Seminararbeit, 2004
36 Seiten, Note: Sehr Gut
1 Einleitung
1.1.1 Verlustverwertung
1.1.2 Verlustverwertungsbeschränkungen
2 Allgemeine Definitionen und begriffliche Abgrenzungen
2.1.1 Mantelkauf und Mantelgründung
2.1.2 Das Phänomen des Mantels
2.1.3 Der Mantelkauf im Sinne des Gesellschaftsrechts(Mantelkauf im weiteren Sinn)
2.1.4 Der Mantelkauf im Sinne des Steuerrechts(Mantelkauf im engeren Sinn)
2.1.5 Dem §8-Mantelkauf vorgelagerte allgemeine Verlustverwertungsschranken
2.1.5.1 Reduzierter Einkommensbegriff bei §7(3) KStG - Körperschaften
2.1.5.2 Verlustausgleich
2.1.5.3 Steuerlicher Verlustabzug ( steuerlicher Verlustvortrag)
2.1.5.4 Das Verlustabzugsrecht im Umgründungssteuerrecht
2.1.5.5 Zur Höchstpersönlichkeit des Verlustabzugsrechts
2.2 VERLUSTABZUGSRECHT ISD §18 ABS.6 ESTG - BILANZIERUNGSFÄHIG?
2.2.1 Handelsrechtliche Bilanzierung
2.2.2 Steuerrechtliche Bewertung
2.2.3 Bewertung nach IAS
2.3 ZUR EINORDNUNG DES VERLUSTABZUGES UNDER DIE SONDERAUSGABEN
2.3.1 Verlustabzug auch für beschränkt steuerpflichtige Körperschaften
3 Die Anti-Mantelkaufnorm im Sinne des § 8 Abs. 4 Z. 2 KStG
3.1.1 Zur Frage der Gleichrangigkeit der drei Strukturkriterien
3.1.1.1 Fragen iRd Verbalinterpretation – zum Problem sprachlicher Präzision
3.1.1.2 Zur Frage der wesentlichen Änderungen im Sinne des §8 Abs. 4 Z.2 KStG
3.2 MOTIVE DES GESETZGEBERS FÜR DIE KODIFIZIERUNG DER NORM
3.3 VERHÄLTNIS ZU ANDEREN NORMEN
3.3.1 §8 (4) Z.1 KStG vs. §8(4) Z.2 KStG
3.3.2 §22BAO im Hintergrund von §8 Abs.4 Z.2 KStG
3.3.3 §9 KStG in Bezug zu § 8 Abs. 4 Z.2 KStG
3.3.4 §2(2b) EStG in Verbindung mit §8 Abs.4 Z.2 KStG
3.4 MANTELKAUF-VORAUSSETZUNGEN BZW. DIE IDENTITÄT DES STEUERPFLICHTIGEN
3.4.1 Änderung der Gesellschafterstruktur
3.4.2 Entgeltliche Grundlage
3.4.3 Änderung der organisatorischen Struktur
3.4.4 Änderung der wirtschaftlichen Struktur
3.5 GESAMTBILD DER VERHÄLTNISSE UND INNERER ZEITLICHER ZUSAMMENHANG
3.6 WIRKUNG BZW. RECHTSFOLGEN BEI (STEUERLICHEM) MANTELKAUF
3.6.1 Mantelkauf zu Sanierungszwecken
4 UmgrStG-Grundsatz des objektverknüpften Verlustabzugs
4.1 VERSCHMELZUNGSBEZOGENER MANTELKAUFTATBESTAND( § 4 Z. 2 UMGRSTG)
4.1.1 Voraussetzungen für den umgründungssteuerlichen Mantelkauftatbestand
4.1.1.1 Übergang des Verlustabzuges der übertragenden Körperschaft
4.1.1.2 Verhältnis zum körperschaftsteuerlichen Mantelkauftatbestand
4.1.1.3 Änderung der Gesellschafterstruktur
4.1.1.4 Änderung der organisatorischen Struktur
4.1.1.5 Änderung der wirtschaftlichen Struktur
4.2 BESONDERHEITEN BEI DEN STRUKTURÄNDERUNGEN NACH DEM UMGRSTG
4.2.1 Ausnahmetatbestände
4.2.2 Sanierungsklausel
4.2.2.1 Generelles zur Sanierungsklausel
4.2.3 Gesamtbild der Verhältnisse in §8 Abs.4 Z.2, § 9 KStG, §4 Z.1 lit c UmgrStG
4.2.4 Rationalisierungs- bzw. Synergieklausel
4.3 WIRKUNG BZW. RECHTSFOLGEN BEI MANTELKAUF
4.3.1 §44 UmgrStG gegenüber §4 Z.2 UmgrStG
4.3.1 Mantelkaufverhinderung bei Verschmelzungen
4.4 EINBRINGUNG UND MANTELKAUF
4.4.1 Abweichen vom Umgründungsgrundsatz des objektbezogenen Verlustabzugs?
4.5 UMWANDLUNG UND MANTELKAUF
4.5.1 Umwandlung allgemein
4.5.2 Mantelkaufverhinderung(sversuch) bei Umwandlungen
4.5.3 Grenzüberschreitende Umwandlung
4.6 SPALTUNG UND MANTELKAUF
4.6.1 Allgemeines
4.6.2 Spaltungsbedingte Anteilsgewährungen als entgeltlicher Vorgang?
4.6.3 Zum inneren zeitlichen Zusammenhang bei Spaltungen
4.6.4 Änderung des Verweises von §4 auf §21 UmgrStG in §35 UmgrStG
4.7 VORGEHENSWEISE DES FISKUS BEZÜGLICH DES MANTELKAUFS
4.7.1.1 Die Vorgehensweise im Innendienst
4.7.1.2 Die Vorgehensweise in der BP
4.8 VERLUSTVERWERTUNGSÜBERLEGUNGEN GEGEN DEN MANTELKAUF
4.8.1 Grundsatz der wirtschaftlichen Begründung von Umgründungen
4.8.2 Zur Frage der Beweislast(umkehr)
