Bachelorarbeit, 2019
48 Seiten, Note: 2,0
1.Einleitung
2. Flucht
2.1 Begriffserklärung: Flucht & Flüchtling
2.2 Flucht(ereignisse) im 20. Jahrhundert
2.2.1 Der Zerfall des Osmanischen Reiches
2.2.2 Erster und Zweiter Weltkrieg
2.2.3 Fluchtgeschehen nach dem Zweiten Weltkrieg
2.3 Aktuelle Beispiele von Flucht
2.3.1 Syrien
2.3.2 Afghanistan
2.3.3 Irak
3. Fluchtursachen
3.1 Push- und Pull-Modell
3.2 Kriege, Konflikte
3.3 Armut, Hunger, Überbevölkerung
3.4 Menschenrechtsverletzungen
3.5 Umweltzerstörung und Klimawandel
4. Flucht in der Geschichte – Am Beispiel der DDR
4.1 Flucht aus der DDR
4.3 Fluchtgründe und Fluchtwege aus der DDR
4.4 Maßnahmen gegen Flucht
4.2.1 Bau der Berliner Mauer
4.2.2 Kriminalisierung von „Republikflucht“
4.3 Ausgewählte Bespiele von Flucht
4.3.1 Tunnelflucht
4.3.2 Autofluchten und andere Fluchtversuche
4.4 Massenflucht 1989
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Flucht aus einer historischen sowie zeitgenössischen Perspektive, wobei das Hauptziel darin besteht, die komplexen Ursachen und Beweggründe für Fluchtbewegungen zu analysieren und insbesondere am Beispiel der DDR aufzuzeigen, wie staatliche Maßnahmen und gesellschaftliche Faktoren Fluchtprozesse beeinflussen.
4.2.1 Bau der Berliner Mauer
Bevor die Mauer gebaut wurde gestaltete sich die Flucht in den Westen noch vergleichsweise einfach. Die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland wurde seit 1952 stärker gesichert und überwacht, aber die Sektorengrenze zwischen Ost- und Westberlin konnte problemlos passiert werden. Da Berlin gemeinsam von den Besatzungsmächten, den Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich, Großbritannien und der Sowjetunion verwaltet wurde, hatte die DDR nur eine begrenzte Handlungsmacht. Wer in den Westen wollte, der konnte sich in die S-Bahn setzen und brauchte nicht allzu lange da war er schon dort125.
Während das Gipfeltreffens Anfang Juli 1961 zwischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow welches zunächst zu keinen nennenswerten Ergebnissen führte, reagierte man in Westberlin und im Osten unterschiedlich. Angst und Ratlosigkeit bestimmten Westberlin und im Osten flüchteten viele Zehntausende Menschen panikartig. Im Juli 1961 und in den ersten Augusttagen flüchteten rund 77.000 Menschen aus der DDR. Die DDR drängte deshalb auf die Schließung der Sektorengrenzen, um das Überleben der DDR zu sichern. Denn sie war wirtschaftlich und politisch am Ende und dies wiederum begünstigte noch mehr die Flucht in den Westen. Am 20 Juli 1961 stimmte Chruschtschow der Grenzabrieglung zu126.
1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der globalen Flüchtlingskrise seit 2015 ein und umreißt die Zielsetzung, die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Flucht: Hier werden zentrale Begriffe wie Flucht und Flüchtling definiert und eine allgemeine historische Einordnung von Fluchtbewegungen im 20. Jahrhundert vorgenommen.
3. Fluchtursachen: Dieses Kapitel analysiert systematisch verschiedene Triebkräfte der Migration, darunter das Push-Pull-Modell, kriegerische Konflikte, sozioökonomische Faktoren sowie ökologische Krisen.
4. Flucht in der Geschichte – Am Beispiel der DDR: Das Hauptkapitel widmet sich der spezifischen Untersuchung der Fluchtbewegungen aus der DDR, von den Ursachen über staatliche Gegenmaßnahmen bis hin zur Massenflucht 1989.
5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die historische Vergleichbarkeit von Fluchtbewegungen.
Flucht, Flüchtling, DDR, Migration, Fluchtursachen, Fluchtbewegungen, Berliner Mauer, Republikflucht, Genfer Flüchtlingskonvention, Menschenrechte, Kriege, Armut, Klimawandel, Massenflucht, Asyl.
Die Arbeit untersucht das menschliche Phänomen der unfreiwilligen Migration, wobei sie eine Brücke zwischen der historischen DDR-Flucht und aktuellen globalen Fluchtbewegungen schlägt.
Die Arbeit beleuchtet die begriffliche Definition von Flucht, die Analyse von Fluchtursachen wie Krieg und Armut sowie die spezifische historische Analyse der DDR-Fluchtgeschichte.
Ziel ist es, ein Verständnis für die vielfältigen Ursachen von Flucht zu schaffen und aufzuzeigen, warum Menschen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Literaturanalyse, unter Verwendung von Daten internationaler Organisationen (UNHCR, IOM) und geschichtswissenschaftlicher Sekundärliteratur.
Der Hauptteil analysiert erstens globale Fluchtursachen nach theoretischen Modellen und untersucht zweitens detailliert die Fluchtgründe, Grenzregime und Fluchtwege der DDR-Bürger.
Wichtige Begriffe sind Flucht, Migration, DDR, Republikflucht, Fluchtursachen, Menschenrechte sowie der rechtliche Status von Flüchtlingen nach der Genfer Konvention.
1989 markiert den Höhepunkt der Massenflucht über die Botschaften und die ungarische Grenze, was letztlich zum Zusammenbruch des SED-Regimes und zur Grenzöffnung führte.
Neben den unterschiedlichen Fluchtrouten und politischen Rahmenbedingungen sieht die Autorin die zentrale Gemeinsamkeit vor allem im schmerzhaften Verlust der Heimat und der Hoffnung auf ein besseres Leben.
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