Bachelorarbeit, 2018
42 Seiten, Note: 1,3
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Einleitung
2. Entwicklung und Funktion der Plakate
3. Vorgeschichte und Mythos
4. Das Plakat „Der ewige Jude“ im Nationalsozialismus
4.1 Die Wanderausstellung
4.2 Plakatanalyse „Der ewige Jude“
4.2.1 Der erste Eindruck und die äußeren Merkmale
4.2.2 Die Deutung und die Interpretation
4.3 Auswirkungen
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die antisemitische Bildpropaganda im Nationalsozialismus am Beispiel des Ausstellungsplakates „Der ewige Jude“. Dabei wird analysiert, wie durch die bewusste gestalterische Verwendung von Symbolen und ikonographischen Elementen eine manipulative Wirkung auf die Rezipienten erzielt werden sollte.
4.2.1 Der erste Eindruck und die äußeren Merkmale
Eine schwarze Gestalt vor einem gelben Hintergrund ist das Erste, was auf dem Ausstellungsplakat dem Betrachter ins Auge springt. Da es sich bei der Gestalt um eine Person handelt, schaut man als Nächstes auf dessen Gesicht, das leicht zur Seite gesenkt ist. Die Augen der Person sind verschlossen, das Gesicht von tiefen Falten durchzogen. Neben einer großen, länglichen Nase hat die männliche Person auf dem Plakat dicke Lippen, die von einem schwarzen, strähnigen Bart halb verdeckt sind. Auf dem Kopf trägt sie eine Kopfbedeckung, die weder einem Zylinder noch einem Hut ähnelt. Die Haut wirkt ungewöhnlich gräulich-blass. Es ist nicht ganz deutlich, ob es sich bei den dunklen Stellen auf der Haut um Schatten oder um Schmutz handelt. Die unnatürlich verformte Silhouette der Person deutet auf einen buckligen Rücken hin. Da der Körper von einem langen schwarzen Mantel umhüllt ist, macht er einen schattenhaften Eindruck. Die Hände scheinen ungewöhnlich groß und kräftig zu sein. In der rechten Hand hält die Gestalt Goldmünzen, die sie dem Betrachter entgegenstreckt.
In der linken Hand hält sie einen Gegenstand, der aussieht wie eine Peitsche mit mindestens zwei Knoten. Unter dem linken Arm klemmt eine Landkarte, die die Umrisse der damaligen Sowjetunion erkennen lässt und zudem mit Hammer und Sichel versehen ist. In roter Farbe steht in der unteren Hälfte des Plakates ganz groß „Der ewige Jude“ geschrieben. Die Schrift ähnelt der hebräischen Schrift, und erst, wenn sie gelesen wird, realisiert man, dass es die deutsche Sprache ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Medienwirkung im Nationalsozialismus ein und begründet die Wahl des Ausstellungsplakats „Der ewige Jude“ als Untersuchungsgegenstand.
2. Entwicklung und Funktion der Plakate: Das Kapitel betrachtet die historische Entwicklung des Plakats vom frühen Medium bis zum Propagandainstrument während des Nationalsozialismus.
3. Vorgeschichte und Mythos: Hier wird der historische Hintergrund der Legende des „Ewigen Juden“ sowie deren ideologische Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten beleuchtet.
4. Das Plakat „Der ewige Jude“ im Nationalsozialismus: Dies ist der Hauptteil, bestehend aus der organisatorischen Einordnung der Ausstellung, der formalen Plakatanalyse sowie der Interpretation von Symbolik und Wirkung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen politischer Manipulation durch Bildpropaganda.
Antisemitismus, Nationalsozialismus, Bildpropaganda, Der ewige Jude, Ikonographie, Plakatanalyse, Medienwirkung, Bolschewismus, Propagandakampagne, Karikatur, Symbolik, Ausstellungsplakat, Politische Manipulation, Visuelle Kommunikation.
Die Arbeit untersucht die antisemitische Bildpropaganda im Nationalsozialismus anhand eines konkreten Beispiels, des Ausstellungsplakates „Der ewige Jude“ aus dem Jahr 1937.
Zentrale Themen sind die Geschichte der Legende des Ewigen Juden, die politische Funktion von Plakaten im NS-Regime sowie die spezifische ikonographische Gestaltung des Plakats zur Manipulationszwecken.
Das Ziel ist es, die Wirkungsweise der nationalsozialistischen Bildpropaganda zu verstehen und zu analysieren, wie durch visuelle Codes und Symbole antisemitische Vorurteile und Feindbilder gezielt verstärkt wurden.
Die Arbeit verwendet primär eine formale Plakatanalyse in Kombination mit bildwissenschaftlichen Ansätzen, wie der Ikonographie nach Frank Büttner, um die Symbole und Inhalte des Plakats zu deuten.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Rolle des Plakats im Rahmen der nationalsozialistischen Wanderausstellung sowie der detaillierten Deutung der Bildelemente, der Farbgestaltung und der Interaktion zwischen Bild und Text.
Antisemitismus, Nationalsozialismus, Bildpropaganda, „Der ewige Jude“, Ikonographie, Plakatanalyse und politische Manipulation.
Die Farbgebung dient als zentraler Wirkungsfaktor: Gelb fungiert als Bildschwerpunkt, Schwarz als Kontrastzentrum der Übermacht, und Rot markiert als "vorspringende" Farbe sowohl den Titel als auch die Gefahr durch die Symbole.
Die Arbeit stellt heraus, dass Texte zwar dogmatische Aussagen transportieren, Bilder jedoch durch ihre "codierte" Art eine unmittelbare, manipulative Wirklichkeitserfahrung erzeugen können, die über die sprachliche Abstraktion hinausgeht.
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