Masterarbeit, 2003
120 Seiten, Note: sehr gut
A: Einleitung
B: 1 Einführung in CRM
1.1 Von der Produkt- zur Kundenorientierung
1.2 CRM - Begriff und Zielsetzung
1.2.1 Bedeutung und Stellenwert im Unternehmen
1.3 Merkmale
1.3.1 Analytisches CRM
1.3.1.1 Business Intelligence
1.3.2 Operatives CRM
1.3.3 Kollaboratives CRM
1.4 Software
1.4.1 Anforderungskriterien an CRM Software
2 Customer Equity Marketing
2.1 Notwendigkeiten der Bewertung von Geschäftsbeziehungen
2.2 Wertorientiertes Beziehungsmarketing
2.3 Customer Equity (Kundenwert aus Anbietersicht)
2.4 Customer Value (Kundenwert aus Nachfragersicht)
2.5 Bestimmungsfaktoren des Kundenwerts
2.5.1 Marktpotenzial
2.5.1.1 Ertragspotenzial
2.5.1.2 Entwicklungspotenzial
2.5.1.3 Cross-Buying Potenzial
2.5.1.4 Loyalitätspotenzial
2.5.2 Ressourcenpotenzial
2.5.2.1 Referenzpotenzial
2.5.2.1.1 Referenzwertmodell
2.5.2.2 Informationspotenzial
2.5.2.3 Kooperationspotenzial
2.5.2.4 Synergiepotenzial
3 Customer Equity Marketing im E-Commerce
3.1 Kundenbindung im E-Commerce
3.2 Einflüsse auf den Kundenwert im E-Commerce
3.3 E-Performance Scorecard als Steuerungsinstrument
3.4 Multi-Channel Integration
3.5 Besonderheiten im Online Kundenmanagement
3.5.1 Reverse Economy
3.5.2 Permission Marketing
3.5.3 Viral Marketing
3.6 Beziehungsmarketing im Online Marketing Mix
3.7 Perspektiven des Online-Beziehungsmarketings
4 Analysemethoden zur Kundenbewertung
4.1 Eindimensionale Verfahren der Kundenbewertung
4.1.1 Umsatzanalyse
4.1.1.1 ABC-Staffelung
4.1.2 Kundenerfolgsrechnungen
4.1.2.1 Kundendeckungsbeitragsrechnung (KDBR)
4.1.2.1.1 Kombinierte Produkt- und Kundenkalkulation
4.1.2.2 Kundenbezogene relative Einzelkostenrechnung
4.1.2.3 Prozeßbezogene Kundenerfolgsrechung
4.1.2.4 Kombination aus Prozess- und Einzelkostenrechnung (rel. EKPKR)
4.1.3 Kundenlebenszyklus-Analysen (CLV)
4.1.3.1 Ansätze zur Bestimmung der Kundenlebenszeit
4.1.3.1.1 Kundenbewegungsbilanz
4.1.3.1.2 NBD/Pareto-Modell
4.1.4 Analyse des Zusammenhangs zwischen Kundenwert und Kundenlebenszeit
4.1.5 Kundenbewertung auf nicht-monetärer Basis
4.2 Mehrdimensionale Verfahren der Kundenbewertung
4.2.1 Kunden-Scoring
4.2.2 Portfolio-Modelle
C: 5. Kundenwertmanagement im Beziehungsmarketing der Diba
5.1 Profil der DiBa
5.2 Jüngste Entwicklung
5.3 Wettbewerbssituation
5.4 Unternehmensziele
5.5 CRM-Strategie
5.5.1 Investitionen
5.6 Portfolio-Modell der Kundensegmentierung
5.6.1 Kundenwert
5.6.2 Kunden-Potenzial (Cross-Selling-Potenzial)
5.6.3 Schwellenwerte
5.6.4 Kundensegmente
5.6.5 Segmentspezifische Services
5.6.5.5 Diko-Mailing – eine Cross-Selling Maßnahme
5.6.6 Revitalisierung und Kündigungspräventation attraktiver Kunden
5.7 Ansatz zur segmentübergreifenden Kundenwertanalyse
5.7.1 Mikrosegmentierung – Premium Growth Potentials
5.7.2 Analoge Ansätze innerhalb des Portfolios
5.8 Wertorientierte Integration in den Kundenlebenszyklus
5.9 Kennzahlen zur Steuerung des Kunden-Portfolios
5.10 E-Customizing
5.11 Fazit der DiBa Kundenwertberechnung (Classification Guidelines)
D: Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Determinanten der Customer Equity Berechnung und deren strategische Integration in das Customer Relationship Management am Beispiel der DiBa. Dabei stehen Methoden zur Identifikation, Bewertung und Steuerung profitabler Kundenbeziehungen unter Berücksichtigung sowohl monetärer als auch nicht-monetärer Einflussfaktoren im Mittelpunkt.
