Bachelorarbeit, 2022
52 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Professionelle Pflege
2.2 Die Rolle der Pflegenden
2.3 Intensivstation
2.4 Wenn aus Intensivpflege Palliativpflege wird
2.5 Palliativpflege und Intensivpflege: Kongruenzen und Divergenzen
2.6 Forschungsfrage und Ziel der Arbeit
3 Methodik
3.1 Suchstrategie
3.2 Limitation
3.3 Auswahl der Studien
3.4 Bewertung der Studienqualität
4 Ergebnisse
4.1 Aufgaben der palliativen Pflege auf der Intensivstation: Erfahrungen von Pflegenden
4.2 Umsetzung der palliativen Pflege auf der Intensivstation: Erfahrungen von Pflegenden
4.3 Erwartungen der Familien an die Rolle der Pflegenden
5 Diskussion
5.1 Allgemeine Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Diskussion der methodischen Vorgehensweise
5.3 Diskussion der Literaturauswahl
6 Fazit und Ausblick
7 Literaturverzeichnis
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Komplexität und den Anspruch an die pflegerische Rolle in palliativen Pflegesituationen auf Intensivstationen darzustellen. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Rolle Pflegende in diesem Kontext einnehmen und wie sich die Anforderungen sowie ihr Rollenverständnis verändern.
4.1 Aufgaben der palliativen Pflege auf der Intensivstation: Erfahrungen von Pflegenden
Kohlen et al. (2015) untersucht anhand einer qualitativen Studie die Rolle von Pflegenden im Umgang mit Patient*innen am Lebensende auf einer Intensivstation (ebd., S. 332). Hierbei wird auf die Rolle bezüglich Entscheidungsfindungen und die Aufgaben von Pflegenden am Lebensende von Patient*innen eingegangen (ebd.).
Hierzu wurden Interviews mit 51 Pflegenden aus verschiedenen Ländern (Brasilien, England, Deutschland, Irland, Palästina) durchgeführt (ebd.). Diese hatten bereits mindesten sechs Monate Berufserfahrung (ebd.). In den Interviews wurden offene Fragen bezüglich der pflegerischen Rolle am Lebensende gestellt (ebd.).
Die Pflegenden aus den Interviews berichteten, dass der Beziehungsaufbau zu den Patient*innen und auch zu den Familien eine ihrer Aufgaben ist (ebd., S.334). Pflegende steigern das Wohlbefinden der Patient*innen, indem sie ihnen Sicherheit geben und auf die Individualität der Patient*innen eingehen (ebd., S. 334 f.). Am Lebensende erfassen sie durch die Pflegehandlungen immer wieder einen neuen Ist-Zustand des individuellen Befindens der Patient*innen und passen ihr Handeln daran an (ebd.).
Sie haben Kontakt zu den Familien und sorgen dafür, dass die Familien der sterbenden Patient*innen zu jeder Zeit zu Besuch kommen dürfen und bringen diese immer wieder auf den aktuellen Stand bezüglich des gesundheitlichen Zustandes der Patient*innen (ebd., S. 333 ff.). Auch die Gefühle und Sorgen der Familien fangen sie ab (ebd.).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Besonderheiten und Belastungen des Pflegealltags auf Intensivstationen bei palliativen Patienten und stellt das Ziel sowie die Forschungsfrage der Arbeit vor.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die Begriffe der professionellen Pflege und der pflegerischen Rolle und kontrastiert die Konzepte der Intensivmedizin mit der Palliativpflege.
3 Methodik: Hier wird das durchgeführte Literaturreview beschrieben, inklusive der Suchstrategie in Datenbanken wie MEDLINE und CINAHL sowie der Auswahlkriterien und Qualitätsbewertung der Studien.
4 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die zentralen Befunde zur Rolle der Pflegenden aus den extrahierten Studien, unterteilt in deren Aufgaben, die praktische Umsetzung und familiäre Erwartungen.
5 Diskussion: Die Forschungsergebnisse werden hier kritisch reflektiert, die methodische Vorgehensweise überprüft und die Literaturauswahl im Hinblick auf ihre Relevanz und Validität eingeordnet.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage, fasst die Komplexität der pflegerischen Rolle zusammen und gibt Empfehlungen für zukünftige Fortbildungen der Pflegenden.
Bachelorthesis, pflegerische Rolle, Intensivstationen, palliative Pflege, Anforderungen, Kompetenzen, Moral Distress, Patienten, Angehörige, Pflegeberuf, Sterbebegleitung, interprofessionelle Kommunikation, Berufserfahrung, Fortbildung.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Rolle und das Anforderungsprofil von professionell Pflegenden auf Intensivstationen verändert, wenn der Schwerpunkt von kurativer Intensivpflege auf palliative Pflege übergeht.
Zentrale Schwerpunkte sind die neuen Kompetenzanforderungen in palliativen Krisensituationen, der Beziehungsaufbau zu Patienten und Angehörigen sowie die Belastung der Pflegenden durch ethische Konflikte.
Die Forschungsfrage lautet: „Welche Rolle nehmen Pflegende auf der Intensivstation ein, wenn aus Intensivpflege palliative Pflege wird?“
Es wurde ein Literaturreview durchgeführt, bei dem zwischen November 2021 und März 2022 spezifische Datenbankrecherchen und eine Handsuche erfolgten, um relevante internationale Studien zu extrahieren.
Der Hauptteil analysiert die praktischen Erfahrungen von Pflegenden hinsichtlich ihrer Rollenwahrnehmung und die Erwartungen der Familien an die palliative Versorgung auf der Intensivstation.
Zu den prägenden Begriffen gehören pflegerische Rolle, Intensivstation, palliative Pflege, Anforderungen, Kompetenzen und moralischer Distress.
Moralischer Distress beschreibt die Belastung der Pflegenden, wenn sie Handlungen – beispielsweise durch Personalmangel oder unklare Therapieziele – durchführen müssen, die nicht mit ihrem professionellen Selbstverständnis übereinstimmen.
Die Analyse zeigt, dass Berufserfahrung ein entscheidender Faktor für die Sicherheit im palliativen Handeln ist; jüngere Pflegende berichten häufiger von Überforderung und benötigen daher gezieltere Fortbildungskonzepte.
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