Diplomarbeit, 2005
120 Seiten, Note: Sehr gut
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNGEN DER ARBEIT
1.3 AUFBAU DER ARBEIT
2 NONPROFIT-ORGANISATIONEN: ALLGEMEINE GRUNDLAGEN UND SPEZIELLE MERKMALE
2.1 NONPROFIT-ORGANISATIONEN ALS ANBIETER VON DIENSTLEISTUNGEN
2.2 NONPROFIT-ORGANISATIONEN UND DAS FEHLEN VON MÄRKTEN
2.3 NONPROFIT-ORGANISATIONEN ALS SACHZIELDOMINIERTE ORGANISATIONEN
2.4 NONPROFIT-ORGANISATIONEN UND DIE BEDEUTUNG DER ERFOLGSERFASSUNG
3 ERFOLG EINER NONPROFIT-ORGANISATION
3.1 ZIELE EINER NONPROFIT-ORGANISATION
3.1.1 ZIELSYSTEM EINER NONPROFIT-ORGANISATION
3.1.2 DAS 3-E-KONZEPT ALS BEZUGSRAHMEN FÜR DIE ERFOLGSBEURTEILUNG
3.1.3 LEISTUNGSWIRKUNGSZIELE UND DEREN OPERATIONALISIERUNG
3.1.3.1 Dimensionen der Zieloperationalisierung
3.1.3.2 Die Balanced Scorecard als Instrument der Zieloperationalisierung
3.2 LEISTUNGEN EINER NONPROFIT-ORGANISATION
3.3 WIRKUNGEN EINER NONPROFIT-ORGANISATION
4 WIRKUNGSERFASSUNG UND WIRKUNGSRECHNUNG IN NONPROFIT-ORGANISATIONEN
4.1 TERMINOLOGIE UND ALLGEMEINE GRUNDLAGEN
4.1.1 VERGLEICHSMÖGLICHKEITEN IN DER WIRKUNGSRECHNUNG
4.1.2 WIRKUNGSTYPEN IN DER WIRKUNGSRECHNUNG
4.2 SCHWIERIGKEITEN BEI DER WIRKUNGSERFASSUNG UND WIRKUNGSRECHNUNG
4.2.1 SCHWIERIGKEIT DER MESSBARKEIT
4.2.2 SCHWIERIGKEIT DER ZURECHENBARKEIT
4.2.3 SCHWIERIGKEIT DER SUBJEKTIVITÄT
4.2.4 SCHWIERIGKEIT DER INFORMATIONSBESCHAFFUNG
4.3 MESSEN UND SKALIEREN
4.3.1 GÜTEKRITERIEN DER MESSUNG
4.3.2 KENNZAHLEN
4.3.3 INDIKATOREN
4.3.3.1 Funktionen von Indikatoren
4.3.3.2 Arten von Indikatoren
4.3.3.3 Anforderungen an Wirkungsindikatoren
4.3.3.4 Entwicklung von Wirkungsindikatoren und Indikatorsystemen
4.3.4 INDIZES
4.4 WEITERE ANSÄTZE DER WIRKUNGSERFASSUNG: EVALUATION, PERFORMANCE MEASUREMENT UND OUTCOME MONITORING
4.4.1 EVALUATION
4.4.1.1 Evaluationstypen
4.4.1.2 Evaluationsstandards
4.4.2 PERFORMANCE MEASUREMENT
4.4.3 OUTCOME MONITORING
4.5 QUALITÄTSMESSUNG
4.5.1 TERMINOLOGIE: QUALITÄT UND DIENSTLEISTUNGSQUALITÄT
4.5.2 QUALITÄTSBEURTEILUNG IN NONPROFIT-ORGANISATIONEN
4.5.3 INSTRUMENTE DER QUALITÄTSMESSUNG
4.6 INFORMATIONSGEWINNUNG FÜR DIE WIRKUNGSERFASSUNG
4.6.1 BEFRAGUNG
4.6.2 BEOBACHTUNG
4.6.3 EXPERIMENT
4.7 WIRKUNGSERFASSUNG UND WIRKUNGSRECHNUNG IN NONPROFIT-ORGANISATIONEN: ZWISCHENERGEBNIS DER THEORETISCHEN AUSEINANDERSETZUNG
5 WIRKUNGSERFASSUNG UND WIRKUNGSRECHNUNG IN DER SCHULDNERBERATUNG UND IN DER SCHULDENPRÄVENTION
5.1 WIRKUNGSERFASSUNG UND WIRKUNGSRECHNUNG IN DER SCHULDNERBERATUNG
5.1.1 ALLGEMEINE ZIELE DER SCHULDNERBERATUNG
5.1.2 LEISTUNGEN DER SCHULDNERBERATUNG
5.1.3 ERFASSUNG DER OUTCOMES IM BERATUNGSABLAUF
5.1.4 ERFASSUNG DER IMPACTS DURCH FESTSTELLEN DER KLIENTENZUFRIEDENHEIT
5.1.4.1 Standardisierte Abschlussberatung
