Masterarbeit, 2022
148 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Brand Equity
2.1.1 Markenauthentizität
2.1.2 Einordnung in das Wirkungsstufenmodell
2.1.3 Kult-Marketing zur Steigerung der Brand Equity
2.2 Jugend- und Subkulturen
2.2.1 Definitorische Ansätze
2.2.2 Die Bedeutung von Stil
2.2.3 Kulturelle Aneignung
2.3 HipHop
2.3.1 Die Entstehungsgeschichte des HipHop
2.3.2 Instrumente des HipHops anhand der vier Säulen
2.3.3 Kommerzialisierung und Vereinnahmung des HipHops zu Marketingzwecken
2.4 Modellbildung
3. Empirisches Vorgehen
3.1 Inhaltsanalyse
3.1.1 Analysefaktoren
3.1.2 Stichprobenauswahl
3.1.3 Auswertung
3.1.4 Fazit
3.2 Befragung
3.2.1 Konzeption des Untersuchungsinstruments
3.2.2 Stichprobenauswahl
3.2.3 Durchführung der Interviews
3.2.4 Auswertung
3.2.5 Fazit
4. Ergebnisdarstellung
4.1 Beantwortung der Forschungsfrage und Revision des Modells
4.2 Limitation und Forschungsausblick
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die Unternehmen in ihrer Kommunikationsstrategie berücksichtigen müssen, um erfolgreich und authentisch Referenzen aus der HipHop-Kultur zur Steigerung der Brand Equity in Werbevideos einzubeziehen. Es wird ein "Cultural Credibility Modell" entwickelt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse sowie Experteninterviews validiert.
2.2.3 Kulturelle Aneignung
Kulturelle Aneignung (eng. Cultural Appropriation) beschreibt die Adaption bestimmter Elemente einer Kultur marginalisierter Personen beispielsweise zu werbe-, mode- oder unterhaltungszwecken durch die vorherrschende Gesellschaft oder Dominanzkultur (Kastner, 2017). Greg Tate (2003) beschreibt in seiner Aufsatzsammlung „Everything But The Burden”, dass die Bürde der Afroamerikaner*innen darin liegt, dass sie nach wie vor gesellschaftlich und wirtschaftlich benachteiligt sind. Parallel dazu bedient sich allerdings die vorherrschende Gesellschaft an Elementen wie Musik, Tanz, Mode oder Slang, ohne die Urheber*innen an den finanziellen Gewinnen zu beteiligen oder sie zu erwähnen (Tate, 2003). Die kulturellen Errungenschaften von Minderheiten werden von weißen Menschen adaptiert und zu Geld gemacht. Der Ruhm kommt allerdings nur selten bei den eigentlichen Urheber*innen an (Kastner, 2017). Wie der Titel der Aufsatzsammlung von Tate bereits tituliert, bedienen sich viele weiße Menschen an allem kommerziell verwertbaren, adaptieren die Kultur, aber leben dabei nicht das Leid der Unterdrückung und kennen dieses nicht an. (Tate, 2003).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Jugend- und Subkulturen im Marketing ein und stellt die Forschungsfrage zur authentischen Integration von HipHop-Referenzen zur Steigerung der Brand Equity.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Brand Equity und Markenauthentizität und erläutert Jugend- sowie Subkulturen, speziell die HipHop-Kultur und deren Kommerzialisierung, als Grundlage für das entwickelte Cultural Credibility Modell.
3. Empirisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die Methoden der qualitativen Inhaltsanalyse von Werbevideos und die Experteninterviews zur Validierung des Modells, um eine methodische Triangulation zu erreichen.
4. Ergebnisdarstellung: Hier werden die Ergebnisse der Untersuchung zusammengeführt, das Modell abschließend revidiert und die Forschungsfrage auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse beantwortet.
Brand Equity, Markenauthentizität, HipHop-Kultur, Werbevideos, Marketingkommunikation, Cultural Credibility, Jugendkulturen, Subkulturen, Kult-Marketing, Kulturelle Aneignung, Qualitative Inhaltsanalyse, Markenwert, Markenimage, Markenpersönlichkeit, Authentizität.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen HipHop-Elemente in ihrer Kommunikationsstrategie nutzen können, um den Markenwert (Brand Equity) authentisch zu steigern, ohne dabei in die Falle kultureller Aneignung oder Unglaubwürdigkeit zu tappen.
Die zentralen Felder sind die Markenführung (Brand Equity), die Analyse von Jugend- und Subkulturen, speziell HipHop, sowie Fragen der Authentizität und Ethik in der Markenkommunikation.
Ziel ist die Entwicklung des "Cultural Credibility Modells", das Kommunikatoren als Leitfaden dient, um Referenzen aus der HipHop-Kultur glaubwürdig und strategisch effektiv in Werbekampagnen zu integrieren.
Die Arbeit nutzt eine methodische Triangulation, bestehend aus einer ausführlichen Literaturrecherche, einer qualitativen Inhaltsanalyse von Fallbeispielen (Werbevideos) und leitfadengestützten Experteninterviews aus der Werbe- und HipHop-Szene.
Der Hauptteil erarbeitet theoretische Grundlagen, definiert das Cultural Credibility Modell und evaluiert dieses anhand von realen Werbespots von Marken wie EDEKA, Adidas, Mercedes Benz, Penny und der Sparda-Bank.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Markenauthentizität, Cultural Credibility, Storytelling, HipHop-Referenzen und strategische Markenführung beschreiben.
Die Analyse betrachtet nicht nur offene Referenzen, sondern auch tiefere Ebenen wie Semiotik, Tonalität, Identifikationspotenzial und die Korrelation zwischen der tatsächlichen Unternehmensidentität und dem beworbenen Image.
Die Arbeit zeigt, dass Authentizität in der HipHop-Kultur nicht durch einfache Trends oder oberflächliche Kooperationen entsteht. Marken müssen ein tiefes Verständnis für Ursprünge und Nuancen zeigen, um nicht als unauthentisch entlarvt zu werden.
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