Bachelorarbeit, 2020
47 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit befasst sich mit den Puppenspielen, die sich dem Fauststoff widmen, und analysiert die Rolle des „Lustigmachers“ in diesen Inszenierungen. Sie untersucht die Entwicklung der lustigen Figuren wie Hanswurst und Kasperl im Kontext des Faust-Mythos und beleuchtet die Besonderheiten des Handlungsgerüsts in den Puppenspielen. Die Arbeit setzt sich zum Ziel, die Bedeutung der Puppenspiele im Kontext der Faust-Rezeption zu erforschen und deren Einfluss auf die populäre Rezeption des Stoffes zu beleuchten.
Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die Relevanz der Puppenspiele im Kontext der Faust-Rezeption dar. Sie beleuchtet die Popularität des Fauststoffes und die frühe Rezeption durch Herder, Goethe und Achim von Arnim. Das zweite Kapitel beleuchtet die Entwicklung der lustigen Figuren Hanswurst und Kasperl und ihren Einfluss auf den Fauststoff. Im dritten Kapitel werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Handlungsgerüsts der Puppenspiele im Vergleich zu anderen Faust-Adaptionen analysiert. Das vierte Kapitel widmet sich der Analyse von zwei Puppenspiel-Fassungen des Fauststoffes, nämlich "Doctor Faust, Das wiedergefundene Marionettenspiel" von Geißelbrecht und "Doktor Johannes Faust, Puppenspiel in vier Aufzügen und das Ulmer Puppenspiel" von Simrock. Das fünfte Kapitel bietet einen umfassenden Schluss, in dem die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst werden.
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Faust, Puppenspiel, Lustigmacher, Hanswurst, Kasperl, Commedia dell'arte, Volkskultur, Faust-Mythos, Literaturwissenschaft, Rezeption.
Figuren wie Hanswurst oder Kasperl fungieren oft als komisches Gegenstück zu Faust und hinterfragen durch ihren Humor die Ernsthaftigkeit der Handlung.
In vielen Volksstücken übernimmt er die Rolle des „Überlebenskünstlers“, der im Gegensatz zum tragisch scheiternden Faust mit gesundem Menschenverstand agiert.
Die Figur entwickelte sich aus der Commedia dell'arte und der deutschen Volkskultur des 17. und 18. Jahrhunderts als typische komische Theaterfigur.
Durch die Interaktion mit dem Lustigmacher verliert der Teufel oft seinen bedrohlichen Schrecken und wird Teil einer burlesken, komödiantischen Handlung.
Sie bewahrten den Fauststoff im Volk und beeinflussten maßgeblich große Dichter wie Goethe, der durch ein Puppenspiel erstmals mit dem Stoff in Berührung kam.
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