Diplomarbeit, 2008
117 Seiten, Note: 1,3
1. Fragestellungen und Hypothesen
1.1 Zusammenfassung der Hypothesen
2. Grundlegende Begriffsklärungen
2.1 Annäherung an den Qualitätsbegriff
2.2 Indikatoren zur Qualitätsbestimmung
3. Ansätze zur Beschreibung der Qualität
3.1 Begriffsdefinitionen der Qualität
3.2 Qualitätsdefinition nach DIN ISO
3.3 Das Kategorienmodell nach Avedis Donabedian
3.3.1 Strukturqualität
3.3.2 Prozessqualität
3.3.3 Ergebnisqualität
4. Definition von Qualitätsmanagement
4.1 PDCA Zyklus
4.1.1 Qualitätsverbesserung
4.1.2 Qualitätsplanung
4.1.3 Qualitätslenkung
4.2 Definition von Qualitätssicherung
4.3 Instrumente der Qualitätssicherung
4.4 Ansatzebenen qualitätswirksamer Maßnahmen
4.4.1 Externe Qualitätssicherung
4.4.2 Interne Qualitätssicherung
4.4.3 Zentrale Qualitätssicherung
4.4.4 Dezentrale Qualitätssicherung
4.5 Qualitätsmanagementhandbuch
4.6 Zwischenfazit
5. Pflegevisiten
5.1 Formen der Pflegevisiten
5.2 Ziele der Pflegevisite und deren pflegewissenschaftliche Sichtweise
5.3 Struktureller Aufbau von Pflegevisiten
6. Mybes Wohnbereichs- und Pflegedokumentationsvisite
6.1 Inhaltlicher Aufbau
6.2 Anwendungsarten
6.3 Einsatzgebiete
6.4 Vorstellung empirischer Studienergebnisse
6.5 Empfehlungen
7. Entwicklung der internen Pflegevisite
7.1 Übersicht Vinzenz von Paul gGmbH
7.2 Ausgangssituation und Nutzen des Projekts
8. Projektauftrag zur Entwicklung einer internen Pflegevisite
8.1 Festlegung der Projektorganisation
8.2 Festlegung der Projektziele
8.3 Projektleitung und –team
9. Organisation und Planung des Projektauftrags
9.1 Projektstrukturplan
9.2 Ablauf- und Terminplan
9.3 Kommunikationsplan
10. Projektabschluss
10.1 Projektbewertung
10.2 Projektpräsentation
11. Die interne Pflegevisite
11.1 Inhaltlicher und konzeptbasierter Aufbau
11.2 Inhaltliche Themenbereiche zu den Fragestellungen
11.3 Anwendungsarten
11.4 Einsatzgebiete
12. Forschungsdesign
12.1 Untersuchungsfeld
12.2 Unterstützung durch das direkte Untersuchungsumfeld
13. Planung der empirischen Methode
13.1 Methodenauswahl und Standardisierung des Vorgehens
13.2 Festlegung Ein- und Ausschlusskritierien
13.3 Pretest
13.4 Auswertungsgesamtheit
13.5 Gütekritierien
13.6 Objektivität
13.7 Validität
13.8 Reliabilität
13.9 Ethische Betrachtung und Sinnhaftigkeit der Untersuchung
14. Datenerfassung und –aufbereitung
14.1 Ablauf der Datenerhebung und deren Anonymisierung
14.2 Einverständnis der Befragten
14.3 Darstellungen des Aufbereitungs- und Auswertungsverfahrens
15. Ergebnisse
15.1 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
15.2 Hypothesenprüfung
15.3 Verallgemeinerungen
16. Persönliche Betrachtung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Entwicklung und praktische Anwendung einer internen Pflegevisite wissenschaftlich zu untersuchen und deren Vor- und Nachteile gegenüber einem externen Modell zu vergleichen. Im Fokus steht die Frage, ob eine interne Lösung eine wirtschaftlichere und ebenso effektive Qualitätssicherung ermöglicht, die den aktuellen Anforderungen an die Pflegeprozessdokumentation gerecht wird.
1. Fragestellungen und Hypothesen
Die Studie soll untersuchen, ob eine interne oder eine externe Pflegevisite am besten geeignet ist, um den höheren Ansprüchen an die Qualität einer Pflegevisite Rechnung zu tragen. Beide Methoden werden auf ihre Wirksamkeit sowie ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht. Darüber hinaus soll noch die Frage geklärt werden, ob andere gängige Methoden der externen Pflegevisite überlegen sind – als Vergleichsmodell wird hierzu das Kundenorientierte Pflegeplanungsgespräch (KOOP) ausgewählt. Folgende Fragestellungen sollen beantwortet werden:
A. Welcher verwertbare Informationsgehalt kann bei der Durchführung der internen Pflegevisite gewonnen werden?
Im Fokus steht die Beurteilung, ob nach der Durchführung der internen Pflegevisite weiterhin ein hoher Informations- und Nachfragebedarf besteht oder ob mindestens ausreichende qualitative sowie quantitative Informationen gewonnen werden können. Bei der quantitativen Evaluation wird die Umsetzung des dokumentierten Pflegeprozess erfasst.
