Magisterarbeit, 2009
95 Seiten, Note: 3.0
1. Einleitung
2. Massenmedien
3. Fernsehen
3.1. Historie und Entwicklung des Fernsehens
3.2. Besonderheiten des Fernsehens gegenüber anderen Massenmedien
3.3. Die einseitige Kommunikationsform des Fernsehens
4. Fernsehkommunikation / Sprache des Fernsehens
4.1. Begriffsdefiniton Fernsehsprache
4.2. Sprachwissenschaftliche Bedeutung der Sprache im Fernsehen
4.3. Bedeutung der Kombination von audiovisuellen Informationen
4.4. Gesprochene und geschriebene Sprache
4.5. Sprechformen
4.5.1. Sprechdenken
4.5.2. Freies Sprechen
4.5.3. Vorlesen
4.5.4. Auswendig gelerntes Sprechen
4.6. Sprechstile und ihre Anwendung
5. Sport und Medien – Medien und Sport
5.1. Der Begriff „Sport“
5.2. Die Darstellung des Sports in den Medien
6. Fußball
6.1. Zur Historie des Fußballsports
6.2. Die Entstehung der Europameisterschaft
6.3. Fußball im Fernsehen
6.3.1. Zur Sprache der Fußballberichterstattung
7. Das Finalspiel der Europameisterschaft 2008
7.1. Der Kommentator
7.2. Vorgehensweise
7.3. Analyse
7.3.1. Zeichenerklärung
7.3.2. Transkript
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifische Sprache der Fußballberichterstattung im Fernsehen, wobei das Finale der Europameisterschaft 2008 als Fallbeispiel dient, um die Symbiose aus Sprache und visueller Darstellung sowie die Rolle des Kommentators zu analysieren.
7.3. Analyse
Die ersten etwa sechzehn bis siebzehn Minuten der vorliegenden Fernsehübertragung beschäftigen sich hauptsächlich mit Unterhaltungsaufführungen zu Ehren des besonderen Spieltages.
Nachdem die Aufstellungen zunächst der deutschen, dann der spanischen Nationalmannschaft dargestellt worden ist, geht der Blick auf Künstlergruppen, die auf dem Fußballfeld den Verlauf der bisherigen Europameisterschaft tänzerisch darstellen; dieser Darbietung folgt der Auftritt des spanischen Populärsängers Enrique Iglesias. Sowohl vor als auch nach dem Gesangsstück von Iglesias vermittelt der Kommentator Informationen zur Aufführung der Tänzer sowie Zusatzwissen zu prominenten Personen, die sich im Stadion befinden.
Noch während das Gesangsstück in der Beendigungsphase ist, erkennt man die Mannschaften, die sich in den Katakomben des Stadions auf den Gang auf das Spielfeld vorbereiten. Mit dem Blick auf den Europapokal, der Positionierung beider Mannschaften, gefolgt von der spanischen, gefolgt von der deutschen, Nationalhymne endet diese Phase der Festlichkeiten und die Mannschaften bereiten sich auf den bevorstehenden Anpfiff vor.
Der zur Analyse stehende zeitliche Spielabschnitt beginnt in der 31. Spielminute und erstreckt sich bis zur 40. Minute der ersten Halbzeit.
Interessant ist, dass innerhalb dieser Spielphase ein Tor seitens eines spanischen Spielers zustande kommt und ein deutscher Spieler eine Verletzung erleidet, so dass er zeitweise vom Spielfeld entfernt werden muss.
Diese Phase des Fußballs wurde deswegen ausgewählt, weil der Spielverlauf bis zum Erzielen des Tors und nach der ersten Halbzeit recht ereignislos vonstatten geht – sowohl hinsichtlich des Kommentars als auch im Hinblick auf die Geschehnisse in ihrer Gesamtheit.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die sprachwissenschaftliche Untersuchung der Fußballberichterstattung ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung entlang der verschiedenen Themengebiete.
2. Massenmedien: Dieses Kapitel erläutert die fundamentale Bedeutung von Massenmedien als soziale Instanzen, die den Alltag maßgeblich prägen und soziale Integration ermöglichen.
3. Fernsehen: Es werden die historische Genese des Fernsehens, seine Alleinstellungsmerkmale gegenüber anderen Medien und die spezifische, einseitige Kommunikationsstruktur behandelt.
4. Fernsehkommunikation / Sprache des Fernsehens: Das Kapitel widmet sich der Definition und den Charakteristika der Fernsehsprache sowie den verschiedenen Sprechformen und Sprechstilen im TV-Kontext.
5. Sport und Medien – Medien und Sport: Es wird das Wechselverhältnis zwischen Sport und Medien analysiert, insbesondere die Rolle des Fernsehens bei der Identitätsstiftung und als idealer Beobachter.
6. Fußball: Hier werden die historische Entwicklung des Fußballsports von frühen Vorläufern bis zum modernen Massensport sowie die Etablierung des Fußballs als zentrales Fernsehthema aufgearbeitet.
7. Das Finalspiel der Europameisterschaft 2008: Dieser Teil enthält die detaillierte linguistische Analyse der Live-Berichterstattung durch den Kommentator Thomas Bartels anhand konkreter Transkripte.
8. Fazit: Die Arbeit resümiert die Ergebnisse der Analyse und unterstreicht die besondere Rolle der Sprache in der Sportberichterstattung als Mischform verschiedener Varietäten.
Fernsehsprache, Fußballberichterstattung, Sportjournalismus, Linguistik, Medienkommunikation, Sport, Europameisterschaft 2008, Kommentar, Partiturschreibweise, HIAT-Methode, Massenmedien, Live-Übertragung, Syntax, Semantik, verbale Kommunikation
Die Arbeit untersucht linguistisch, wie Fußball im Fernsehen kommentiert wird und welche sprachlichen Besonderheiten dabei auftreten.
Im Fokus stehen die mediale Aufbereitung von Sport, die historische Entwicklung des Fernsehens und Fußballs sowie die sprachliche Gestaltung von Live-Kommentaren.
Das Ziel ist die sprachwissenschaftliche Analyse der Kommentierung eines EM-Finalspiels, um die Interaktion zwischen Bild und Sprache sowie die Stilmittel des Kommentators zu verstehen.
Es wird eine linguistische Gesprächsanalyse durchgeführt, gestützt auf die HIAT-Methode zur Transkription von audiovisuellen Daten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Medien und Sprache sowie in eine konkrete Analyse des Finalspiels 2008 anhand von Transkript-Ausschnitten.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Fernsehsprache, Fußballberichterstattung, Sportjournalismus, Linguistik und HIAT-Methode.
Das Bild ist maßgeblich, da der Kommentator seine Aussagen laufend an die schnellen Bildfolgen anpassen muss, was oft zu elliptischen Sätzen und situationsabhängigen Kommentaren führt.
Laut der Arbeit wirken Radioberichterstattungen oft euphorischer und empathischer, da sie ohne visuelle Unterstützung alles explizit versprachlichen müssen, während Fernsehzuschauer das Geschehen visuell selbst reflektieren können.
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