Masterarbeit, 2022
134 Seiten, Note: 1
1. Abstract
2. Einleitung
3. Historischer Kontext
3.1. Entstehung und Charakteristika von Großbotschaften
3.2. Die habsburgisch-osmanische Großbotschaft von 1719/20
4. Das Medium Zeitung
4.1. Historische Entwicklung
4.2. Das Wienerische Diarium
5. Methode
5.1. Quellenbeschaffung
5.2. Digitale Aufbereitung mit Transkribus
6. Zusammenfassung der Quellen
6.1. Überblick
6.2. Auswechslung der Großbotschafter
6.3. Audienz des kaiserlichen Großbotschafters bei Sultan Ahmed III.
6.4. Abschließende Worte
7. Editionsteil
8. Bibliographie
8.1. Quellen
8.2. Literatur
8.3. Internetressourcen
Ziel dieser Masterarbeit ist es, die zeitgenössische Berichterstattung des „Wienerischen Diariums“ über die habsburgisch-osmanische Großbotschaft der Jahre 1719/20 zu analysieren und quellenkritisch aufzuarbeiten sowie durch Transkriptionen digital zugänglich zu machen.
Die habsburgisch-osmanische Großbotschaft von 1719/20
Der in dieser Arbeit behandelten Großbotschaft von 1719/20 war der Friede von Passarowitz vorausgegangen. In einem feierlichen Akt wurde am 21. Juli 1718 das Friedensabkommen zwischen Kaiser Karl VI., Sultan Ahmed III. und der Republik Venedig geschlossen. Der Krieg, der mit diesem Friedensschluss beendet wurde, der sogenannte „Venezianisch-Österreichische Türkenkrieg“, hatte seit 1715 bestanden. Nachdem der kaiserliche Oberbefehlshaber Prinz Eugen mit seiner Armee die Festungen Temeswar (1716) und Belgrad (1717) erobern konnte, war der Krieg militärisch zu Ende. Weil ein dauerhafter Frieden mit „Ungläubigen“ für das Osmanische Reich nicht möglich war, da ein solcher nicht dem islamischen Rechtsverständnis entsprochen hätte, wurde der Waffenstillstand nur für die Dauer von 24 Mondjahren festgelegt, wobei ein solches Mondjahr etwa zehn Tage kürzer ist als unser gebräuchliches Sonnenjahr.
Durch den zustande gekommenen Vertrag beim Frieden von Passarowitz hatte die Habsburgermonarchie die weiteste Ausdehnung gegenüber dem Osmanischen Reich auf dem Balkan erreicht. Das „Temescher Banat“, die Kleine Walachei, der Norden Serbiens sowie einen Gebietsstreifen in Nordbosnien konnten die Habsburger fortan für sich beanspruchen. Demgegenüber verlor Venedig die Halbinsel Morea (Peloponnes) an die Osmanen. Zu erwähnen ist an dieser Stelle jedoch auch, dass die habsburgischen Erwerbungen, außer dem Banat, beim Frieden von Belgrad 1739 wieder an das Osmanische Reich abgegeben werden mussten. Großes Interesse an der Entstehung des Friedensvertrages von Passarowitz hatten auch Großbritannien und die Niederländischen Generalstaaten. Dadurch sollten weitere militärische Erfolge der Habsburger sowie eine zusätzliche Schwächung des Osmanischen Reichs unterbunden werden.
1. Abstract: Kurze inhaltliche Zusammenfassung der Arbeit und des Editionsteils.
2. Einleitung: Darstellung der historischen Ausgangslage, der Forschungsrelevanz und der Zielsetzung der Arbeit.
3. Historischer Kontext: Erläuterung der Bedeutung von Großbotschaften und der spezifischen diplomatischen Mission von 1719/20.
4. Das Medium Zeitung: Analyse der historischen Entwicklung der Presse und des Wienerischen Diariums als Informationsquelle.
5. Methode: Dokumentation der Quellenbeschaffung und des Einsatzes von Transkribus zur digitalen Edition.
6. Zusammenfassung der Quellen: Synoptische Darstellung und Analyse der Berichterstattung zu den Botschafterreisen.
7. Editionsteil: Transkribierte Quellentexte aus dem Wienerischen Diarium.
8. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Quellen und Literatur.
Großbotschaft, habsburgisch-osmanische Diplomatie, Wienerisches Diarium, Friede von Passarowitz, Damian Hugo von Virmont, Ibrahim Bassa, Transkribus, digitale Edition, Mediengeschichte, 18. Jahrhundert, Osmanisches Reich, Friedensverhandlungen, Quellenkritik, Diplomatie, Zeitungsgeschichte
Die Arbeit untersucht die zeitgenössische Berichterstattung über eine diplomatische Großbotschaft zwischen der Habsburgermonarchie und dem Osmanischen Reich in den Jahren 1719/20 anhand des „Wienerischen Diariums“.
Die zentralen Themen sind das diplomatische Zeremoniell (königliches tractament), die Rolle der Presse als Informationsmedium des 18. Jahrhunderts und die historische Entwicklung der diplomatischen Beziehungen nach dem Frieden von Passarowitz.
Das primäre Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Berichterstattung des Wienerischen Diariums zu diesem Ereignis zu geben und diese in einem wissenschaftlichen Editionsteil transkribiert aufzuarbeiten.
Die Arbeit nutzt die Methodik der historischen Quellenkritik im Kontext der Mediengeschichte und kombiniert diese mit dem digitalen Instrument „Transkribus“ zur automatisierten Texterkennung von Frakturschrift.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretisch-historische Einbettung, die Beschreibung der verwendeten digitalen Methode sowie eine detaillierte Auswertung der Berichte über die Auswechslung der Botschafter und die Audienzen am Sultanshof.
Wichtige Begriffe sind Großbotschaft, Wienerisches Diarium, Digital Humanities (Transkribus), Habsburg-Osmanische Diplomatie und der Frieden von Passarowitz.
Die kaiserliche Mission wurde von Damian Hugo von Virmont geleitet, während Ibrahim Bassa als osmanischer Gesandter am Wiener Hof auftrat.
Die Nachrichten waren oft chronologisch-faktenorientiert, ohne moderne journalistische Schlagzeilen oder bewertende Kommentare, und dienten vorwiegend der neutralen Dokumentation von Reisen, Einzügen und Audienzen.
Die Pest in Konstantinopel führte dazu, dass die Gesandten außerhalb der Stadt einquartiert wurden, was ein spezifisches Detail der zeitgenössischen Diplomatie und der Reiseumstände verdeutlicht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

