Bachelorarbeit, 2022
47 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Motivation, Bedürfnisse und Werte
2.2 Die Selbstbestimmungstheorie
2.2.1 Extrinsische und intrinsische Motivation
2.2.2 Die organismische Integrationstheorie
2.2.3 Psychologische Grundbedürfnisse
2.2.4 Schulisches Wohlbefinden
2.2.5 Lernemotionen
2.2.6 Selbstbestimmtes Lernen
3. Homeschooling
3.1 Rechtsgrundlage
3.1.1 Homeschooling in Deutschland
3.1.2 Homeschooling in anderen Ländern
3.2 Theoretischer Rahmen des Homeschoolings
3.2.1 Distance Education Modell
3.2.2 Strukturgleichungsmodell
3.3 Forschungsstand
3.3.1 Erleben von Kompetenz
3.3.2 Erleben von sozialer Eingebundenheit
3.3.3 Erleben von Autonomie
3.3.4 Emotionen im Homeschooling
4. Diskussion
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Auswirkungen von Homeschooling während der Corona-Pandemie, insbesondere den Einfluss der Grundbedürfnisse nach Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit auf das Lernverhalten und die Lernemotionen von Schülerinnen und Schülern.
1.1 Problemstellung
Aufgrund des neuartigen Corona-Virus und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen beschlossen Bund und Länder am 13. März 2020 eine Schließung der Schulen, welche vorerst bis zum Ende der Osterferien währen sollte. Schülerinnen und Schüler wurden nun im Homeschooling unterrichtet. Ab Ende April, also mit etwa zwei Wochen Verspätung, kehrten die Schülerinnen und Schüler dann, beginnend mit den Abschlussklassen, wieder an die Schulen zurück und mit ihnen kommen verschiedene Hygienemaßnahmen und -vorschriften: Luftfilteranlagen, Aufteilung der Klassen in Kohorten, Hygienemasken.
Darauf folgten dann mehrere Monate, in denen die Regierung den Lernkontext je nach aktuellen Inzidenzwerten, innerhalb der Prinzipien von Wechsel-, Distanz und Präsenzunterricht und häufig sehr kurzfristig, anpasste (vgl. Schulministerium NRW 2021). Zum Winter hin stiegen die Infektionszahlen erneut, sodass am 13. Dezember 2020 ein weiterer Lockdown mit Aussetzung der Präsenzpflicht beschlossen wurde. Die Wiederöffnung der Schulen ist vorerst am 10. Januar 2021 geplant. Schließlich öffnete Sachsen als erstes Bundesland am 15. Februar 2021 seine Grundschulen wieder und weitere Bundesländer folgten (vgl. Grill 2022).
Das Bildungssystem vieler Länder steht vor einer enormen Herausforderung: Obwohl der Digitalpakt bereits zum Vorjahr in Kraft gesetzt wurde und der Bund Gelder für die Ausstattung von Schulen bereitstellte, zeigten sich Engpässe hinsichtlich digitaler Endgeräte, WLAN-Zugänge und Lernsoftwares (vgl. Maaz & Diedrich, 2020). Den Schulen fehlt es an digitaler Infrastruktur und Lehrende sowie Lernende sind mit den digitalen Technologien teilweise überfordert (vgl. Jungblut 2020). Kinder und Jugendliche stehen in dieser Situation vor einer bedeutsamen Herausforderung, denn neben den Schließungen der Schulen wurden auch Freizeiteinrichtungen geschlossen und Kontaktverbote erlassen. Hinzu kamen Ängste und Sorgen hinsichtlich der Gesundheit und der zukünftigen Lebenssituation (vgl. Fickermann/Edelstein 2020).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die pandemiebedingte Schulschließung und definiert die daraus resultierenden Herausforderungen für das Bildungssystem sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert die Selbstbestimmungstheorie, die Bedeutung von Motivation, Bedürfnissen, schulischem Wohlbefinden sowie die psychologische Rolle von Lernemotionen.
3. Homeschooling: Hier werden die rechtlichen Grundlagen und Modelle des Homeschoolings dargestellt sowie aktuelle Forschungsergebnisse zum Erleben von Kompetenz, sozialer Eingebundenheit und Autonomie analysiert.
4. Diskussion: Das Kapitel diskutiert kritisch die gewonnenen Erkenntnisse über die motivationalen Auswirkungen und die Rolle der sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen im Homeschooling.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass die Qualität der Motivation im Homeschooling nicht mit der im regulären Präsenzunterricht gleichzusetzen ist.
Homeschooling, Selbstbestimmungstheorie, Lernemotionen, Kompetenzerleben, Autonomie, soziale Eingebundenheit, Corona-Pandemie, schulisches Wohlbefinden, Motivation, Bildungsvererbung, Distanzunterricht, Schülererleben, Lernaufwand, Lernerfolg, Interaktionsraum.
Die Arbeit untersucht, wie das Homeschooling während der Corona-Pandemie grundlegende Bedürfnisse wie Kompetenz, Autonomie und soziale Eingebundenheit beeinflusst hat und welche motivationalen Auswirkungen dies auf Schülerinnen und Schüler hatte.
Zu den Kernbereichen gehören die Selbstbestimmungstheorie, die Auswirkungen von Lernemotionen auf den Lernerfolg, der Vergleich verschiedener Homeschooling-Modelle sowie die Bedeutung sozio-ökonomischer Faktoren für den schulischen Erfolg im häuslichen Umfeld.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit das Lernen zu Hause das motivationale Empfinden durch die Befriedigung psychologischer Grundbedürfnisse stützt oder hemmt.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller Forschungsergebnisse und Studien zum Thema Homeschooling und psychologischer Motivationsforschung argumentiert.
Der Hauptteil analysiert den theoretischen Rahmen, definiert die Formen des Homeschoolings und untersucht anhand von aktuellem Studienstand die spezifischen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler sowie deren Emotionen während des Lockdowns.
Die zentralen Begriffe umfassen Homeschooling, Selbstbestimmungstheorie, Lernemotionen, Autonomie, soziale Eingebundenheit und schulisches Wohlbefinden.
Die Arbeit verdeutlicht, dass sozio-ökonomisch benachteiligte Familien durch fehlende digitale Ressourcen und geringere Unterstützungsmöglichkeiten bei der Bewältigung der Anforderungen vor deutlich größeren Herausforderungen stehen.
Obwohl das Homeschooling ein höheres Maß an Autonomie abverlangt, gelingt nicht allen Kindern diese Form der Selbststeuerung, was zu unterschiedlichen motivationalen Ergebnissen führt.
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