Bachelorarbeit, 2016
58 Seiten, Note: 1,0
A. Einführung
I. Problemstellung
II. Zielsetzung, Gang und Abgrenzung der Arbeit
B. Begriff der Sanierung und Entstehung von Sanierungsgewinnen
I. Begriffsbestimmung zur Sanierung
II. Entstehung von Sanierungsgewinnen
1. Erlassvertrag gem. § 397 Abs. 1 BGB
2. Negatives Schuldanerkenntnis
3. Bilanzielle Abbildung
C. Rechtsentwicklung der steuerlichen Behandlung von Sanierungsgewinnen
D. Allgemeine Billigkeitsregelungen der AO
I. Zweck der Billigkeitsregelungen
II. Tatbestandliche Voraussetzungen
1. Persönliche Unbilligkeit
2. Sachliche Unbilligkeit
E. Ertragsteuerliche Behandlung von Sanierungsgewinnen nach dem Sanierungserlass
I. Anwendungsbereich des Sanierungserlasses
II. Voraussetzungen eines begünstigten Sanierungsgewinns nach dem Sanierungserlass
1. Sanierungsbedürftigkeit des Unternehmens
2. Sanierungsfähigkeit des Unternehmens
3. Sanierungsabsicht der verzichtenden Gläubiger
4. Sanierungseignung des Schuldenerlasses
III. Ermittlung des Sanierungsgewinns der Höhe nach
IV. Rechtsfolgen
F. Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit nationalem Recht
I. Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung
1. Grundsätzliches
a) Vorrang des Gesetzes
b) Vorbehalt des Gesetzes
2. Anwendung der Grundsätze auf den Sanierungserlass
a) Stand der Rechtsprechung
b) Herleitung des gesetzgeberischen Willens
c) Ermessensentscheidung im Einzelfall
II. Leistungsfähigkeitsprinzip und Übermaßverbot
G. Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit europäischem Recht
I. Binnenmarktkonzept
II. Prüfung des Sanierungserlasses unter Beihilfe-Aspekten
1. Gewährung einer Begünstigung
2. Begünstigungsgewährung aus staatlichen Mitteln
3. Beeinträchtigung des Wettbewerbs und des innergemeinschaftlichen Handels
4. Selektivität der steuerlichen Maßnahme
a) Festlegung des Referenzsystems
b) Selektive Abweichung vom allgemeinen System
c) Rechtfertigung
H. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die steuerliche Behandlung von Sanierungsgewinnen und analysiert kritisch die Vereinbarkeit des sogenannten Sanierungserlasses des Bundesministeriums der Finanzen mit nationalem und europäischem Recht, insbesondere in Anbetracht des Grundsatzes der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung und des Beihilferechts.
1. Erlassvertrag gem. § 397 Abs. 1 BGB
Mit einem Erlassvertrag nach § 397 Abs. 1 BGB erklärt der Gläubiger den Verzicht auf eine einzelne, konkrete Forderung. Voraussetzung dafür ist der Abschluss eines beidseitigen Vertrages über die Aufhebung der Forderung, wobei der Vertrag formfrei geschlossen werden kann. Zwar ist auch ein Erlassvertrag durch konkludentes Handeln generell möglich. Jedoch muss ein eindeutiges Verhalten des Gläubigers erkennbar sein. Die Wirkung des Erlassvertrages ist identisch mit der einer Erfüllung: Das Schuldverhältnis erlischt unmittelbar.
A. Einführung: Darstellung der Problematik von Sanierungsgewinnen in der Unternehmenskrise und der Zielsetzung, die Rechtmäßigkeit des Sanierungserlasses zu bewerten.
B. Begriff der Sanierung und Entstehung von Sanierungsgewinnen: Erläuterung des Sanierungsbegriffs sowie der bilanziellen Entstehung und Behandlung von Sanierungsgewinnen durch Forderungsverzicht.
C. Rechtsentwicklung der steuerlichen Behandlung von Sanierungsgewinnen: Historischer Rückblick auf die wechselhafte steuerliche Privilegierung von Sanierungsgewinnen in Deutschland.
D. Allgemeine Billigkeitsregelungen der AO: Erörterung der Zweckbestimmung und Voraussetzungen der Billigkeitsmaßnahmen nach §§ 163, 227 AO.
E. Ertragsteuerliche Behandlung von Sanierungsgewinnen nach dem Sanierungserlass: Analyse des Anwendungsbereichs, der Tatbestandsvoraussetzungen und Rechtsfolgen nach dem BMF-Schreiben.
F. Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit nationalem Recht: Untersuchung der Frage, ob der Sanierungserlass den Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung verletzt.
G. Vereinbarkeit des Sanierungserlasses mit europäischem Recht: Überprüfung, ob der Sanierungserlasses ein verbotenes Beihilfesystem im Sinne des Binnenmarktkonzepts darstellt.
H. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung zur Zulässigkeit des Sanierungserlasses unter nationalen und europäischen Gesichtspunkten.
Sanierungserlass, Sanierungsgewinn, Forderungsverzicht, Billigkeitsregelungen, Abgabenordnung, Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, Unternehmenskrise, Steuerbefreiung, BMF-Schreiben, Beihilferecht, Europarecht, Leistungsfähigkeitsprinzip, Ertragsteuer, Verlustvortrag.
Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von sogenannten Sanierungsgewinnen, die durch einen Forderungsverzicht von Gläubigern bei einem finanziell angeschlagenen Unternehmen entstehen.
Zentrale Themen sind die rechtliche Qualifikation von Sanierungsmaßnahmen, die steuerliche Billigkeitsprüfung nach der Abgabenordnung, verfassungsrechtliche Aspekte der Verwaltungspraxis sowie Fragen des europäischen Beihilferechts.
Das Ziel ist es, zu untersuchen und rechtlich zu bewerten, ob der sogenannte Sanierungserlass des BMF mit höherrangigem nationalem und europäischem Recht vereinbar ist.
Es handelt sich um eine juristische Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse von Gesetzen, Rechtsprechung (insbesondere BFH) und der fachwissenschaftlichen Literatur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Sanierung, die Entwicklung der steuerlichen Behandlung, die Analyse der Billigkeit, die Voraussetzungen des Erlasses sowie eine tiefgehende Prüfung der nationalen und europäischen Rechtmäßigkeit.
Wichtige Begriffe sind insbesondere: Sanierungserlass, Billigkeit (AO), Beihilfenverbot (AEUV), Gesetzmäßigkeit der Verwaltung und Leistungsfähigkeitsprinzip.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Sanierungserlass eine zulässige Konkretisierung der Ermessensspielräume der Finanzverwaltung im Rahmen der §§ 163, 227 AO darstellt.
Ja, da die steuerliche Freistellung als staatliche Maßnahme eingestuft werden kann. Der Autor argumentiert jedoch, dass mangels Selektivität keine unzulässige gemeinschaftsrechtswidrige Beihilfe vorliegt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

