Forschungsarbeit, 2002
37 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung: Der Studienabbruch im gesellschaftlichen Kontext
2. Theorie – Modell – Hypothesen
2.1. Theoretische Grundlagen
2.2. Das Modell zur Bestimmung der Abbruchneigung
2.3. Die Hypothesen zur Erklärung der Abbruchneigung
3. Beschreibung der Daten, Variablen und statistischen Verfahren
3.1. Die Datenbasis der Untersuchung
3.2. Die verwendeten Variablen der Untersuchung
3.2.1. Die abhängige Variable
3.2.2. Die unabhängigen Variablen
3.3. Das statistische Verfahren
4. Die Ergebnisse der Auswertung
4.1. univariate Analyse
4.2. bivariate Analyse
4.3. multivariate Analyse
5. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Determinanten der Studienabbruchneigung bei Studierenden an der Technischen Universität Dresden. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss von Unzufriedenheit und die Rolle von Handlungsalternativen zu analysieren, um das komplexe Prozessgeschehen des Studienabbruchs besser zu verstehen.
2.2. Das Modell zur Bestimmung der Abbruchneigung
Das nun folgende Modell (siehe Abbildung 1) mit den einzelnen vorgestellten Einflussgrößen soll und kann allerdings keinen vollständigen Erklärungsversuch für das gesamte Phänomen der Studienabbruchneigung liefern, denn es betrachtet lediglich einen Teil der beeinflussenden Faktoren. Auch die Integration an der Universität und im weiteren sozialen Umfeld, sowie die verschiedenen psychischen Prozesse, die in den Studierenden vor sich gehen sind im Modell nicht mit berücksichtigt.
Die Gründe für solch ein Vorgehen liegen allein in der umfassenden Komplexität des zu betrachtenden Phänomens, das dadurch nicht in seiner ganzen Fülle abgebildet werden kann. Analyseverfahren, die die verschiedensten Einflussgrößen berücksichtigen, würden zu viele unabhängige Variablen enthalten und wären demzufolge unübersichtlich und damit unpraktikabel für eine Auswertung.
Wie in Abbildung 1 visuell verdeutlicht, wird vermutet, dass den einzelnen Faktoren ein unterschiedliches Gewicht bei der Erklärung der Studienabbruchneigung zukommt. Die möglichen Alternativen zum Studium wirken sich, so die These, indirekt auf die Neigung zum Abbruch aus. Das liegt zum einen daran, dass die möglichen Alternativen durch eine erhöhte Unzufriedenheit mit den einzelnen Aspekten des Studiums verstärkt ins Blickfeld der studentischen Überlegungen geraten. Zum anderen ist es schwerlich möglich, die Attraktivität der Alternativen direkt zu messen und muss aus diesem Grund über andere Indikatoren diese Einflussgröße festlegen.
1. Einleitung: Der Studienabbruch im gesellschaftlichen Kontext: Beleuchtet die Relevanz des Themas im soziologischen Kontext und diskutiert Definitionsschwierigkeiten bei Studienabbrechern.
2. Theorie – Modell – Hypothesen: Führt konflikttheoretische Ansätze ein und leitet aus der Unzufriedenheit und der Attraktivität von Alternativen Hypothesen zur Abbruchneigung ab.
3. Beschreibung der Daten, Variablen und statistischen Verfahren: Erläutert die Datengewinnung an der TU Dresden und begründet den Einsatz der binären logistischen Regression.
4. Die Ergebnisse der Auswertung: Präsentiert die univariate, bivariate und multivariate Analyse und zeigt Zusammenhänge zwischen Zufriedenheit, Geschlecht und Studienabbruchneigung auf.
5. Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse zusammen und diskutiert Implikationen für die Bildungs- und Hochschulpolitik.
Studienabbruch, Abbruchneigung, Unzufriedenheit, Studienbedingungen, Studienverlauf, Logistische Regression, Hochschulsoziologie, Studienabbruchneigung, Bildungssoziologie, Studienanfänger, Entscheidungsfindung, TU Dresden, Determinanten.
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die bei Studierenden zur Neigung führen, ihr Studium vorzeitig abzubrechen, basierend auf einer Befragung an der TU Dresden.
Zentral sind der Zusammenhang zwischen der subjektiven Zufriedenheit mit dem Studium (Bedingungen, Verlauf, Leistungen) und der bewussten Auseinandersetzung mit dem Studienabbruch.
Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das die Abbruchneigung als komplexen Prozess versteht und die Wirksamkeit von Einflussfaktoren empirisch prüft.
Es wird eine schriftliche Befragung durchgeführt, deren Daten mittels statistischer Verfahren, insbesondere der binären logistischen Regression, ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung von Hypothesen, die Beschreibung der Datenbasis und die anschließende statistische Analyse der Einflüsse auf die Abbruchneigung.
Die Begriffe wie Abbruchneigung, Unzufriedenheit und Logistische Regression verdeutlichen den Fokus auf psychologische Faktoren und statistische Evidenz in der Hochschulforschung.
Die Analyse zeigt, dass das Geschlecht eine Rolle spielt, wobei Frauen eine höhere statistische Wahrscheinlichkeit aufweisen, sich mit Gedanken an einen Studienabbruch auseinanderzusetzen.
Aufgrund mangelnder Signifikanz bei bestimmten Merkmalskombinationen mussten die anfänglichen Hypothesen modifiziert werden, um eine statistisch tragfähige Modellanpassung zu erreichen.
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