1.2.1 Bedeutung und Stellenwert im Unternehmen
Trotz der Prognose steigender Investitionen in CRM betrachten Marktforscher wie von Booz Allen Hamilton und Gartner 65-70% der CRM-Projekte als Mißerfolg. Häufig fehlen klare Zielvorgaben und die Einbindung der Mitarbeiter sowie die Berücksichtigung der individuellen Unternehmenskultur. Dennoch wird die Notwendigkeit des Beziehungsmanagements in den Unternehmen als eines der derzeit wichtigsten Aufgaben unter 170 befragten Unternehmen verschiedener Branchen und Größenklassen in Deutschland, Österreich und der Schweiz betrachtet (vgl. Abb. 2). Cap Gemini stellt in ihrer aktuellen Studie über 1.100 Unternehmen in Amerika und Europa fest, dass die Initiative für derartige Projekte vom Top-Management (45 Prozent) und vom Marketing & Vertriebsmanagement (44 Prozent) etwa zu gleichen Teilen ausgehen. Nur elf Prozent der Projekte werden durch IT-Abteilungen angestoßen.
1 Einführung in CRM: Vermittelt die Grundlagen des CRM, den Wandel von der Produkt- zur Kundenorientierung und die strategische Bedeutung von CRM-Systemen für den Unternehmenserfolg.
2 Customer Equity Marketing: Behandelt die Notwendigkeit der Bewertung von Geschäftsbeziehungen sowie die Bestimmungsfaktoren des Kundenwerts (Markt- und Ressourcenpotenzial).
3 Customer Equity Marketing im E-Commerce: Analysiert die Herausforderungen und Besonderheiten der Kundenbindung und des Kundenwertmanagements in digitalen Märkten.
4 Analysemethoden zur Kundenbewertung: Detaillierte Darstellung verschiedener eindimensionaler und mehrdimensionaler Verfahren zur betriebswirtschaftlichen Quantifizierung des Kundenwerts.
5. Kundenwertmanagement im Beziehungsmarketing der Diba: Praxisbericht zur Integration von Kundenwertberechnung und CRM-Strategie am Beispiel der DiBa unter Nutzung von Scoring- und Portfoliomodellen.
Customer Relationship Management, CRM, Kundenwert, Customer Equity, Beziehungsmarketing, Kundenbindung, Prozesskostenrechnung, Kundenlebenszyklus, CLV, E-Commerce, Kundensegmentierung, Scoring-Modelle, DiBa, Cross-Selling, Portfoliomodell
Die Masterarbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und praktischen Implementierung von Methoden zur Berechnung des Kundenwerts (Customer Equity) und dessen strategischer Verankerung im Kundenbeziehungsmanagement (CRM).
Die zentralen Themen sind das wertorientierte Beziehungsmarketing, die Analyse von Kundenpotenzialen (Markt- und Ressourcenpotenzial), Methoden der Kundenbewertung sowie deren spezifische Anwendung im E-Commerce und bei Finanzdienstleistern.
Ziel ist es, einen systematischen Ansatz aufzuzeigen, wie Unternehmen den Wert ihrer Kundenbeziehungen bestimmen können, um Marketingressourcen effizienter auf profitable Kunden zu verteilen und die Kundenbindung strategisch zu steuern.
Es werden gängige betriebswirtschaftliche Analyseverfahren wie die Kundendeckungsbeitragsrechnung, Prozesskostenrechnung und verschiedene Scoring- sowie Portfoliomodelle (z.B. NBD/Pareto-Modell) theoretisch und praktisch diskutiert.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (CRM-Merkmale, Kundenwertfaktoren) erläutert, gefolgt von einer tiefgehenden Betrachtung von Analysemethoden, Besonderheiten des E-Commerce und einer umfassenden Fallstudie zur Kundenwertberechnung bei der DiBa.
Wesentliche Begriffe sind Customer Relationship Management, Kundenwert (Customer Equity), Kundenbindung, Cross-Selling, Prozesskostenrechnung, Kundensegmentierung und Customer Lifetime Value.
Die DiBa nutzt monatliche Ratings, die Kunden in einer Vierfelder-Matrix (Kundenwert vs. Kundenpotenzial) segmentieren, um serviceorientierte Maßnahmen und Cross-Selling-Kampagnen (z.B. via Diko-Mailing) gezielt auf das jeweilige Segment zuzuschneiden.
Diese Richtlinien bilden ein Regelwerk, das sicherstellt, dass die Kundensegmentierung dynamisch erfolgt und Kunden nicht bei kurzfristigen Schwankungen sofort in ein niedrigeres Segment abgestuft werden, um langfristige Geschäftsbeziehungen zu schützen.
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