, E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann, handlungsorientierter Unterricht, produktionsorientierter Unterricht, Mediendidaktik, Audacity, Sprecherziehung, Hörspielanalyse, Motivik, Romantik, Aufklärung, Schülermotivation, kreatives Schreiben.
Die Arbeit untersucht, wie ein klassischer literarischer Text durch eine eigenständige Hörspielproduktion im Deutschunterricht der 9. Klasse erschlossen und kreativ umgesetzt werden kann.
Im Zentrum stehen die Verbindung von Literaturdidaktik, projektorientiertem Lernen, aktiver Medienerziehung und die praktische Auseinandersetzung mit den Spezifika des Hörspiels.
Ziel ist es, den Schülern durch eine produktionsorientierte Aufgabe einen tieferen, rationalen und emotionalen Zugang zu einem literarischen Werk (hier: E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann") zu ermöglichen und ihre Sprach- sowie Medienkompetenz zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einem praxisorientierten Modell, das eine Unterrichtssequenz durchführt, dokumentiert und anschließend kritisch evaluiert (Action Research).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Medium Hörspiel, eine methodische Herleitung des Projekts und die chronologische Dokumentation der Unterrichtseinheit (Analyse, Szenenbildung, Textarbeit, Aufnahme, Schnitt).
Die wichtigsten Schlagworte sind Hörspielproduktion, E.T.A. Hoffmann, handlungsorientierter Deutschunterricht und Mediendidaktik.
Der Text bietet aufgrund seiner dramatischen Struktur, der psychologisch komplexen Figurenkonstellation und des zentralen Augenmotivs ideale Voraussetzungen für eine spannende Hörspieladaption im Rahmen der Jahrgangsstufe 9.
Obwohl die Schüler anfangs versuchten, die Sprache an heutige Normen anzupassen, entschieden sie sich letztlich dafür, den Originalstil beizubehalten, um die Authentizität des Werkes zu wahren.
Die Technik diente als Werkzeug der Erschließung; die Schüler lernten den handwerklichen Aspekt des Schneidens und Vertonens (u.a. mit der Software Audacity), wobei die Arbeit an verschiedenen Tonspuren die kreative Gestaltung des Hörspiels ermöglichte.
Das Projekt wird als erfolgreich hinsichtlich der gesteigerten Motivation und des vertieften Textverständnisses bewertet, wobei Herausforderungen bei der Sprecherziehung und der zeitlichen Planung als optimierbare Bereiche identifiziert werden.
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