Bachelorarbeit, 2019
43 Seiten, Note: 2,0
Diese Arbeit untersucht die verschiedenen Bedeutungsdimensionen von Ausgleich im Kunstunterricht. Sie befasst sich mit der Frage, wie exemplarische Positionen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen Kunst als "Ausgleichsfunktionärin" für die Gesellschaft im Kontext des Kunstunterrichts verstehen würden. Durch ein Gedankenexperiment wird die Relevanz und Aktualität dieser Zuschreibung an Kunst, sowie deren Wandelbarkeit deutlich. Die Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Schriften in zweifacher Hinsicht zu lesen: einerseits als Positionen, die Kunst eine spezifisch ausgleichende Funktion zuschreiben, und andererseits als Konzepte für ausgleichenden Kunstunterricht.
Diese Arbeit fokussiert auf die Bedeutung von Ausgleich im Kunstunterricht und untersucht die Verbindung von Kunst und Ausgleich aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven. Wichtige Schlüsselbegriffe sind: Kunst, Ausgleich, Kompensation, gesellschaftliche Zuschreibungen, Gedankenexperiment, Kunstunterricht, ausgleichender Kunstunterricht, Positionen, Theorien, Sublimierung, Entlastung, Entschleunigung, Teilhabe, Gerechtigkeit, Empowerment.
Der Begriff „Ausgleich“ wird als Alternative zum oft negativ besetzten Begriff der „Kompensation“ verwendet. Er beschreibt die Funktion von Kunst, gesellschaftliche oder psychische Defizite zu balancieren.
Freud sah in der Kunst ein Mittel zur psychischen Sublimierung, bei der unterdrückte Triebe in kulturell anerkannte, schöpferische Leistungen umgewandelt werden.
Gehlen argumentiert, dass Kunst den Menschen von der Reizüberflutung und dem Handlungsdruck des Alltags entlastet und so eine stabilisierende Funktion einnimmt.
Positionen wie die von Birgit Mandel betonen, dass Kunst soziale Teilhabe ermöglichen und zur sozialen Gerechtigkeit beitragen kann, indem sie Barrieren abbaut.
Das Gedankenexperiment überträgt theoretische Positionen (z.B. Empowerment nach Mörsch) auf die Praxis des Kunstunterrichts, um deren Relevanz für moderne pädagogische Konzepte zu prüfen.
Ja, basierend auf den Thesen von Ritter, Marquard und Lübbe kann Kunstunterricht als kompensatorisches Element zur modernen Beschleunigung wirken und Räume für Verweilen und Reflexion schaffen.
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