Diplomarbeit, 2014
82 Seiten, Note: 2,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
1.1. Der Untersuchungsraum
1.2. Grundlegende Definitionen
1.3. Charakterisierung Mülheims
2. Geschichte und Entwicklung Köln-Mülheims - Eine Einführung
2.1. Geschichte und Entwicklung Köln-Mülheims bis 1800
2.2. Entwicklung der Besiedlung und Flächennutzung in Mülheim von 1800 bis 1870
2.3. Die Industrialisierung - Die rechts- und linksrheinischen Gebiete rücken zusammen
2.4. Der Industriestandort „Rechtsrheinisch“
2.5. Der Mülheimer Wirtschaftraum boomt
3. Mülheim im Wandel – Deindustrialisierungsprozesse
3.1. Industrie und Stadt im Umbruch
3.2. Auswirkungen der Deindustrialisierung auf Mülheim am Fallbeispiel KHD und der Stadt Köln
3.3. Struktureller Wandel als Impuls für städtische Planungen
3.4. Zusammenfassung
4. Der Zeitraum seit 1990
4.1. Rechtsrheinische Stadtentwicklung aus Planersicht
4.2. Beispiele der Umnutzung und Inwertsetzung disponibler Altstandorte – das Böcking-Gelände
4.2.1. Flächenrecycling - Eine Einführung
4.2.2. Brachflächen als Element der Stadtentwicklung
4.2.3. Altstandorte als Ausdruck des wirtschaftlichen Strukturwandels
4.2.4. Disponible Altstandorte als städtisches Entwicklungspotential: Strukturpolitische Chancen
4.2.5. Flächenrecycling als raumwirksame Interaktion am Beispiel des ehemaligen Böcking-Geländes
4.2.6 Die Biographie des Flächenrecyclings - eine Analyse der raumrelevanten Entscheidungsprozesse
4.3. Von der Kabelfabrik zum Medienzentrum - Die Schanzenstraße
5. Zukunft des Rechtsrheinischen
5.1 REK
5.2. Mülheim 2020
5.3. Perspektiven für Mülheim-Süd
5.4. Die Soziale Stadt
6. Asymmetrische Großstädte am Fluss - Ein Vergleich
7. Fazit
Die Diplomarbeit untersucht den tiefgreifenden Strukturwandel im rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Mülheim und analysiert die Auswirkungen der Deindustrialisierung sowie die darauffolgenden Neuausrichtungsstrategien. Kern der Forschungsarbeit ist die Neuinwertsetzung ehemaliger Industriebrachen und deren Beitrag zur nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung.
4.2.1. Flächenrecycling - Eine Einführung
Als einer der wohl wichtigsten räumlichen Prozesse der gegenwärtigen Stadtentwicklung sollte die unter dem Modebegriff "Flächenrecycling" zusammengefasste Folgenutzung brachgefallener Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsflächen, in Mülheim am Beispiel des ehemaligen Böcking-Geländes, auch in dieser Arbeit ausgiebig betrachtet werden. Freigesetzte Altstandorte avancieren heute in den westlichen Industriestaaten zunehmend zu den Schauplätzen einer umfassenden baulichen, funktions- und sozialräumlichen Umgestaltung der Städte. Neben ihrer generellen und unbestrittenen Bedeutung als wichtige räumliche Ressource stellen Recyclingflächen auf der lokalen Ebene aber auch eine konkrete Planungsaufgabe dar, die jeweils individuell im Spannungsfeld lokaler Akteure gelöst werden muss. Jede einzelne Fläche birgt so ein potentiell konfliktträchtiges Entscheidungsproblem (HÖHMANN 1999: 1). Um von einer obsoleten Ausgangs- zu einer konsensfähigen Folgenutzung zu gelangen, stellt sich somit die Frage, welche Handlungs- und Entscheidungsprozesse dem zugrunde liegen.
