Examensarbeit, 2022
88 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Vorüberlegungen zu Gewalt und Macht im Kontext von Geschlecht in Mexiko
2.1 Terminologische Klärung von Macht, Gewalt, Exzess und Geschlecht
2.2 Gewalt gegen Mädchen und Frauen in Mexiko
2.2.1 USA – Mexiko
2.2.2 Peso-Krise, NAFTA und Maquila-Industrie
2.2.3 Geschlechterstereotypen und -rollen in Lateinamerika und Mexiko
2.3 Zur sozialen Konstruktion von Männlichkeit
2.3.1 Männlichkeit und Macht: Die hegemoniale Männlichkeit nach Connell
2.3.2 Männlichkeit im lateinamerikanischen und mexikanischen Raum
2.3.3 Männlichkeit und Gewalt: Das Mandat der Männlichkeit nach Segato
3 Männlichkeit, Gewalt und Exzess in der mexikanischen Gegenwartsliteratur am Beispiel Páradais von Fernanda Melchor
3.1 Zum Roman Páradais
3.2 Die Darstellung von Männlichkeit
3.2.1 Hegemoniale Männlichkeit und Minderwertigkeitskomplexe: Konstellationen von Über- und Unterlegenheit
3.2.2 Pädagogik der Grausamkeit, Mandat der Männlichkeit und Macho-Ideologie
3.3 Die Inszenierung von männlichem Blick und Weiblichkeit
3.3.1 Der männliche Blick – male gaze
3.3.2 Die Darstellung von unstereotypischer Weiblichkeit
3.4 Geschlecht, Gewalt und Exzess im literarischen Raum
3.4.1 Weiblichkeit und Schuld: biblische und mexikanische folkloristische Intertexte
3.4.2 Allegorie Páradais/USA/Franco/Exzess – Progreso/Mexiko/Polo/Mangel
3.4.3 Gewalt im Raum: Zur Darstellung von Über- und Unterlegenheit
3.4.4 Reinheit und Schmutz als Tropen
3.4.5 Die Inszenierung von Natur und Zivilisation im umzäunten Garten
4 Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht, wie Fernanda Melchors Roman Páradais durch die Darstellung von Gewalt, Exzess und Männlichkeit ein hyperrealistisches Bild der prekären gesellschaftlichen Verhältnisse in Mexiko zeichnet und dabei maskuline Identitätsentwürfe dekonstruiert.
Die Darstellung von Männlichkeit
Das vorliegende Kapitel geht der Frage nach, wie Fernanda Melchors Roman Páradais die Kategorie „Männlichkeit“ im Kontext von Gewalt und Exzess literarisch verarbeitet und welche Aussagen bzw. Positionen sie damit hinsichtlich soziologischer und anthropologischer Theorien vertritt. Im Fokus dieser Analyse stehen vor allem die Untersuchung der beiden Protagonisten Polo und Franco hinsichtlich der Inszenierung ihrer Männlichkeit. Hierbei werden weitere männliche Figuren in verschiedenen Konstellationen der Über- und Unterordnung mit Polo und Franco betrachtet und hinsichtlich Geschlechterdarbietung untersucht.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Verbindung von Gewalt und Männlichkeit in der mexikanischen Gegenwartsliteratur ein und motiviert die Auswahl des Romans Páradais.
2 Theoretische Vorüberlegungen zu Gewalt und Macht im Kontext von Geschlecht in Mexiko: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und beleuchtet die soziopolitischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die spezifische Formen der geschlechtsbezogenen Gewalt in Mexiko begünstigen.
3 Männlichkeit, Gewalt und Exzess in der mexikanischen Gegenwartsliteratur am Beispiel Páradais von Fernanda Melchor: Der Hauptteil analysiert die Romanfiguren Polo und Franco vor dem Hintergrund soziologischer Männlichkeitstheorien und untersucht die literarische Darstellung von Machtarrangements und Geschlechterrollen.
4 Schlussbemerkungen: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, dass der Roman durch seine drastische Ästhetik die patriarchale Struktur und die fatale Wirkung des "Mandats der Männlichkeit" erfolgreich offenlegt.
Fernanda Melchor, Páradais, Männlichkeit, Gewalt, Exzess, Geschlecht, Narcocultura, Mexiko, Machismo, hegemoniale Männlichkeit, feministische Literaturwissenschaft, Sozialisation, Machtverhältnisse
Die Arbeit analysiert, wie der mexikanische Roman Páradais von Fernanda Melchor die Kategorie der Männlichkeit im Zusammenhang mit Gewalt und Exzess thematisiert.
Die zentralen Felder sind die soziale Konstruktion von Männlichkeit, die Auswirkungen der Narcocultura auf soziale Normen sowie die Darstellung von Macht- und Unterdrückungsmechanismen.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie der Roman maskuline Identitätsentwürfe als fragil entlarvt und durch die Darstellung der Protagonisten zeigt, wie diese in gewalthaltige Strukturen sozialisiert werden.
Es werden soziologische und anthropologische Männlichkeitstheorien (insb. Raul Connell und Rita Segato) mit film- und literaturtherapeutischen Ansätzen zur Analyse von Blickachsen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Romans, die Untersuchung der männlichen Identitätskonstruktion sowie die Analyse, wie Weiblichkeit und Raum (Garten/Grenze) im Spannungsfeld von Macht und Unterdrückung inszeniert werden.
Wichtige Begriffe sind Páradais, Männlichkeit, Exzess, Gewalt, Mexiko, Narcocultura, Hegemonie und Machtverhältnisse.
Es dient dazu, die gewaltsamen Handlungen der Romanfiguren als erlerntes, strukturelles "Mandat der Männlichkeit" zu interpretieren, dem sich die Männer unterwerfen müssen, um als "ein Mann" zu gelten.
Der Garten wird als ein symbolisch aufgeladener Raum gedeutet, in dem natürliche und zivile Ordnungskonzepte aufeinanderprallen und soziale Hierarchien (Polo vs. Franco) räumlich manifestiert werden.
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