Bachelorarbeit, 2019
53 Seiten, Note: 2,0
I. Einleitung
1. Problemstellung
2. Methodische Vorgehensweise
II. Theoretische und empirische Grundlagen
1. Moderne Erziehungsmodelle
2. Empirische Ergebnisse zur Internationalisierung von Familienunternehmen
3. Internationalisierung als Herausforderung familiärer Erziehung
3.1 Sprache und Kultur
3.2 Entwicklung in Deutschland
3.3 Herausforderungen für Unternehmerfamilien
III. Empirische Untersuchung
1. Fragestellungen
2. Auswahl der Forschungsmethoden
2.1 Strukturierte Interviews
2.2 Grounded Theory
IV. Auswertung der Interviews mithilfe der Grounded Theory
1. Abgrenzung von aktiver und passiver Erziehung
2. Auswertung der Interviews hinsichtlich aktiver Erziehung
3. Aktive Erziehung als Mittel zur Fremdsprachenförderung
4. Passive Erziehung als Mittel zur Fremdsprachenförderung
5. Auswirkung von aktiver sowie passiver Erziehung auf die Sprachkompetenz
6. Zwang
V. Diskussion
1. Hypothese 1: Erfolgreiche Unternehmensführung in globalen Märkten erfordert eine Internationalität des Unternehmensmanagements
2. Hypothese 2: Internationalität kann durch Erziehung erlernt werden
3. Hypothese 3: Sprachförderung ist in Unternehmerfamilien ein essenzieller Bestandteil der Erziehung
VI. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der zunehmenden Internationalisierung deutscher Familienunternehmen auf die Kindererziehung innerhalb der dazugehörigen Unternehmerfamilien. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie die nächste Generation bereits im Kindesalter gezielt auf die Anforderungen und Herausforderungen internationaler Märkte vorbereitet werden kann.
3. Aktive Erziehung als Mittel zur Fremdsprachenförderung
Wie im vorherigen Teil erarbeitet, scheint die aktive Erziehung besonders dann zu greifen, wenn die erziehende Partei eine genaue Vorstellung davon hat, was für den Educanden richtig sei. In diesem Teil soll konkret auf den Zusammenhang zwischen aktiver Erziehung und der Fremdsprachenförderung eingegangen werden.
„Du kommst meiner Meinung nach ohne Fremdsprachen heute nicht mehr durch die Welt. Schaffst du nicht, geht nicht…“ (BE, Interview 2, S.18)
Die intervenierenden Bedingungen der Eltern sind vor allem gekoppelt an das Bewusstsein der zunehmenden Wichtigkeit von Fremdsprachenkompetenz. Hier kann einerseits das Familienunternehmen eine bedeutende Rolle spielen oder aber auch die eigene Erziehung von BE.
„Mein Vater sprach Englisch, der konnte auch Latein und Griechisch, der war auf dem Gymnasium, aber der sprach Englisch dann perfekt. Der hätte jetzt keinen Satz gesagt, ohne dass der richtig war.“ (BE, Interview 2, S.10)
„Die Hälfte aller Sachen, die ich am Computer mache, sind in Englisch, obwohl ich ein deutsches Sprachprogramm habe. Fast alle Worte…“ (BE, Interview 2, S.21)
„Weil ich es in der heutigen Zeit in der heutigen Welt brauche. Ich sehe es ja hier (FU) am Telefon. Wir schreiben, wir haben einige englische Mails. Wir haben Leute, die nur Englisch am Telefon sprechen. Ich höre mir an, wie der Rest meiner Familie Englisch spricht…“ (BE, Interview 2, S. 21)
Bei BE führte sowohl die eigene Erziehung als auch das Familienunternehmen zu einer ausgeprägten Sensibilität gegenüber dem Erlernen einer Fremdsprache. Ein Indiz für die Relevanz der eigenen Erziehung und dessen Auswirkung ist, dass bereits der Vater von BE eine hohe Fremdsprachenkompetenz besaß. Der Vater sprach mehrere Fremdsprachen, was gerade in der damaligen Zeit nicht die Regel war. Darüber hinaus ist das Familienunternehmen sehr international aufgestellt, wodurch eine tägliche Konfrontation mit Fremdsprachen stattfindet. Beide Komponenten scheinen hier zu einer erhöhten Förderung bei den eigenen Kindern zu führen.