5.1.4.2 Jährliche Klientenbefragung
5.1.4.3 Fachspezifische Befragungen
5.1.4.4 Beschwerdemanagement
5.1.5 INTERVISIONEN, FALLBESPRECHUNGEN UND FALLSUPERVISIONEN
5.1.6 QUALITÄTSAUDIT
5.1.7 QUALITÄTSZIRKEL
5.1.8 KONTROLLE UND EVALUATION DURCH DAS LAND OBERÖSTERREICH
5.1.9 ZWISCHENERGEBNIS: WIRKUNGSERFASSUNG UND WIRKUNGSRECHNUNG IN DER SCHULDNERBERATUNG
5.2 WIRKUNGSERFASSUNG UND WIRKUNGSRECHNUNG IN DER SCHULDENPRÄVENTION
5.2.1 ALLGEMEINE ZIELE DER SCHULDENPRÄVENTION
5.2.2 LEISTUNGEN DER SCHULDENPRÄVENTION
5.2.2.1 Informationsarbeit
5.2.2.2 Bildungsarbeit
5.2.2.3 Kultur- und Medienarbeit
5.2.3 BEFRAGUNGEN UND INTERNE EVALUATIONEN
5.2.3.1 Evaluation des Kinospots „Finanzinfarkt“
5.2.3.2 Evaluation von Bildungsveranstaltungen
5.2.4 INDIKATOREN IN DER SCHULDENPRÄVENTION
5.2.5 BESCHWERDEMANAGEMENT
5.2.6 KONTROLLE UND EVALUATION DURCH DAS LAND OBERÖSTERREICH
5.2.7 ZWISCHENERGEBNIS: WIRKUNGSERFASSUNG UND WIRKUNGSRECHUNG IN DER SCHULDENPRÄVENTION
6 ZUSAMMENFASSUNG
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung theoretischer Grundlagen zur Wirkungserfassung in Nonprofit-Organisationen und die Darstellung verschiedener methodischer Ansätze. Dabei wird untersucht, wie der Erfolg von Nonprofit-Organisationen, für die keine gewinnorientierten Marktmechanismen gelten, messbar gemacht werden kann und wie dies in der Praxis anhand einer Fallstudie (Schuldnerberatung und Schuldenprävention) umgesetzt wird.
4.2.2 Schwierigkeit der Zurechenbarkeit
Ein direkter Zusammenhang zwischen den Leistungen einer NPO und den Wirkungen bei den Adressaten lässt sich vielfach kaum nachweisen. Zwischen Leistungen und Wirkungen besteht oft nur ein schwacher Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. Wirkungen werden häufig von einer Reihe organisationsexterner Faktoren mitbestimmt. Sie sind somit multikausale Größen, die nicht zweifelsfrei den Leistungen einer NPO zurechenbar sind. Auch organisationsintern können erzielte Wirkungen nicht immer eindeutig bestimmten Leistungspaketen und Organisationseinheiten zugeordnet werden.
Die Wirkung einer Dienstleistung wird nicht allein vom Dienstleistungsanbieter bestimmt, sondern hängt auch maßgeblich vom Dienstleistungsempfänger (externer Produktionsfaktor) ab. Eine Leistung kann bei verschiedenen Adressaten unterschiedliche Wirkungen hervorrufen, weil die Integrationsfähigkeit und die Integrationsbereitschaft des externen Faktors die erzielte Wirkung beeinflussen.
Wirkungen sind überdies oft erst langfristig erkennbar oder treten mit Verzögerung ein, was ihre Erfassung zusätzlich erschwert. Mit zunehmender Dauer wird es immer schwieriger festzustellen, ob die Wirkungen tatsächlich auf bestimmte Leistungen zurückgeführt werden können.
