Bachelorarbeit, 2018
46 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Ziel und Gang der Arbeit
2 Das Unternehmen in der Dienstleistungsgesellschaft
2.1 Begriffsabgrenzung Dienstleistungen
2.2 Industrielle / Industrienahe Dienstleistungen
2.3 Der zukünftige Bedarf an Dienstleistungen
2.3.1 Demographische Entwicklungen
2.3.2 Gesellschaftliche Entwicklungen
2.3.3 Entwicklungen des Konsumentenverhaltens
2.3.4 Entwicklungen der Märkte
2.3.5 Technologische Entwicklungen
2.4 Tertiärer Sektor im Wirtschaftsstandort Deutschland
2.5 Kundennutzen / Kundenlösungen
3 Hybride Produkte / hybride Leistungsbündel
3.1 Charakteristika hybrider Produkte
3.1.1 Individuelle Abstimmung auf die Bedürfnisse der Kunden
3.1.2 Kombination aus Sach- und Dienstleistung
3.1.3 Technische Integration der Leistungskomponenten
3.2 Besondere Kennzeichen eines hybriden Produkts
3.3 Integrationsgrad des externen Faktors Kunde
3.4 Ziel hybrider Leistungsbündel
3.5 Praxisbeispiele hybrider Leistungsbündel
3.6 Der HLB-Lebenszyklus
3.7 Geschäftsmodelle im Kontext hybrider Leistungsbündel
3.7.1 Funktionsorientiertes HLB-Geschäftsmodell
3.7.2 Verfügbarkeitsorientiertes HLB-Geschäftsmodell
3.7.3 Ergebnisorientiertes HLB-Geschäftsmodell
4 Strategisches Controlling von hybriden Leistungsbündeln
4.1 Chancen und Risiken hybrider Leistungsbündel
4.1.1 Chancen
4.1.2 Risiken
4.2 Strategisches vs. operatives HLB-Controlling
4.3 Instrumente des strategischen Controllings von HLB
4.3.1 Balanced Scorecard
4.3.2 Weiterentwickelte Balanced Scorecard für HLB
4.3.2.1 Potenzialperspektive
4.3.2.2 Geschäftsprozessperspektive
4.3.2.3 Kundenperspektive
4.3.2.4 Beziehungsperspektive
4.3.2.5 Finanzielle Perspektive
4.3.3 Target Costing
4.3.4 Prozesskostenrechnung
4.3.5 Hybride Prozesskostenrechnung
4.3.5.1 Prozessanalyse
4.3.5.2 Bestimmung langfristiger Kostentreiber
4.3.5.3 Kalkulation
4.3.6 Praxisbeispiel zur präventiven Instandhaltung
4.3.7 Prozesswertanalyse
4.4 Kostenmanagementsystem für hybride Leistungsbündel
5 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, strategische Controlling-Instrumente für hybride Leistungsbündel zu identifizieren und darzustellen, um die Wirtschaftlichkeit dieser integrierten Konzepte aus Sach- und Dienstleistungen nachhaltig zu sichern.
1 Einleitung
In der deutschen Wirtschaft - sowie in allen industriell entwickelten Ländern - gewinnen Dienstleistungen ständig an Bedeutung. Verdeutlicht wird dies, indem Dienstleistungen immer häufiger zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft herangezogen werden.1
Um heutzutage eine langfristige, wettbewerbsfähige Marktposition erlangen zu können, genügt es Unternehmen meist nicht mehr, eine Sachleistung oder Dienstleistung isoliert anzubieten. An Bedeutung gewinnen vielmehr Angebote, die eine Kombination aus Sach- und Dienstleistungen darstellen und als Leistungsbündel am Markt verkauft werden.2
Insbesondere in der Investitionsgüterindustrie erwarten Kunden zunehmend maßgeschneiderte Problemlösungen, die sich einfach in bestehende Wertschöpfungsketten integrieren lassen und austauschbare Prozesselemente ohne langfristige Verpflichtungen beinhalten. Während in der Vergangenheit die Konzentration ausschließlich auf die Wirtschaftlichkeit, Produktivität und Qualität der Sachleistung erfolgte, ist diese in der heutigen Zeit nicht mehr ohne ein geeignetes Dienstleistungsangebot ausreichend.3
Wichtige Erkenntnisse der wahren Kundenbedürfnisse werden erst durch die zunehmende Integration des Anbieters in die Kundenprozesse deutlich, wodurch letztendlich Raum für Innovationsschübe entsteht. Sach- und Dienstleistungen müssen integriert geplant, entwickelt, erbracht und genutzt werden, nur dadurch lassen sich Kundenanforderungen umfassend berücksichtigen sowie ein maximaler Kundennutzen realisieren. Durch Kontrolle der integrierten Planung, Entwicklung, Implementierung, Erbringung und Nutzung von Leistungsbündeln, welche sich aus Sach- und Dienstleistungsanteilen zusammensetzen, entsteht für Unternehmen zukünftig eine wettbewerbsentscheidende Schlüsselkompetenz.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Dienstleistungen und hybriden Leistungsbündeln für die Wettbewerbsfähigkeit in der heutigen Wirtschaft und definiert das Ziel der Arbeit.
