Masterarbeit, 2022
163 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Sprachtheoretische Voraussetzungen
2.1 Adjektive im Deutschen
2.1.1 Wort und Wortart
2.1.2 Prototyp und Zweifelsfall
2.2 Anglizismen im Deutschen
2.2.1 Fremdwort und Entlehnung
2.2.2 Historie und Gegenwart
2.3 Angloamerikanische Adjektive im Deutschen
3 Sprachpraktische Umsetzungen
3.1 Angloamerikanische Adjektive in Nachschlagewerken
3.1.1 Okkurrenzen und Lexemauswahl
3.1.2 Vergleich und Zwischenfazit
3.2 Angloamerikanische Adjektive in Sprachdatenbanken
3.2.1 Korpus und Vorgehensweise
3.2.2 Analyse und Fazit
4 Legitimation und Ausblick
Diese Arbeit untersucht das flexionsmorphologische Verhalten angloamerikanischer Adjektive in der modernen deutschen Sprache, um zu klären, inwieweit diese durch Integration in die deutsche Grammatik und Syntax modifiziert werden.
1 Einleitung
‚Das war ein weirder Moment!‘ – Eine derartige und diese Arbeit betitelnde Bemerkung würde vermutlich ein bedeutender Teil von deutschen Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern durchaus in einem alltäglichen Gespräch verorten, ihn ggf. sogar selbst verwenden. Diejenigen, denen diese Formulierung (noch) fremd vorkommt, haben sich aber mit Sicherheit bereits an einen Satz wie ‚Wir haben gestern ein cooles Spiel gespielt!‘ gewöhnt. Dabei handelt es sich um eine Aussage, die in der Anfangsphase ihres Vorkommens als vermutlich ebenso fremd wahrgenommen wurde wie das erstgenannte Beispiel und sich erst mit der Zeit in der deutschen Alltagssprache zu etablieren vermochte. Für viele Menschen wäre bereits heute die Äußerung ‚Das war ein weirder Moment‘ im alltäglichen Sprachgebrauch vollkommen okay. Oder wäre es für viele geradezu eine okaye Äußerung, sogar ein okayer Sprachduktus?
Währenddessen die einen die Headline dieser Arbeit als eine kaum ernstzunehmende sprachspielerische Blödelei aus der Jugend-, (digitalen) Medien- oder Umsgangssprache verschmähen, ist sie für die anderen eine bezeichnende Allegorie für eine bedeutsame Tendenz der deutschen Gegenwartssprache: Wörter aus dem angloamerikanischen Sprachraum, sogenannte Anglizismen, bereichern oder verpesten die deutsche Sprache; kaum ein anderes Thema vermag den zeitgenössischen Sprachwandeldiskurs stärker zu beherrschen. Weder die eine noch die andere Wahrnehmungsperspektive wird dabei in dieser Arbeit exponiert. Diese Arbeit intendiert stattdessen eine fundierte sprachwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand und dem aktuellen authentischen Abbild der deutschen Sprache. Sie folgt einer qualititaven Herangehensweise, legt wenig Fokus auf Quantität (z.B. prozentuale Anteile oder absolute Vorkommen) und verzichtet auf eine generische Sprachkritik oder einen erhobenen stilistischen Zeigefinger.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich der Integration angloamerikanischer Adjektive.
2 Sprachtheoretische Voraussetzungen: Theoretische Fundierung durch Klassifikation von Adjektiven und die Definition von Anglizismen.
3 Sprachpraktische Umsetzungen: Empirische Analyse der Adjektive mittels Wörterbüchern und Korpusdaten.
4 Legitimation und Ausblick: Zusammenführung der Ergebnisse und Reflexion über zukünftige linguistische Entwicklungen.
Adjektive, Anglizismen, Sprachwandel, Integration, Flexionsmorphologie, deutsche Sprache, Korpusanalyse, Wortartenklassifikation, Fremdwörter, Lehnwörter, Sprachpraxis, Syntax, Morphologie, Sprachwissenschaft, Fremdheitsgrade.
Es geht um die Untersuchung von angloamerikanischen Adjektiven in der deutschen Sprache, insbesondere um die Frage, wie diese in die deutsche Grammatik integriert werden.
Die Themenfelder umfassen die Wortartenklassifikation, die Theorie des Sprachwandels und der Anglizismen sowie die empirische Analyse von Sprachdaten.
Das primäre Ziel ist es, das flexionsmorphologische Verhalten dieser Adjektive in der authentischen Sprachpraxis zu untersuchen und zu klären, wie sie morphologisch integriert werden.
Die Arbeit verfolgt einen qualitativen Forschungsansatz, der eine theoretische Aufarbeitung mit einer korpusbasierten Untersuchung (Cosmas II) und einem Abgleich mit Wörterbüchern kombiniert.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Kategorisierung der Adjektive nach verschiedenen Kriterien sowie auf der Auswertung von Belegstellen aus dem Deutschen Referenzkorpus (DeReKo).
Wichtige Begriffe sind Adjektive, Anglizismen, Sprachwandel, Flexionsmorphologie und Integration.
Die Arbeit stellt fest, dass die Behandlung durch Wörterbücher sehr uneinheitlich ist und oft nicht die tatsächliche Sprachpraxis widerspiegelt.
Die Integration vollzieht sich sukzessive; während viele als "fremd" markierte Formen existieren, werden flektierte Formen in der Sprachwirklichkeit häufiger verwendet, als Lexika vermuten lassen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

