Bachelorarbeit, 2021
44 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung in die Thematik
1.1 Begriffsdefinitionen
1.2 Relevanz der Bewegung für kindliche Entwicklung
1.2.1 Gesundheitlicher Aspekt der Bewegung
1.2.2 Problematik des Bewegungsmangels in Zeiten der Pandemie
1.3 Fragestellung
1.3.1 Beschreibung der Forschungsfrage
2. Hauptteil mit Fokus auf pandemische Umstände
2.1 Persönliche Motivation
2.2 Öffentlicher Diskurs zur Kinderkultur in der Pandemie
2.3 Unterschiede des ersten und zweiten Lockdowns im Vergleich
2.3.1 Unterschiede im COVID-19-Alltag während der Lockdowns
2.3.2 Auslöser für das veränderte Bewegungsverhalten
2.4 Familie als Bezugspunkt und Einflussfaktor der Bewegungsaktivität
2.4.1 Zusammenhang zur Bildungsschicht und Bewegungsalltag
2.4.2 Regionale Einflüsse auf die Bewegungsaktivität
2.4.3 Geschlechtsspezifische Unterschiede
2.5 Folgen durch Bewegungsmangel
2.5.1 Gesundheitlicher Aspekt
2.5.2 Psychische Auswirkungen der Isolation und Bewegungsarmut
2.6 Weitere Erkenntnisse meiner empirischen Befunde
2.7 Kritik an den Beschränkungen des Lockdowns
3. Schlussteil mit Ausblick
3.1 Zusammenfassung der Erkenntnisse
3.2 Entwicklungen seit dem zweiten Lockdown
3.3 Persönliches Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen des zweiten Lockdowns der COVID-19-Pandemie auf das Bewegungsverhalten von Grundschulkindern. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Einflüsse und Abhängigkeiten zu Veränderungen in der Bewegungsaktivität führen und welche kurz- sowie langfristigen gesundheitlichen und sozio-emotionalen Konsequenzen sich daraus für die betroffenen Kinder ergeben.
1. Einleitung in die Thematik
In der COVID-19-Pandemie mussten alle Menschen deutliche Einschränkungen zum Schutze der allgemeinen Gesundheit hinnehmen. Doch der Personenkreis der Kinder und Jugendlichen war in ganz besonderem Maß betroffen. Home-Schooling mit kaum entwickelten (digitalen) Konzepten und mittels veralteter Methoden konnte den Schüler*innen über Monate hinweg keinen gleichwertigen Unterricht bieten. Neben Wissenslücken, bedingt durch Online-Lehre beziehungsweise Wechselunterricht, zeigten sich ebenso weitere Problemfelder auf, welche in ihren zukünftigen Auswirkungen noch nicht vollends abzuschätzen sind. Kinder und Jugendliche wurden vor unerwartete Herausforderungen gestellt. Sie haben sich besonders während des zweiten Lockdowns im Winter 2020 bis Frühjahr 2021 deutlich zu wenig aktiv bewegt, stattdessen neigten viele zu einem übermäßigen Medien-Konsum an technischen Endgeräten. Die Hälfte der Heranwachsenden erreichte daher eine durchschnittliche Bildschirmzeit von über acht Stunden pro Tag (Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (1), 2020, S. 35). Vor der Krise waren es nur circa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen, welche derartig viel Zeit vor einem Bildschirm verbrachten.
Dies ist mehreren Ursachen geschuldet. Soziale Kontakte sollten während der Pandemie auf ein Minimum reduziert werden, weshalb das analoge Spielen mit Freunden als Aktivität kaum umsetzbar war und zeitweise verboten wurde. Zudem stellte das nasskalte Herbst-Winter-Wetter keine attraktive Möglichkeit zum Bewegen an der frischen Luft dar, sodass lieber Zeit in den eigenen vier Wänden Zeit verbracht wurde. „Die Pandemie […] macht unsere Kinder müde, krank und dick“, titelt dazu das MAGAZIN SCHULE Ende April 2021 (Brüggemeier, 2021). Ein allgemeiner Bewegungsmangel, welcher nicht erst seit der Pandemie für Probleme in der Gesellschaft sorgt, offenbart sich als Folge der Einschränkungen für Kinder und Jugendliche.
1. Einleitung in die Thematik: Einführung in die Problematik des reduzierten Bewegungsalltags von Kindern während der COVID-19-Pandemie und Formulierung der Forschungsfrage.
2. Hauptteil mit Fokus auf pandemische Umstände: Detaillierte Analyse der Einflussfaktoren wie Familie, soziale Schicht und Region auf die Bewegung sowie Darstellung der physischen und psychischen Folgen.
3. Schlussteil mit Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse sowie Reflexion über die Situation und Perspektiven für die Zeit nach dem zweiten Lockdown.
COVID-19, Lockdown, Bewegungsmangel, Kindheit, Grundschule, Bewegungsalltag, motorische Entwicklung, psychische Auswirkungen, Home-Schooling, Medienkonsum, Gesundheitsförderung, soziale Schicht, Sportvereine, Kinderkultur, Generation Alpha.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den drastischen Veränderungen des Alltags von Grundschulkindern während des zweiten Lockdowns der COVID-19-Pandemie, insbesondere unter dem Aspekt des massiven Bewegungsmangels.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Home-Schooling und Kontaktbeschränkungen auf die motorische, kognitive und sozio-emotionale Entwicklung von Kindern sowie die Rolle der Familie als Unterstützungsinstanz.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Einflüsse zu einem veränderten Bewegungsverhalten führen und welche kurz- sowie langfristigen Konsequenzen diese für die Gesundheit und Lebensqualität von Grundschulkindern haben.
Es wurde ein methodischer Triangulationsansatz gewählt, bestehend aus der Auswertung von Fachliteratur, einer quantitativen Elternbefragung von 104 Teilnehmern sowie qualitativen Einzelinterviews mit Kindern und Lehrkräften.
Der Hauptteil analysiert die Ursachen für den Rückgang der Bewegung, den Einfluss sozialer Faktoren und der Region sowie die kritische Reflexion der staatlichen Maßnahmen im Hinblick auf den gesundheitlichen Schutz von Kindern.
Schlüsselbegriffe sind primär COVID-19-Pandemie, Bewegungsmangel, Grundschüler*innen, Lockdown-Folgen, psychische Gesundheit und motorische Entwicklung.
Im ersten Lockdown konnten Kinder teilweise noch von mildem Frühlingswetter und unstrukturierter Zeit profitieren, während im zweiten Lockdown durch Winterwetter, verschärfte Kontaktverbote und digitalen Schulalltag eine deutliche Abnahme der Bewegungsaktivität zu verzeichnen war.
Die Autorin stellt fest, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien signifikant stärker von Bewegungsmangel betroffen sind, da ihnen häufiger die familiären Ressourcen für Ausgleichsbewegungen fehlen.
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