Examensarbeit, 2017
14 Seiten, Note: 1,0
1 Längerfristige Unterrichtszusammenhänge
1.1 Beschreibung der Lerngruppe
1.2 Hinweise zur Lernausgangslage
1.3 Darstellung und Begründung längerfristiger Unterrichtszusammenhänge
2 Planungsentscheidungen zur Unterrichtsstunde
2.1. Darstellung des aktuellen Kompetenzstandes der Lerngruppe vor der Unterrichtsstunde
2.2 Hausaufgaben
2.3 Darstellung und Begründung der kompetenzorientierten Zielsetzungen der Unterrichtsstunde
2.4 Darstellung und Begründung von didaktischen und methodischen Entscheidungen zur Unterrichtsstunde
2.5 Darstellung und Begründung des geplanten Verlaufs der Unterrichtsstunde
Diese Arbeit zielt darauf ab, die fachmethodischen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse im Geschichtsunterricht durch die forschende Auseinandersetzung mit historischen Weltkarten – beispielhaft anhand der Ebstorfer Weltkarte – systematisch zu fördern und dabei fachliche Deutungskompetenzen auszubauen.
1.1 Beschreibung der Lerngruppe
Die Lerngruppe der Klasse 8 des B.B.-Gymnasiums Dortmund setzt sich aus 14+2 Schülerinnen und elf Schülern zusammen. Insgesamt ist die Klasse 8 als motiviert, freundlich und aufgeschlossen, gleichzeitig aber auch als lebhaft und mitunter unkonzentriert zu charakterisieren. Die Lernatmosphäre, die nach Hilbert Meyer eines der zehn Kriterien guten Unterrichts darstellt, ist durch einen wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander geprägt. Das Leistungsniveau der SuS ist heterogen: Bei der Erschließung von Texten bzw. historischem Material hat sich gezeigt, dass die SuS vom Austausch mit und der damit verbundenen Rückversicherung durch ihre MitschülerInnen nach den Prinzipien „Think–Pair–Share“ profitieren. Kooperative Arbeitsformen, die innerhalb der Lerngruppe positive Abhängigkeit schaffen, haben sich hierbei als förderlich für die Lernbereitschaft innerhalb der Lerngruppe erwiesen.
Unter den SuS der Klasse befindet sich ein Junge (J.) mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, der zielgleich unterrichtet wird. J. legt in der Regel eine hohe intrinsische Motivation an den Tag, fällt im Unterricht jedoch häufig durch unruhiges Verhalten und eine verminderte Konzentrationsfähigkeit auf. Dies äußert sich dadurch, dass er sich schnell vom eigentlichen Unterrichtsgeschehen ablenken lässt und gerne im Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens zu stehen versucht. Es fällt ihm schwer Grenzen zu erkennen, sodass er diese – oftmals unbewusst – übertritt. In Absprache mit den Eltern sowie der Klassenleitung werden dem Schüler entsprechende Grenzen deutlich und frühzeitig signalisiert. Hierdurch gelingt es in der Regel die Aufmerksamkeit des Schülers auf das Unterrichtsgeschehen zu fokussieren und störendem Verhalten vorzubeugen.
1 Längerfristige Unterrichtszusammenhänge: Analyse der Klassenzusammensetzung, der Lernvoraussetzungen sowie eine systematische Übersicht über die geplante Unterrichtsreihe und deren didaktische Begründung.
2 Planungsentscheidungen zur Unterrichtsstunde: Detaillierte Darlegung der spezifischen Lernziele, methodischen Vorgehensweisen und des geplanten Verlaufs für die konkrete Unterrichtsstunde.
3 Literatur- und Quellenverzeichnis: Umfassende Auflistung der zugrunde gelegten fachdidaktischen Literatur, fachspezifischen Curricula und verwendeten Quellen für das Unterrichtsmaterial.
Geschichtsunterricht, Mittelalter, Fachmethode, Ebstorfer Weltkarte, Quellenkritik, Multiperspektivität, Handlungsorientierung, Kompetenzaufbau, Lernausgangslage, Inklusion, Kulturbegegnung, Wissensvermittlung, Geschichtsdidaktik, Orientierungswissen, Methodenkompetenz.
Die Arbeit behandelt die didaktische Planung und methodische Gestaltung einer Unterrichtsreihe zum Thema Mittelalter für eine 8. Klasse an einem Gymnasium.
Zentrale Felder sind die Förderung von Methodenkompetenzen im Umgang mit historischen Quellen sowie die Auseinandersetzung mit dem Bild des Mittelalters als "finsterer" Epoche gegenüber einer wissenschaftlich differenzierteren Sichtweise.
Das primäre Ziel ist es, den Schülern Werkzeuge an die Hand zu geben, um historische Weltkarten methodisch fundiert zu untersuchen und daraus eigene, begründete Deutungen abzuleiten.
Es wird ein instruktiv-handlungsorientierter Ansatz gewählt, der auf Erkenntnissen der geschichtsdidaktischen Forschung (u.a. Demantowsky, Rüsen) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der Lerngruppe, die Begründung der Unterrichtsreihe, die Lernzieldefinitionen und die detaillierte Verlaufsplanung einer konkreten Stunde zur Arbeit mit der Ebstorfer Weltkarte.
Schlüsselbegriffe wie Geschichtsdidaktik, Quellenkritik, Multiperspektivität und Handlungsorientierung stehen im Zentrum der fachdidaktischen Argumentation.
Es kommen differenzierende Maßnahmen zum Einsatz, wie etwa zusätzliches Material in Einfacher Sprache sowie eine gezielte Unterstützung durch Partnerarbeit und individuelle Begriffserklärungen.
Sie dient als exemplarisches Medium, um den Blick als "Universallexikon" mittelalterlicher Weltsicht zu öffnen und die Fachmethode "Historische Weltkarte untersuchen" einzuüben.
Das "Bügel-Buch" fungiert als konkretes Lernprodukt der Schüler, das ihre im Team erarbeiteten Ergebnisse visualisiert und die Ergebnisse im Klassenplenum sicherbar macht.
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