Bachelorarbeit, 2016
83 Seiten, Note: 1,3
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit den Einflüssen fremder Staaten und NGOs auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung Ruandas im Hinblick auf den Völkermord von 1994. Die Arbeit analysiert die Rolle verschiedener Akteure im Vorfeld, während und nach dem Völkermord und untersucht, inwieweit diese Akteure zur Eskalation der Gewalt beigetragen haben oder diese hätten verhindern können.
Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit. Das zweite Kapitel bietet einen historischen Abriss der Entwicklung Ruandas von der Präkolonialzeit bis zur Unabhängigkeit. Es beleuchtet die Rolle der Kolonialmächte und die Entstehung ethnischer Spannungen. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Völkermord an den Tutsi, definiert den Begriff und analysiert dessen Ursachen. Das vierte Kapitel analysiert die Einflüsse fremder Staaten und internationaler Organisationen auf den Völkermord. Es untersucht die Rolle der Vereinten Nationen, Deutschlands, Belgiens, Frankreichs, der USA, der Organisation für Afrikanische Einheit und verschiedener NGOs.
Ruanda, Völkermord, Genocid, ethnische Konflikte, Hutu, Tutsi, Kolonialismus, Belgien, Frankreich, Deutschland, UNO, UNAMIR, Schutzverantwortung, Responsibility to Protect, NGOs, Human Rights Watch, Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen.
Staaten wie Frankreich, Belgien und die USA spielten eine umstrittene Rolle. Während Frankreich militärisch intervenierte, wurde den USA Nichthandeln vorgeworfen. Belgien stand wegen Versäumnissen während seiner Treuhänderschaft in der Kritik.
Die UN-Mission UNAMIR war unterbesetzt und hatte ein zu schwaches Mandat, um das Morden zu stoppen. Der UN-Sicherheitsrat wird oft für das späte Eingreifen und die mangelnde Unterstützung kritisiert.
NGOs leisteten nicht nur humanitäre Hilfe, sondern machten auch auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam. Organisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International dokumentierten die Gräueltaten für die Weltöffentlichkeit.
Die Schutzverantwortung ist ein völkerrechtliches Konzept, das als Lehre aus Ruanda entstand. Es besagt, dass die internationale Gemeinschaft eingreifen muss, wenn ein Staat seine eigene Bevölkerung nicht vor Völkermord schützen kann.
Ja, die Arbeit beschreibt verschiedene Stufen und Anzeichen, wie die ethnische Segregation seit der Kolonialzeit und die gezielte Propaganda, die den Völkermord 1994 vorbereiteten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

