Masterarbeit, 2022
95 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Forschungsfragen
1.2 Forschungsdesign
1.3 Forschungsstand
2. Theoretische und methodische Grundlage
2.1 Theoretische Grundlage
2.2 Begriffsdefinitionen
2.3 Methodische Grundlage
2.4 Materialgrundlage/ -korpus
2.5 Vorgehensweise
3. Analyse, Datenauswertung und Interpretation
3.1 Postfordistische Kontextanalyse
3.2 Historische Kontextanalyse zu Deutschland
3.3 Historische Kontextanalyse zu Frankreich
3.4 Analyse der Sektoren und Direktinvestitionen für Deutschland
3.4.1 Beschäftigte nach Sektoren
3.4.2 Darstellung der gesamten Direktinvestitionen
3.4.3 Darstellung der chinesischen Direktinvestitionen
3.5 Analyse der Sektoren und Direktinvestitionen für Frankreich
3.5.1 Beschäftigte nach Sektoren
3.5.2 Darstellung der gesamten Direktinvestitionen
3.5.3 Darstellung der chinesischen Direktinvestitionen
3.6 Vergleichende Analyse von Beschäftigten und Investitionen
3.7 Inhaltsanalyse der medialen Reaktionen Deutschlands
3.7.1 Beschreibung der vorgefundenen Kategorien
3.7.2 Der Spiegel
3.7.3 Die Welt
3.8 Inhaltsanalyse der medialen Reaktionen Frankreichs
3.8.1 Beschreibung der vorgefundenen Kategorien
3.8.2 Libération
3.8.3 Le Figaro
3.9 Häufigkeitsanalyse der Kategorien
3.10 Analyse von Gesetzen/ Verordnungen/ Dekreten
3.10.1 Außenwirtschaftsverordnung
3.10.2 Code monétaire et financier
3.11 Zusammenfassende Analyse und Synthese
4. Fazit
Die Arbeit untersucht die Reaktionen auf strategische chinesische Direktinvestitionen in Deutschland und Frankreich. Das Ziel ist es, Diskurse in Medien und staatliche Reaktionen (Gesetzgebung) kritisch zu beleuchten und zu erforschen, ob China im Rahmen dieser ökonomischen Verflechtungen als Partner oder als Rivale wahrgenommen wird.
1. Einleitung
„Während des mehr als 5.000 Jahre währenden Zivilisations- und Entwicklungsprozesses hat die chinesische Nation einen unauslöschlichen Beitrag zur Zivilisation und zum Fortschritt der Menschheit geleistet.“ (Xi Jinping 2012: 1)
Seit Beginn der Wirtschaftsreformen im Jahr 1978 legte China einen bemerkenswerten wirtschaftlichen Aufstieg hin: Die langsame, aber sich stetig erweiternde Öffnung des Landes hatte die Versechzigfachung des Bruttoinlandprodukts, die Erklimmung des zweiten Ranges der Weltwirtschaftsmächte und den Rang als weltgrößten Industriefertiger zur Folge (vgl. Schmalz 2018: 13). Aufgrund dessen wurde China vormals auch häufig als die „verlängerte Werkbank der Welt“ (Zenglein et al. 2018: 1) bezeichnet, hauptsächlich bedingt durch den Export von günstigen Produkten. Dieser Status änderte sich im Laufe der letzten Jahre, denn mittlerweile wird das Reich der Mitte mehr und mehr selbst zum Exporteur von qualitativen Waren und auch von Kapital (vgl. Schmalz 2018: 13, 15). Auch im Bereich ausländischer Investitionen vermag das Reich der Mitte eine erstaunliche Bilanz vorzuweisen – 2 Billionen Dollar wurden seit der Öffnung des kommunistischen Landes durch ausländische Kapitalgeberinnen in den chinesischen Wirtschaftsstandort investiert (vgl. ebd.: 13).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas und dessen Transformation vom Exporteur günstiger Waren zum Kapitalexporteur ein und stellt die forschungsleitenden Fragen.
2. Theoretische und methodische Grundlage: Hier werden das Konzept der Wachstumsmodelle sowie die methodischen Ansätze der qualitativen Inhaltsanalyse und Dokumentenanalyse für die Untersuchung dargelegt.
3. Analyse, Datenauswertung und Interpretation: Das Kernstück der Arbeit liefert eine detaillierte historische Kontextanalyse, wertet Wirtschaftsdaten aus und untersucht medialen Diskurs sowie regulatorische Maßnahmen in Deutschland und Frankreich.
4. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet, wie Deutschland und Frankreich auf die Investitionen Chinas reagieren und welche strategische Haltung sie einnehmen.
Chinesische Direktinvestitionen, Deutschland, Frankreich, Wachstumsmodelle, Neoliberalismus, Außenwirtschaftsverordnung, Code monétaire et financier, Medienanalyse, Wirtschaftspolitik, Neue Seidenstraße, Schutz kritischer Infrastruktur, Kapitalismus, Standortattraktivität, Politische Ökonomie, Internationale Beziehungen.
Die Masterarbeit analysiert die politischen und medialen Reaktionen Deutschlands und Frankreichs auf chinesische Direktinvestitionen in deren Wirtschaft und Infrastruktur.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den Wirtschaftsmodellen der beiden Länder, der Analyse von Investitionsströmen in verschiedenen Sektoren sowie der kritischen Untersuchung des medialen Diskurses und der nationalen Gesetzgebung zum Investitionsschutz.
Die primäre Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, welche Reaktionen es seitens Deutschlands und Frankreichs auf chinesische Direktinvestitionen gab und ob diese als eher partnerschaftlich oder rivalisierend eingestuft werden.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus historischer Kontextanalyse, qualitativer Inhaltsanalyse (nach Mayring) von Printmedien sowie eine Dokumentenanalyse nationaler Gesetzestexte.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der nationalen Wachstumsmodelle, der sektoralen Verteilung chinesischer Investitionen und der systematischen Einordnung der medialen Berichterstattung sowie der Verschärfung investitionsrechtlicher Bestimmungen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie chinesische Direktinvestitionen, politische Ökonomie, Außenwirtschaftsverordnung, Wirtschaftsmodelle und kritische Diskursanalyse geprägt.
Während in Deutschland der Spiegel eher kritisch-negativ agiert, zeigt sich in den französischen Medien wie Libération eine starke Polarisierung; generell lässt sich jedoch bei beiden Ländern eine Tendenz zu einer kritischeren Haltung ab 2016 feststellen.
Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich wurden schrittweise strengere Prüfverfahren und Kontrollmechanismen für ausländische Investitionen in strategisch wichtigen Sektoren (Infrastruktur, Hochtechnologie) eingeführt, um Sicherheitsbedenken zu adressieren.
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