Diplomarbeit, 2007
87 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung in die Thematik
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Kleine und mittlere Unternehmen
2.1 Definition kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
2.2 Abgrenzungsmerkmale für KMU nach HGB
2.3 Abgrenzungsmerkmale für KMU nach der Mittelstandsdefinition des IFM Bonn
2.4 Abgrenzungsmerkmale für KMU nach der Empfehlung der EU Kommission
2.5 Qualitative Merkmale von KMU
2.6 Familienunternehmen
3 Basel II
3.1 Historische Entwicklung: Von Basel I zu Basel II
3.2 Basel II heute
3.3 Methodenwahl im Kreditrisikobereich
3.4 Der Standardansatz
3.5 Internal Ratings Based Approach (IRB)
4 Einflussgrößen auf die Unternehmensnachfolge
5 Empirische Analyse
5.1 Datensatz und Untersuchungsmethodologie
5.2 Deskriptive Statistik und Interferenzen
5.3 Abhängigkeit zwischen einzelnen Variablen (t-Test)
5.4 Schätzverfahren und empirische Ergebnisse
5.4.1 Probit-Modell
5.4.2 Probit Ergebnisse
5.4.3 Ordered Probit Modell / Rangfolgemodell
5.4.4 Ordered Probit Ergebnisse
6 Exkurs: Banken/Sparkassen und Ratingagenturen
6.1 Banken/Sparkassen
6.2 Rating-Agenturen
6.2.1 Moody´s Deutschland GmbH
6.2.2 Peri-Werk Artur Schwoerer GmbH & Co. KG
6.3 Zur Bedeutung der Creditreform
7 Kritischer Rückblick und weiterer Forschungsbedarf
8 Abschließende Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der neuen Basler Eigenkapitalverordnung (Basel II) auf die Gestaltung der Unternehmensnachfolge in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Dabei soll geklärt werden, inwieweit die Unternehmensnachfolge als Faktor in die bankinterne Risikobewertung und das Rating einfließt und ob Unternehmer, die ihre Nachfolge planen, von verbesserten Kreditkonditionen ausgehen.
1.1 Problemstellung
In der Betriebs- und Volkswirtschaftlehre ist die strategische Ausrichtung von Unternehmen seit Jahrzehnten Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Im Besonderen unterliegen die kleinen- und mittelständischen Unternehmen, abgekürzt KMU, einem ökonomischen Fokus, da sie zu Recht als tragende Säule der deutschen Wirtschaft bezeichnet werden. Die KMU machen den großen Anteil von 99,7% aller 3,4 Mio. deutschen Unternehmen aus, wobei 81% als Klein- und Kleinstunternehmen gewertet werden. So sind beispielsweise 68% aller Arbeitnehmer und 82% aller Auszubildenden in NRW in KMU beschäftigt. Diese Unternehmen tätigen fast die Hälfte aller Investitionen im Bundesland NRW und tragen mit 42% zur Bruttowertschöpfung bei. Insgesamt bilden KMU in Deutschland das „Herz und Rückrat“ der deutschen Wirtschaft und spielen eine tragende wirtschaftliche Rolle als Arbeitgeber, Ausbilder, Investor und Innovator.
Vor diesem Hintergrund ist die hohe und stetig steigende Anzahl wissenschaftlicher Arbeiten zu den Erfolgsfaktoren von KMU ebenso nachvollziehbar wie wünschenswert. Im Fokus der Forschung stehen zumeist unternehmerspezifische Charakteristika wie Alter, Geschlecht, Ausbildung und Familienstand oder aber unternehmensspezifische Merkmale wie Unternehmensalter, Anzahl der Mitarbeiter, Rechtsform und Eigenkapitalausstattung. Ein aktueller Schwerpunkt in der Forschung ist auch die Nachfolgeregelung dieser Unternehmen, denn viele KMU müssen derzeit einen Unternehmensnachfolger bestimmen.
1 Einführung in die Thematik: Kapitel 1 erläutert die Bedeutung von KMU für die deutsche Wirtschaft und führt in die Problemstellung der Unternehmensnachfolge sowie das Forschungsziel ein.
2 Kleine und mittlere Unternehmen: Dieses Kapitel definiert den KMU-Begriff mittels verschiedener quantitativer und qualitativer Abgrenzungsmerkmale und geht auf die Besonderheiten von Familienunternehmen ein.
3 Basel II: Kapitel 3 stellt die historische Entwicklung und die Funktionsweise von Basel II sowie die verschiedenen Ratingmethoden (Standardansatz vs. IRB-Ansatz) dar.
4 Einflussgrößen auf die Unternehmensnachfolge: Dieses Kapitel skizziert den aktuellen Forschungsstand zu den Determinanten der Unternehmensnachfolge und den Herausforderungen bei Generationswechseln.
5 Empirische Analyse: Kapitel 5 präsentiert den Datensatz und die methodologische Vorgehensweise der durchgeführten Befragung von KMU in NRW sowie die statistischen Ergebnisse.
6 Exkurs: Banken/Sparkassen und Ratingagenturen: Dieses Kapitel untersucht beispielhaft die Einflüsse der Nachfolgeregelung auf das Rating bei der Sparkasse Bochum sowie bei der Ratingagentur Moody’s.
7 Kritischer Rückblick und weiterer Forschungsbedarf: Hier werden die Ergebnisse kritisch diskutiert, die Repräsentativität bewertet und Ansätze für zukünftige Forschung aufgezeigt.
8 Abschließende Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen.
Basel II, Unternehmensnachfolge, KMU, Familienunternehmen, Rating, Kreditkonditionen, Banken, Sparkassen, Bonität, Eigenkapitalausstattung, KMU-Definition, Nachfolgeplanung, Probit-Modell, Unternehmensführung, Kreditrisiko
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, welchen Einfluss die Eigenkapitalverordnung Basel II auf die Unternehmensnachfolge in kleinen und mittelständischen Unternehmen hat.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition und Merkmale von KMU, die Funktionsweise von Basel II sowie die Analyse der Nachfolgeregelung als qualitativen Ratingfaktor.
Das Ziel ist es, den Einfluss von Basel II auf die Gestaltung der Nachfolge in KMU zu untersuchen und zu erörtern, ob eine geregelte Nachfolge positive Auswirkungen auf das Rating und die Kreditkonditionen hat.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse und einer eigenen empirischen Befragung, deren Daten mittels multivariater Schätzmodelle (Probit- und Ordered Probit Modelle) ausgewertet werden.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen zu KMU und Basel II, die empirische Analyse der Befragungsdaten sowie Exkurse zu Ratingprozessen bei Banken und Agenturen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Basel II, Unternehmensnachfolge, KMU, Rating und Bonitätsprüfung charakterisiert.
Die Sparkasse Bochum dient als Praxisbeispiel für die Berücksichtigung der Nachfolgeregelung im internen Ratingprozess und ermöglicht eine Verknüpfung der theoretischen Überlegungen mit der Bankenpraxis.
Die Umfrage zeigt eine Tendenz dazu, Basel II als Reform zu verstehen, die zwar das Rating beeinflusst, aber von vielen Unternehmern neutral oder als Herausforderung wahrgenommen wird.
Die Komplexität ergibt sich aus der Verflechtung der zwei sozialen Systeme Familie und Unternehmen sowie der Notwendigkeit, sowohl fachliche als auch emotionale Aspekte in die Planung einzubeziehen.
Die Arbeit stellt fest, dass eine geregelte Nachfolge zwar als positiver „weicher“ Faktor in das Rating einfließt, jedoch in der Gesamtschau einer von vielen Faktoren bleibt, die individuell bewertet werden.
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