Bachelorarbeit, 2022
48 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Sozioökonomische Benachteiligung und die Corona-Pandemie
2.1 Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Familien
2.2 Benachteiligung unter dem Aspekt der Bildung
2.3 Virtueller Unterricht während der Corona-Pandemie
2.3.1 Distanzunterricht
2.3.2 Hybridunterricht
3. Kategorisierung der Herausforderungen mithilfe der Kapitaltheorie
3.1 Das ökonomische Kapital
3.2 Das kulturelle Kapital
3.3 Das soziale Kapital
4. Auswirkungen des virtuellen Unterrichts auf die Schüler*innen aus sozioökonomisch benachteiligten Familien
4.1 Defizitorientierung der Lehrkräfte
4.2 Wohlbefinden und Gesundheit
4.3 Soziale Kompetenzen
4.4 Zeitaufwand
4.5 Schulische Leistungen
5. Chancen und Risiken des virtuellen Unterrichts
6. Interventionsmaßnahmen
7. Diskussion
8. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht theoretisch, wie der virtuelle Unterricht während der Corona-Pandemie Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Familien beeinträchtigt hat, wobei ein besonderer Fokus auf der Anwendung der Kapitaltheorie nach Pierre Bourdieu liegt.
3.1 Das ökonomische Kapital
Das ökonomische Kapital umfasst alle finanziellen Ressourcen. Sozioökonomisch benachteiligte Familien haben, im Gegensatz zu anderen Familien, weniger finanzielle Ressourcen zur Verfügung. Während des virtuellen Unterrichts musste sich das Wissen über digitale Endgeräte angeeignet werden. Fehlende finanzielle Ressourcen für diese digitalen Endgeräte stellen die erste Ursache für ein erschwertes Lernen dar (Helm et al. 2021: 63). Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Familien haben Probleme, bei einer schnellen Vorgehensweise die Inhalte zu verstehen. Dadurch haben sich Schwierigkeiten beim Lösen der Aufgaben ergeben (Huebener & Schmitz 2020: 6). Nachhilfestunden zur Unterstützung bei den Aufgaben sind aufgrund fehlender finanzieller Ressourcen nicht möglich (Helm et al. 2021: 63). Familien, bei denen die finanziellen Mittel vorhanden sind, können ihre Kinder dementsprechend besser unterstützen und fördern. Auch die Räumlichkeiten, in denen die Schüler*innen aus benachteiligten Familien wohnen und lernen, sind von Bedeutung. In einer kleinen Wohnung mit mehreren Familienmitgliedern zu wohnen, impliziert viele Herausforderungen. Ein fehlender Rückzugsort und eine störende Lernatmosphäre stellen zwei dieser Herausforderungen dar (Andresen et al. 2020: 20; Lichtenberger & Ranftler 2020: 153).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des virtuellen Unterrichts während der Corona-Pandemie für benachteiligte Kinder ein und definiert das Forschungsziel der Arbeit.
2. Sozioökonomische Benachteiligung und die Corona-Pandemie: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Benachteiligung und Bildungsungleichheit und bietet einen Überblick über verschiedene Unterrichtsszenarien während der Pandemie.
3. Kategorisierung der Herausforderungen mithilfe der Kapitaltheorie: Unter Rückgriff auf Pierre Bourdieu werden die Schwierigkeiten der Schüler*innen in ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital unterteilt und systematisiert.
4. Auswirkungen des virtuellen Unterrichts auf die Schüler*innen aus sozioökonomisch benachteiligten Familien: Hier werden die negativen Folgen, von der Defizitorientierung der Lehrkräfte bis hin zu Auswirkungen auf Gesundheit und Schulleistung, detailliert dargelegt.
5. Chancen und Risiken des virtuellen Unterrichts: Dieses Kapitel evaluiert die Potenziale sowie die Gefahren, die mit dem virtuellen Unterricht in Bezug auf Autonomie und Digitalisierung einhergehen.
6. Interventionsmaßnahmen: Es werden Strategien zur Verbesserung der Situation für benachteiligte Schüler*innen vorgeschlagen, darunter medienpädagogische Förderung und strukturelle Anpassungen im Bildungssystem.
7. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und in den aktuellen Forschungsstand eingeordnet, wobei die Notwendigkeit einer differenzierteren Betrachtung betont wird.
8. Fazit und Ausblick: Diese abschließenden Ausführungen fassen die zentralen Erkenntnisse zusammen und zeigen Limitationen sowie Anreize für zukünftige Studien auf.
Corona-Pandemie, virtueller Unterricht, sozioökonomische Benachteiligung, Bildungsungleichheit, Kapitaltheorie, Pierre Bourdieu, Distanzunterricht, Hybridunterricht, Digital Divide, Schüler*innen, Lernbedingungen, psychische Belastung, Chancengleichheit, Medienkompetenz, Bildungsdefizite
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und negativen Auswirkungen, denen Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Familien während des virtuellen Unterrichts in der Corona-Pandemie gegenüberstanden.
Die zentralen Themen umfassen soziale Ungleichheit, Bildungsgerechtigkeit, die Funktionsweise und Auswirkungen des virtuellen Unterrichts sowie die Rolle des Elternhauses und der Lehrkräfte.
Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche bereichsspezifischen Auswirkungen der virtuelle Unterricht auf benachteiligte Kinder hatte und mittels der Kapitaltheorie zu systematisieren.
Die Autorin nutzt die Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu als theoretischen Rahmen, um die verschiedenen Benachteiligungsformen systematisch zu klassifizieren und ihre Folgen objektiv darzustellen.
Der Hauptteil analysiert die Herausforderungen anhand der drei Kapitalarten nach Bourdieu und beleuchtet die Auswirkungen auf das Wohlbefinden, soziale Kompetenzen, Zeitaufwand und schulische Leistungen.
Wichtige Begriffe sind Corona-Pandemie, sozioökonomische Benachteiligung, Bildungsungleichheit, Kapitaltheorie, virtueller Unterricht und Chancengleichheit.
Das kulturelle Kapital, insbesondere das Wissen der Eltern und deren Haltung zur Schule, ist entscheidend, da Eltern bei fehlender Unterstützung durch Lehrkräfte oft die Rolle der Lernbegleiter übernehmen mussten, wozu viele aufgrund fehlender Bildungsabschlüsse nicht in der Lage waren.
Der Begriff beschreibt, dass Kinder aus sozioökonomisch schwachen Verhältnissen aufgrund ihrer eingeschränkten Ressourcen (finanziell, technisch, personell) während der Schulschließungen deutlich schlechtere Lernvoraussetzungen hatten als Gleichaltrige aus privilegierten Familien.
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