Oettle unterscheidet nach dem Ausmaß der Zurechenbarkeit vier Abbildungsfälle: Im Resultantenfall führt eine Reihe mehr oder weniger genau beschreibbarer Leistungen zu der intendierten Wirkung. Diese beobachtbare Wirkung wird durch das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure einschließlich der Leistungsempfänger in nicht zurechenbarer Weise beeinflusst. Die erreichte Wirkung ist letztendlich ein Kombinationsprodukt verschiedener Leistungen und Einflüsse. Die Wirkungserfassung bleibt in diesem Fall unvollständig. Auch im Komplementaritätsfall (die beobachtbare positive Wirkung ist nicht durch die Leistung einer NPO verursacht, sondern durch das Nicht-Auftreten anderer Risiken) und im Imparitätsfall (Vorhalteleistungen, die keinen konkreten Inanspruchnahmenutzen stiften) lassen sich die Wirkungen nicht exakt abbilden. Nur im Erfassbarkeitsfall ist es möglich, die Wirkung exakt festzustellen und einer oder mehreren Leistungen einer NPO zuzuordnen.
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Bedeutung von Nonprofit-Organisationen und Definition der Zielsetzung und Fragestellungen der Arbeit.
2 NONPROFIT-ORGANISATIONEN: ALLGEMEINE GRUNDLAGEN UND SPEZIELLE MERKMALE: Erläuterung der Charakteristika von NPO, wie Sachzieldominanz und das Fehlen von Marktmechanismen, und deren Bedeutung für die Erfolgserfassung.
3 ERFOLG EINER NONPROFIT-ORGANISATION: Analyse des Erfolgsbegriffs, des Zielsystems von NPO und Einführung des 3-E-Konzepts (Economy, Efficiency, Effectiveness) als Bezugsrahmen.
4 WIRKUNGSERFASSUNG UND WIRKUNGSRECHNUNG IN NONPROFIT-ORGANISATIONEN: Detaillierte Darstellung theoretischer Ansätze, Schwierigkeiten und Methoden der Wirkungserfassung sowie Instrumente wie Evaluation und Qualitätsmessung.
5 WIRKUNGSERFASSUNG UND WIRKUNGSRECHNUNG IN DER SCHULDNERBERATUNG UND IN DER SCHULDENPRÄVENTION: Praxisorientierte Fallstudie zur Anwendung der Wirkungserfassung in den Tätigkeitsbereichen des Vereins für prophylaktische Sozialarbeit.
6 ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der wesentlichen Ergebnisse und Beantwortung der einleitend formulierten Forschungsfragen.
Nonprofit-Organisation, Wirkungserfassung, Wirkungsrechnung, Effektivität, Effizienz, 3-E-Konzept, Schuldnerberatung, Schuldenprävention, Leistungsindikatoren, Qualitätssicherung, Evaluation, Performance Measurement, Outcome, Zieloperationalisierung, Sozialarbeit.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen der Wirkungserfassung in Nonprofit-Organisationen (NPO).
Zu den zentralen Themen gehören das Zielsystem von NPO, das 3-E-Konzept der Erfolgsbeurteilung, Methoden der Messung und Skalierung sowie Ansätze wie Evaluation und Qualitätsmessung.
Das Ziel ist die Erarbeitung theoretischer Grundlagen und die Beschreibung praktischer Möglichkeiten der Wirkungserfassung, ergänzt durch eine Fallstudie über die Schuldnerberatung.
Die Arbeit folgt primär einer deduktiven Forschungsmethode, um ein logisches Modell aus bestehenden Theorien zu entwickeln, kombiniert mit einer praktischen Fallstudie.
Der Hauptteil analysiert das theoretische Rüstzeug zur Erfolgsmessung, die Schwierigkeiten der Messbarkeit und Zurechenbarkeit sowie konkrete Instrumente für die Praxis.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nonprofit-Organisation, Wirkungserfassung, Effektivität, Schuldnerberatung und Evaluation charakterisieren.
Es dient als Bezugsrahmen für die Erfolgsbeurteilung, da es die Ebenen Kosteneffizienz (Economy), Effizienz (Efficiency) und Wirksamkeit (Effectiveness) klar voneinander abgrenzt.
Die Erfassung erfolgt während des Beratungsablaufs durch das Festhalten der Zielerreichung im EDV-System EVAGS sowie durch Klientenrückmeldungen.
Aufgrund der Unschärfe von langfristigen präventiven Effekten und der hohen Anzahl externer Einflussfaktoren ist eine direkte Zuordnung von Wirkungen zu den Leistungen kaum möglich.
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