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht das steuerrechtliche Phänomen des Mantelkaufs, bei dem durch den Erwerb einer gesellschaftsrechtlichen Hülse Verlustvorträge für gewinnbringende Unternehmen nutzbar gemacht werden sollen, und analysiert hierbei die einschlägigen Anti-Mantelkaufnormen im KStG und UmgrStG.
2.1.2 Das Phänomen des Mantels
In einer Annäherung könnte man sagen, dass das Wort Mantel auf die typischerweise (nahezu) substanzlose, doch für die Anteilseigner haftungsbeschränkende Rechtsformhülse einer prinzipiell dem Trennungsprinzip gehorchenden (AG oder) GmbH abstellt. Ferner ist zwischen dem Mantelkauf im Sinne des Gesellschaftsrechtes sowie den Anti-Mantelkaufnormen im Rahmen des Steuerrechtes zu unterscheiden.
1 Einleitung: Das Kapitel führt in das Generalthema der Verlustverwertung im Steuerrecht ein und beleuchtet die Problematik des Mantelkaufs sowie damit verbundene verfassungsrechtliche Bedenken.
2 Allgemeine Definitionen und begriffliche Abgrenzungen: Hier werden grundlegende steuerliche Begriffe wie Verlustausgleich und Verlustvortrag definiert und die Einordnung des Verlustabzugs als Sonderausgabe diskutiert.
3 Die Anti-Mantelkaufnorm im Sinne des § 8 Abs. 4 Z. 2 KStG: Dieses Kapitel analysiert detailliert die gesetzlichen Voraussetzungen des Mantelkaufs, insbesondere die drei Kriterien Änderung der Gesellschafterstruktur, der organisatorischen sowie der wirtschaftlichen Struktur.
4 UmgrStG-Grundsatz des objektverknüpften Verlustabzugs: Die Ausführungen konzentrieren sich auf den speziellen Kontext von Umgründungen (Verschmelzung, Einbringung, Umwandlung, Spaltung) und den dort geltenden objektbezogenen Verlustabzug.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Problematik der interpretationsbedürftigen Normen zusammen und reflektiert über die weitere Entwicklung des steuerlichen Umgangs mit dem Mantelkauf.
Mantelkauf, Verlustverwertung, Verlustvortrag, Steuerrecht, KStG, UmgrStG, Umgründung, Körperschaftssteuer, Gesellschafterstruktur, Verlustausgleich, Sanierungsklausel, wirtschaftliche Identität, Steuerminimierung, Steuergestaltung, Betriebsvermögen
Die Seminararbeit behandelt das Thema des sogenannten Mantelkaufs im österreichischen Steuerrecht und dessen Auswirkungen auf die Verwertung von Verlustvorträgen bei Unternehmen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Abgrenzung von Gesellschaftsmänteln, die steuerliche Einordnung von Verlustabzügen sowie die rechtlichen Anti-Missbrauchsvorschriften im KStG und UmgrStG.
Das Ziel ist die systematische Beschreibung und kritische Würdigung der Anti-Mantelkaufnormen sowie der Ausnahmeregelungen, insbesondere vor dem Hintergrund der Forderung nach wirtschaftlicher Identität einer Körperschaft.
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Analyse, die auf der Auslegung von Steuergesetzen, der Heranziehung von Verwaltungspraxis (Richtlinien) sowie der Kommentarliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Kriterien des § 8 Abs. 4 Z. 2 KStG und die spezifische Behandlung von Verlustübergängen bei Umgründungsvorgängen wie Fusionen, Spaltungen und Umwandlungen.
Wichtige Begriffe sind Mantelkauf, Verlustvortrag, Umgründungssteuerrecht, Körperschaftssteuer, wirtschaftliche Identität und Sanierungsklausel.
Die Sanierungsklausel dient als Ausnahmevorschrift, die es unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht, trotz Strukturänderungen den Verlustabzug zu wahren, sofern das Ziel die Erhaltung wesentlicher betrieblicher Arbeitsplätze ist.
Während der Innendienst primär Firmenbuchdaten auswertet, konzentriert sich die Betriebsprüfung stärker auf konkrete Anteilskaufverträge und den tatsächlichen Geschäftsgang, um den Missbrauchsvorsatz zu prüfen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