I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Internationalisierung von Familienunternehmen ein und stellt die Forschungsfrage sowie die drei zentralen Hypothesen zur Erziehung der nächsten Generation vor.
II. Theoretische und empirische Grundlagen: Hier werden moderne Erziehungsmodelle, insbesondere die Theorien von Luhmann und Brezinka, sowie der aktuelle Stand zur Internationalisierung von Familienunternehmen dargelegt.
III. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel spezifiziert das Forschungsdesign, die Kriterien für die Auswahl der untersuchten Unternehmen und beschreibt die Anwendung der Grounded Theory als Auswertungsmethode.
IV. Auswertung der Interviews mithilfe der Grounded Theory: Hier findet die detaillierte Analyse der Interviewdaten statt, wobei die Kategorien aktive/passive Erziehung, Fremdsprachenförderung und die Rolle von Zwang herausgearbeitet werden.
V. Diskussion: Die Ergebnisse aus der empirischen Untersuchung werden hier gegen die Hypothesen gespiegelt und in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet.
VI. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Einschränkungen der Fallstudie und gibt Anregungen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Familienunternehmen, Internationalisierung, Kindererziehung, Sozialisation, Fremdsprachenförderung, Aktive Erziehung, Passive Erziehung, Grounded Theory, Unternehmensnachfolge, Interkulturelle Kompetenz, Zwang, Sprachkompetenz, Unternehmensführung, Generationswechsel, Management.
Die Bachelorarbeit untersucht, wie Familienunternehmen, die international tätig sind, ihre Kinder erziehen, um sie frühzeitig auf die Anforderungen globaler Märkte und die spätere Übernahme des Unternehmens vorzubereiten.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Erziehungswissenschaften (Sozialisation, moderne Erziehungsmodelle) mit betriebswirtschaftlichen Aspekten der Internationalisierung von Familienunternehmen und der Unternehmensnachfolge.
Das Hauptziel ist es zu ergründen, inwieweit die zunehmende Internationalisierung von Familienunternehmen die Erziehung innerhalb der Unternehmerfamilie beeinflusst und welche Faktoren die Vorbereitung auf internationale Tätigkeiten fördern.
Die Arbeit nutzt als qualitative Methode eine Fallstudie mit teilstrukturierten Interviews von zwei Generationen eines Unternehmens, die anschließend mithilfe der Grounded Theory systematisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der aktiven und passiven Erziehung, die Bedeutung der Fremdsprachenförderung sowie die Rolle von Zwang als Instrument, um den Educanden zu internationaler Kompetenz und Unternehmensidentifikation zu führen.
Zentrale Begriffe sind Familienunternehmen, Internationalisierung, Erziehungsstrategien (aktiv/passiv), Fremdsprachenkompetenz, Unternehmensnachfolge und Grounded Theory.
Die Analyse zeigt, dass Eltern in Unternehmerfamilien Zwang als direktes Mittel einsetzen, wenn der Educand aufgrund von Barrieren wie Heimweh oder mangelndem Interesse den notwendigen Spracherwerb oder Auslandsaufenthalte ablehnt.
Aktive Erziehung umfasst explizite Maßnahmen und kommunizierte Forderungen der Eltern, während passive Erziehung als latenter Prozess durch Vorleben, Umfeld und beiläufiges Erleben kultureller Verschiedenheit wirkt.
Das Unternehmen fungiert als wertorientierter Ankerpunkt. Die Erziehung wird durch die unternehmerische Notwendigkeit nach internationaler Kompetenz komplexer und variabler, wobei das Unternehmenswohl teilweise über individuelle Bedürfnisse des Kindes gestellt wird.
Der Druck wird einerseits als belastend wahrgenommen, andererseits erkennt der Educand im Nachhinein oft den Wert der geförderten Kompetenzen, wie Sicherheit im Auftreten und Selbstbewusstsein bei internationalen Geschäftsaktivitäten.
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