Masterarbeit, 2020
288 Seiten, Note: 2,15
1 Einführung in die Thematik
1.1 Relevanz des Untersuchungsgegenstandes
1.2 Zielsetzung und Fragestellungen
1.3 Kurzdarstellung der Kapitel
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Pädagogischer Bezugsrahmen
2.1.1 Modell der vollständigen Handlung
2.1.2 Didaktische Grundlagen der Unterrichtsplanung
2.2 Psychologischer Bezugsrahmen
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Qualitatives Forschungsdesign
3.2 Stichprobenauswahl
3.3 Prozess der Datenerhebung
3.3.1 Datenerhebungsmethode
3.3.2 Leitfadenerstellung
3.3.3 Pretest und Leitfadenmodifikation
3.3.4 Interviewdurchführung
3.4 Datenaufbereitung
3.5 Auswertungsverfahren
4 Forschungsergebnisse
5 Diskussion
5.1 Methodendiskussion
5.2 Ergebnisdiskussion
6 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die subjektiven Begründungsstrukturen von Lehrkräften an hessischen Rettungsdienstschulen in Bezug auf die mikrodidaktische Unterrichtsplanung zum Thema "Psychische Belastungssituationen" aufzudecken. Da dieses Feld bisher kaum erforscht ist, soll durch ein qualitatives Forschungsdesign untersucht werden, welche spezifischen Entscheidungen im Unterrichtsplanungs- und Umsetzungsgeschehen getroffen werden und wie diese fachlich begründet sind.
Spannungsfeld von beruflicher Realität und Rahmenlehrplan
Die Entscheidung eines jungen Menschen, als Notfallsanitäter/in im Berufsfeld der präklinischen Notfallversorgung respektive im Rettungsdienst zu arbeiten, sollte gut überlegt sein. Das Tätigkeitsspektrum ist sehr vielfältig und durch den regelmäßigen Kontakt zu Patienten sehr sozial geprägt. Doch genau dies führt auch zu Situationen im Berufsalltag, in denen Rettungskräfte mit gesundheitlichen Ausnahmesituationen der Patienten konfrontiert werden. Diese reichen von Bagatellverletzungen bis zu lebensbedrohlichen Erkrankungen, die durch die Rettungsdienstmitarbeiter/ innen versorgt bzw. behandelt werden müssen. Nicht immer laufen die Einsätze reibungslos ab und nicht jedem Patienten kann rechtzeitig Hilfe zuteilwerden. Die Auseinandersetzung mit dem Sterben und Tod von Patienten gehört sicherlich nicht zur Alltagsroutine, kann aber jederzeit eine Rolle im täglichen Arbeitsgeschehen spielen.
Mitarbeitende in dieser notfallmedizinischen Branche sollten sich laut Karutz/ Blank-Gorki (2014: 355) „[...] explizit auch mit den unangenehmen, negativen Aspekten (ihres) Berufes auseinandersetzen.“ Die Auszubildenden können schon in ihrem ersten praktischen Einsatz auf der Rettungswache, welcher innerhalb des ersten Vierteljahres der Ausbildung stattfindet, mit belastenden Einsätzen konfrontiert werden und dies kann sich auch am Folgetag wiederholen. Belastende Situationen gehören mit unterschiedlicher Häufigkeit zum Berufsalltag von Beschäftigten im Rettungsdienst und werden von diesen subjektiv ganz unterschiedlich aufgenommen (Teegen/ Yasui 2000: 67).
1 Einführung in die Thematik: Darstellung der pädagogischen Relevanz, Erläuterung des Forschungsgegenstandes sowie Begründung der Zielsetzung und Forschungsfragen.
2 Theoretischer Hintergrund: Vorstellung der pädagogischen sowie psychologischen Bezugsrahmen, einschließlich des Modells der vollständigen Handlung und allgemeiner unterrichtsdidaktischer Konzepte.
3 Methodisches Vorgehen: Detaillierte Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns, der Stichprobenauswahl, der Interviewdurchführung sowie der Datenaufbereitung und Auswertung.
4 Forschungsergebnisse: Darstellung und Analyse der aus den Interviews gewonnenen Erkenntnisse anhand der definierten Haupt- und Subkategorien.
5 Diskussion: Kritische Reflexion der methodischen Vorgehensweise sowie inhaltliche Diskussion der Forschungsergebnisse in Bezug auf die theoretischen Modelle.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Identifikation von weiterem Forschungsbedarf.
Notfallsanitäter, Notfallsanitäter-Ausbildung, Unterrichtsplanung, Didaktik, Rettungsdienstdidaktik, Rettungsdienstschule, Erwachsenenbildung, Psychische Belastungssituationen, Problemzentriertes Interview, Qualitative Inhaltsanalyse, Lehrkräfte, Berufsalltag, Primärprävention, Unterrichtsgestaltung, Pädagogische Qualifikation.
Die Arbeit untersucht, wie Lehrkräfte an hessischen Rettungsdienstschulen den Unterricht zum Thema "Psychische Belastungssituationen" planen und welche didaktischen Überlegungen diesem Planungshandeln zugrunde liegen.
Zentrale Felder sind die mikrodidaktische Unterrichtsplanung, die psychische Belastungsfähigkeit von Rettungsdienstpersonal sowie die subjektive didaktische Begründungspraxis von Lehrkräften.
Das Hauptziel ist die Aufdeckung subjektiver Begründungsstrukturen, die Lehrkräfte in Bezug auf ihre mikrodidaktischen Entscheidungen bei der Unterrichtsplanung zum Thema psychischer Belastungen im Rettungsdienst anwenden.
Die Studie nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, basierend auf problemzentrierten Interviews mit sechs Lehrkräften an hessischen Rettungsdienstschulen, welche inhaltlich strukturierend ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden der theoretische Hintergrund erörtert, das methodische Vorgehen transparent gemacht sowie die konkreten Forschungsergebnisse anhand eines Kategorien-Systems analysiert und diskutiert.
Kernbegriffe sind Notfallsanitäter-Ausbildung, Unterrichtsplanung, Rettungsdienstdidaktik sowie die psychische Belastungssituation im rettungsdienstlichen Berufsalltag.
Das qualitative Forschungsdesign wurde gewählt, um subjektive Sinnstrukturen und individuelle Begründungszusammenhänge von Lehrkräften offenlegen zu können, da dazu bisher keine empirischen Daten vorlagen.
Angesichts der hohen beruflichen Belastung und des Fehlens spezifischer Vorgaben im Rahmenlehrplan wird eine stärkere Thematisierung der psychischen Gesundheit schon während der Ausbildung als essenziell erachtet.
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