2 Das Unternehmen in der Dienstleistungsgesellschaft: Dieses Kapitel analysiert die sozioökonomischen Trends zur Dienstleistungsgesellschaft und grenzt Begriffe wie industrielle Dienstleistungen und Kundennutzen voneinander ab.
3 Hybride Produkte / hybride Leistungsbündel: Hier werden die Kerneigenschaften, der Lebenszyklus und verschiedene Geschäftsmodelltypen hybrider Leistungsbündel sowie deren Bedeutung für die Innovationskraft detailliert erläutert.
4 Strategisches Controlling von hybriden Leistungsbündeln: Dieses Kapitel stellt Controlling-Instrumente vor – wie die Balanced Scorecard, Target Costing und Prozesskostenrechnung –, die speziell auf die Anforderungen hybrider Leistungsbündel angepasst wurden.
5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Schlussbetrachtung fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels hin zur Nutzenführerschaft für zukünftigen Unternehmenserfolg.
Hybride Leistungsbündel, Sachleistung, Dienstleistung, Kundenintegration, Wertschöpfung, Strategisches Controlling, Lebenszyklus, Balanced Scorecard, Target Costing, Prozesskostenrechnung, Prozesswertanalyse, Kundennutzen, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsfähigkeit.
Die Arbeit untersucht die Integration von Sach- und Dienstleistungen zu sogenannten hybriden Leistungsbündeln und deren Steuerung durch moderne Controlling-Instrumente in produzierenden Unternehmen.
Die Themenschwerpunkte liegen auf der Transformation zur Dienstleistungsgesellschaft, der Definition und dem Management von hybriden Produkten sowie dem Einsatz strategischer Controlling-Methoden zur Erfolgsmaximierung.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen mittels geeigneter Controlling-Instrumente die Planung, Entwicklung und Nutzung hybrider Leistungsbündel kundenorientiert und wirtschaftlich steuern können.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die systematische Ableitung von Anforderungen aus dem Lebenszyklus hybrider Leistungsbündel, um bestehende Controlling-Modelle (wie die Prozesskostenrechnung) methodisch weiterzuentwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Dienstleistungsphilosophie, die Erläuterung der HLB-Konzepte inklusive der Geschäftsmodell-Typologien sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit strategischen Controlling-Ansätzen für die genannten hybriden Produkte.
Wichtige Begriffe sind Hybride Leistungsbündel, Kundenintegration, Service Engineering, strategisches Controlling, Prozesswertanalyse und Wirtschaftlichkeit.
Klassische Methoden sind häufig zu stark auf die Produktion materieller Güter fixiert; da hybride Leistungsbündel jedoch eine enge Kundenintegration und immaterielle Anteile aufweisen, erfordern sie eine Dynamik und Transparenz, die nur weiterentwickelte Instrumente bieten können.
Sie ermöglicht die Klassifizierung von Geschäftsprozessen hinsichtlich deren Effektivität und Effizienz, trägt zur Identifikation von Wertschöpfungspotenzialen bei und hilft dabei, nicht-wertschöpfende Prozesse aus dem HLB-Portfolio zu entfernen.
Sie ergänzt die klassischen Perspektiven (Finanzen, Kunden, Prozesse) um eine Potenzialperspektive zur Abbildung technischer Kompetenzen und eine Beziehungsperspektive für die spezifische Anbieter-Kunden-Interaktion.
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