Bachelorarbeit, 2007
57 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2. STAND DES WISSENS
2.1 Geschichte: Entdeckung des Infrarotbereichs
2.2 Physikalische und chemische Grundlagen
2.3 Instrumentelle Grundlage
2.4 Spektrenauswertung
2.5 4-Phasenmodell
3. ZIELSETZUNG
4. DATENERFASSUNG
4.1 Prüfstand
4.2 Spektrenerfassung
4.3 Datenverknüpfung
4.4 Versuchsreihe
4.5 Ermittlung der Referenzwerte
5. DATENAUSWERTUNG
5.1 Statistische Analyse
5.2 Möglichkeiten der Modellerstellung
5.3 Probenvarianz und Stichprobengröße
5.4. Probenkalibrierung
5.5 Übertragung der Ballenkalibrierung und Ergebnisbetrachtung
6. AUSBLICK
Die vorliegende Bachelorarbeit zielt darauf ab, die Eignung der Nahinfrarot-Spektroskopie (NIRS) für den mobilen Einsatz bei der Qualitätsbestimmung von Strohballen zu untersuchen und ein zuverlässiges, praxistaugliches Kalibrierungsmodell zu entwickeln.
2.4 Spektrenauswertung
Zur Beurteilung der aufgenommenen Spektren ist es unerlässlich, die zu detektierenden Inhaltsstoffe mit ihren funktionelle Gruppen (Protein, N-H) zu kennen. Zur Orientierung im IR-Spektrum helfen Übersichten und Tabellen, die der Zuordnung charakteristischer Schwingungen dienen. In der nächsten Darstellung wird ein vereinfachter Ausschnitt aus der Zuordnungstabelle von COLTHUP dargestellt.
Jeder Inhaltsstoff besteht aus Molekülen, welche sich wiederum aus kleineren Einheiten zusammensetzen. Wird der Aufbau eines Proteins genauer betrachtet, besteht dieses aus Amiden und Aminen, welche als charakteristische Gruppen detektiert werden können. Wie aus der COLTHUP-Tabelle ersichtlich, zeigen Atomgruppen an mehreren Stellen eine charakteristische Gruppenschwingung, deshalb muss bei der Auswertung nie nur eine Anregungswellenzahl betrachtet werden. Fehlt eine charakteristische Gruppenschwingung, ist auch die nachzuweisende Atomgruppe nicht vorhanden. Der Wassergehalt kann z. B. durch die Anwesenheit von Säuren und Alkohole beeinflusst werden. Sie tragen als funktionelle Gruppen OH- und Carboxylgruppen und werden durch NIRS erfasst.
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die NIRS-Technologie als zerstörungsfreies Verfahren zur schnellen Inhaltsstoffbestimmung in der Landwirtschaft und Formulierung der Problemstellung bezüglich des mobilen Einsatzes.
2. STAND DES WISSENS: Vermittlung theoretischer Grundlagen zu den physikalischen Prinzipien der Infrarot-Spektroskopie, Schwingungsformen von Molekülen und instrumentellen Messvarianten.
3. ZIELSETZUNG: Definition der Forschungsziele, insbesondere die Entwicklung einer feldtauglichen Sensorkalibrierung und Untersuchung der Auswirkungen von Überfahrtgeschwindigkeiten.
4. DATENERFASSUNG: Beschreibung des Prüfstandsaufbaus, der verwendeten Sensorik, der Datenspeicherung sowie der Methodik zur Referenzwertermittlung für Trockensubstanz, Rohprotein und Rohfaser.
5. DATENAUSWERTUNG: Detaillierte Darstellung der statistischen Verfahren (ANOVA, PCA, mPLS) zur Datenanalyse sowie der Ergebnisse zur Kalibrierung und Validierung der Messmodelle.
6. AUSBLICK: Diskussion der Erkenntnisse, Identifikation von Schwachstellen und Aufzeigen weiterführender statistischer Ansätze wie PDS und OSC zur Verbesserung der Kalibrierungsstabilität.
Nahinfrarot-Spektroskopie, NIRS, Strohballen, Inhaltsstoffe, Kalibrierung, Trockenmasse, Rohprotein, Rohfaser, Überfahrtgeschwindigkeit, Sensorik, Statistik, Varianzanalyse, Hauptkomponentenanalyse, Landtechnik, Futterqualität
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von NIRS-Sensoren in der Landwirtschaft, um Inhaltsstoffe von Stroh direkt auf dem Feld effizient und zerstörungsfrei zu bestimmen.
Im Zentrum stehen die Entwicklung einer robusten Gerätekalibrierung, die Untersuchung von Störgrößen wie Überfahrtgeschwindigkeit sowie die Analyse der Übertragbarkeit von Messdaten.
Das Ziel ist die Erstellung einer zuverlässigen, reproduzierbaren Kalibrierung für NIRS-Sensoren, die auch im mobilen Feldeinsatz unter variablen Bedingungen präzise Qualitätsdaten liefert.
Es kommen multivariate statistische Methoden zum Einsatz, insbesondere die Hauptkomponentenanalyse (PCA) zur Datenkomprimierung und das Partial Least Square (PLS)-Verfahren zur Regressionsmodellierung.
Der Hauptteil gliedert sich in den Versuchsaufbau am Prüfstand, die detaillierte Beschreibung der Probenentnahme und Labornachuntersuchungen sowie die statistische Auswertung und Modellbildung.
Zentrale Begriffe sind NIRS-Spektroskopie, Strohballenanalyse, Kalibrierungsmodellierung, Trockensubstanz, Rohfasergehalt und mobile Landtechnik.
Bei diesen Chargen traten aufgrund extremer Wetterbedingungen und mechanischer Schwingungen während der Messung Störungen auf, die die Qualität der Daten beeinträchtigten.
Die Geschwindigkeit beeinflusst die spektrale Datenerfassung massiv; die Arbeit zeigt, dass eine Kalibrierung für eine bestimmte Geschwindigkeit nicht ohne Weiteres auf andere Bewegungsabläufe übertragbar ist.
Nein, die Untersuchung ergab, dass die für Ballenmessungen erstellten Modelle nicht direkt auf die Einzelballenmessungen übertragbar sind.
Im Gegensatz zur Multiple Linear Regression (MLR) gehen beim Partial Least Square (PLS)-Verfahren keine Informationen verloren und die Modellzusammenhänge bleiben detailliert nachvollziehbar.
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