1. Fragestellungen und Hypothesen: Darstellung der Forschungsziele und der aufgestellten Hypothesen hinsichtlich Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Pflegevisiten.
2. Grundlegende Begriffsklärungen: Definition zentraler Begriffe wie Qualität und Indikatoren zur Bestimmung der Pflegequalität.
3. Ansätze zur Beschreibung der Qualität: Einführung in das Kategorienmodell nach Avedis Donabedian zur Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität.
4. Definition von Qualitätsmanagement: Erläuterung des PDCA-Zyklus und der gesetzlichen Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem.
5. Pflegevisiten: Übersicht über Formen, Ziele und strukturellen Aufbau von Pflegevisiten in der pflegewissenschaftlichen Praxis.
6. Mybes Wohnbereichs- und Pflegedokumentationsvisite: Beschreibung eines externen Qualitätssicherungsinstruments als Vergleichsmodell.
7. Entwicklung der internen Pflegevisite: Vorstellung des Trägers Vinzenz von Paul gGmbH und der Ausgangslage des Projekts.
8. Projektauftrag zur Entwicklung einer internen Pflegevisite: Definition der Projektziele und der Projektorganisation.
9. Organisation und Planung des Projektauftrags: Darstellung des Projektstrukturplans sowie des Zeit- und Kommunikationsmanagements.
10. Projektabschluss: Bewertung der Projektergebnisse und formale Präsentation des entwickelten Instruments.
11. Die interne Pflegevisite: Detaillierte Darstellung des inhaltlichen Konzepts der entwickelten Visite.
12. Forschungsdesign: Definition des Untersuchungsfeldes bei der Vinzenz von Paul gGmbH.
13. Planung der empirischen Methode: Methodische Beschreibung der Befragung, der Stichprobenauswahl und der Gütekriterien.
14. Datenerfassung und –aufbereitung: Prozessbeschreibung der Datenerhebung und statistischen Auswertung.
15. Ergebnisse: Darstellung und Interpretation der quantitativen Studienergebnisse sowie Hypothesenprüfung.
16. Persönliche Betrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Innovation und des Nutzens der Eigenentwicklung.
Pflegevisite, Qualitätssicherung, Pflegeprozess, Qualitätsmanagement, interne Visite, Mybes-Visite, Ergebnisqualität, Prozessqualität, Strukturqualität, empirische Studie, Altenhilfe, Dokumentationsqualität, PDCA-Zyklus, Wirtschaftlichkeit, Expertenstandards
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung, Implementierung und Evaluation einer internen Pflegevisite in den stationären Einrichtungen der Vinzenz von Paul gGmbH.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Qualitätssicherung in der Altenpflege, das Projektmanagement zur Instrumentenentwicklung und den Vergleich zwischen Eigenentwicklungen und kommerziell erworbenen Qualitätssicherungsinstrumenten.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob eine interne Pflegevisite eine wirtschaftliche und qualitativ gleichwertige Alternative zu externen Modellen (wie der Mybes-Visite) darstellt.
Der Autor führt eine quantitative empirische Studie durch, bei der eine schriftliche Befragung unter Führungskräften im Pflegebereich ausgewertet wurde, um die Praktikabilität und Akzeptanz des Instruments zu messen.
Neben theoretischen Grundlagen zum Qualitätsmanagement (Donabedian-Modell, PDCA-Zyklus) umfasst der Hauptteil den kompletten Prozess der Projektentwicklung – vom Auftrag bis zur Implementierung – und die detaillierte statistische Auswertung der Befragungsergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Pflegevisite, Qualitätssicherung, Ergebnisqualität, Pflegeprozess und stationäre Altenhilfe.
Besonders ist die Integration einer statistischen Auswertungsmöglichkeit der kritischen Befunde, die es dem Träger ermöglicht, trägerweit Verbesserungspotenziale zu identifizieren.
Wirtschaftlichkeit ist ein Kernpunkt, da die Arbeit nachweist, dass die interne Pflegevisite mit einem deutlich geringeren Zeitaufwand durchgeführt werden kann als vergleichbare externe Modelle.
Als Vergleichsmodell diente die kommerzielle "Mybes Wohnbereichs- und Pflegedokumentationsvisite", deren Stärken und Schwächen den Maßstab für die interne Entwicklung bildeten.
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