Seit jeher gilt ein besonderes Forschungsinteresse der Anthropogeographie den hier angesprochenen Wechselwirkungen zwischen Raum und raumwirksamem Handeln des Menschen. Eine zentrale Rolle wird hierbei der doppelten Lesemöglichkeit des Begriffes 'Raumwirksamkeit' zuteil. Sie kann sowohl als Wirksamkeit des Raumes als auch als Wirksamkeit auf den Raum betrachtet werden (HARD 1989: 2). Kombiniert man beide Deutungsmöglichkeiten, ergibt sich eine Kette oder ein Kreislauf von Ereignissen, in denen der Raum (bzw. dessen Nutzung und Gestaltung) abwechselnd als Stimulator oder als Zielobjekt menschlicher Handlungen fungiert (HÖHMANN 1999: 1).
1. Einleitung: Einführung in die Problemstellung des Strukturwandels im rechtsrheinischen Köln mit Fokus auf Mülheim und Formulierung der zentralen Hypothesen.
2. Geschichte und Entwicklung Köln-Mülheims - Eine Einführung: Darstellung der historischen Entstehung Mülheims als Industriestandort und der Entwicklung bis zur Eingemeindung nach Köln.
3. Mülheim im Wandel – Deindustrialisierungsprozesse: Analyse der Ursachen und Folgen der industriellen Krise in Mülheim unter besonderer Berücksichtigung der KHD und der städtischen Planung.
4. Der Zeitraum seit 1990: Untersuchung der Umnutzungsstrategien von Industriebrachen, insbesondere am Fallbeispiel des Böcking-Geländes und der Schanzenstraße.
5. Zukunft des Rechtsrheinischen: Beschreibung aktueller Entwicklungskonzepte wie das REK und Programme zur sozialen Stabilisierung wie "Mülheim 2020".
6. Asymmetrische Großstädte am Fluss - Ein Vergleich: Einordnung der Mülheimer Erfahrungen durch einen städtebaulichen Vergleich mit der Entwicklung im Hamburger Süden (Wilhelmsburg).
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der erreichten Ziele der Stadtentwicklungspolitik und Ausblick auf die Wirksamkeit der integrierten Handlungskonzepte.
Mülheim, Strukturwandel, Deindustrialisierung, Flächenrecycling, Stadtentwicklung, Industriebrachen, Rechtsrheinisches Köln, Mülheim 2020, Soziale Stadt, Nutzungsmischung, Standortpolitik, Kreativwirtschaft, Bürgerinitiative, Stadtplanung, Wirtschaftsförderung
Die Arbeit analysiert den industriellen Strukturwandel im rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Mülheim und bewertet verschiedene stadtplanerische Strategien zur Neunutzung ehemaliger Industrieflächen.
Die Schwerpunkte liegen auf Industriegeschichte, Prozessen der Deindustrialisierung, Methoden des Flächenrecyclings, der Rolle der Kreativwirtschaft und städtischen Förderprogrammen zur sozialen Stabilisierung.
Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die begonnene Umstrukturierung des ehemaligen Industriebezirks zur nachhaltigen wirtschaftlichen und baulichen Aufwertung Mülheims beiträgt.
Es handelt sich um eine stadtgeographische Analyse, die auf Literaturrecherche, der Untersuchung stadtplanerischer Dokumente und der Interpretation von Fallbeispielen (z. B. Böcking-Gelände) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Untersuchung der Deindustrialisierung seit den 1980er Jahren, das Flächenrecycling ab 1990 sowie aktuelle Zukunftskonzepte für Mülheim.
Wichtige Fachbegriffe sind Flächenrecycling, Strukturwandel, Nachhaltigkeit, Nutzungsmischung, Standortmarketing und postindustrielle Stadtentwicklung.
Es dient als zentrales Fallbeispiel, um die komplexen Entscheidungsprozesse, Konflikte und Realisierungsmöglichkeiten zwischen den Akteuren bei der Umnutzung von Industriebrachen zu verdeutlichen.
Der Vergleich dient dazu, die in Mülheim ergriffenen Maßnahmen besser einordnen zu können, da beide Gebiete ähnliche "asymmetrische" (sog. Schälsick-)Problematiken und soziale Herausforderungen aufweisen.
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