Diplomarbeit, 2003
64 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Einführung und Eingrenzung der Arbeit
1.2 Gang der Arbeit
2. Unternehmenskontrolle
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Ausgewählte Kontrollerlangungsmethoden
2.2.1 Marktkäufe
2.2.2 Paketkauf
2.2.3 Proxy voting
2.2.4 Übernahmeangebot
3. Übernahmeangebote als Methode zur Erlangung der Unternehmenskontrolle
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Zeitlicher Ablauf
3.3 Gestaltungsparameter
3.3.1 Vorbemerkung
3.3.2 Zeitliche Aspekte
3.3.3 Anzahl der zu übernehmenden Wertpapiere
3.3.4 Art der zu übernehmenden Wertpapiere
3.3.5 Gegenleistung
3.3.5.1 Tauschangebot
3.3.5.2 Barangebot
3.3.6 Preisfestsetzung
3.3.7 Preisdifferenzierung
3.3.8 Nebenbedingungen
4. Ökonomische Analyse ausgewählter Gestaltungsparameter
4.1 Vorbemerkung
4.2 Ziele und Interessen des Bieters
4.3 Gegenleistung
4.3.1 Höhe der Gegenleistung
4.3.1.1 Vorbemerkung
4.3.1.2 Unternehmensbewertung
4.3.1.3 Festlegung des Umtauschverhältnisses
4.3.2 Art der Gegenleistung
4.3.2.1 Vorbemerkung
4.3.2.2 Barmittel
4.3.2.3 Wertpapiere
4.3.2.4 Kombination aus Barmitteln und Wertpapieren
5. Bewertung von Übernahmeangeboten als Kontrollerlangungsmethode
5.1 Vorbemerkung
5.2 Vorteile des Übernahmeangebotes
5.3 Nachteile des Übernahmeangebotes
6. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht das Übernahmeangebot als zentrales Instrument zur Erlangung der Unternehmenskontrolle aus der spezifischen Perspektive des Bieters. Ziel ist es, die ökonomischen Aspekte und die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten eines Übernahmeangebotes zu analysieren und deren Auswirkungen sowie Risiken für das übernehmende Unternehmen fundiert darzustellen.
3.3.8 Nebenbedingungen
Neben den bereits aufgeführten Parametern liegt es im Gestaltungsbereich des Bieters, weitere Nebenbedingungen in die Angebotsformulierung mit aufzunehmen. Einige dieser Möglichkeiten werden im Folgenden vorgestellt:
1. Bedingung einer Mindestbeteiligungsquote
Der Bieter kann die Bindung an das Übernahmeangebot von der Bedingung abhängig machen, dass er nur dann zur Übernahme der Aktien verpflichtet ist, wenn eine bestimmte Mindestbeteiligungsquote erreicht wird. In der Regel bedeutet das Erreichen dieser Mindestmenge die Realisierung der Zielstimmrechtsquote des Übernehmers. Sollte innerhalb einer bestimmten Frist diese Quote nicht erreicht werden, ist der Bieter nicht zur Übernahme der Aktien verpflichtet und kann diese wieder an die Aktionäre der Zielgesellschaft zurückgeben. Um eine möglichst große Flexibilität zu erreichen, kann sich der Übernehmer für diesen Fall jedoch auch die Option offen halten, trotzdem die ihm angebotenen Aktien zu erwerben. Im Fall einer Überschreitung der Mindestquote kann ebenso ein Passus in die Angebotsbedingungen eingearbeitet werden, wonach der Bieter auch die darüber hinaus gehenden Aktien erwerben kann.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Unternehmensübernahmen und Definition des Gangs der Arbeit.
2. Unternehmenskontrolle: Definition des Begriffs der Kontrolle sowie Vorstellung verschiedener Methoden zur Kontrollerlangung wie Marktkäufe und Proxy Voting.
3. Übernahmeangebote als Methode zur Erlangung der Unternehmenskontrolle: Detaillierte Definition des Übernahmeangebotes, Erläuterung des Ablaufs und Darstellung der verschiedenen Gestaltungsparameter.
4. Ökonomische Analyse ausgewählter Gestaltungsparameter: Ökonomische Untersuchung der Ziele des Bieters sowie der Auswirkungen unterschiedlicher Gegenleistungsformen und Bewertungsverfahren.
5. Bewertung von Übernahmeangeboten als Kontrollerlangungsmethode: Vergleich der Vor- und Nachteile des Übernahmeangebotes gegenüber anderen Methoden der Kontrollerlangung.
6. Resümee: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und Fazit zur Gestaltung von Übernahmeangeboten.
Unternehmenskontrolle, Übernahmeangebot, Bieter, Zielunternehmen, Unternehmensbewertung, Gegenleistung, Barangebot, Tauschangebot, Mindestbeteiligungsquote, Kontrollerlangung, Übernahmestrategie, Aktionäre, Börse, Kapitalerhöhung, Akquisitionswährung.
Die Diplomarbeit analysiert das Übernahmeangebot als ein zentrales Instrument für Unternehmen, um die Kontrolle über andere Gesellschaften zu erlangen, wobei der Fokus explizit auf der Sicht des bietenden Unternehmens liegt.
Die Arbeit behandelt die Definition der Unternehmenskontrolle, die methodischen Möglichkeiten der Kontrollerlangung, die Gestaltungsparameter eines Übernahmeangebotes (wie Preis, Fristen und Gegenleistung) sowie eine ökonomische Analyse dieser Parameter.
Das primäre Ziel ist die ökonomische Darstellung und Analyse ausgewählter Gestaltungsparameter von Übernahmeangeboten, um zu verstehen, wie Bieter ihr Angebot strukturieren können, um den Erfolg zu maximieren und Risiken zu minimieren.
Es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Analyse, die auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der ökonomischen Bewertung von Gestaltungsmöglichkeiten aus der Perspektive des übernehmenden Unternehmens basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Unternehmenskontrolle, die Vorstellung verschiedener Methoden zur Kontrollerlangung, die detaillierte Beschreibung der Gestaltungsparameter von Übernahmeangeboten sowie deren ökonomische Analyse unter Berücksichtigung von Unternehmensbewertung und Finanzierungsaspekten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Übernahmeangebot, Unternehmenskontrolle, Bieter, Zielunternehmen, Gegenleistung (Bar/Wertpapiere), Unternehmensbewertung und Mindestbeteiligungsquote.
Sie dient als Schutzmechanismus für den Bieter: Er kann die Bindung an sein Angebot davon abhängig machen, eine kritische Menge an Aktien zu erhalten, um eine unnötige Kapitalbindung oder den Erwerb von Anteilen unterhalb der angestrebten Kontrollschwelle zu verhindern.
Die Wahl beeinflusst die Liquidität des Bieters (Barangebot), die Eigentümerstruktur (Tauschangebot/Verwässerung) und wirkt als Signal an den Markt bezüglich der Bewertung des eigenen Unternehmens, was die Attraktivität für die Zielaktionäre maßgeblich bestimmt.
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