Bachelorarbeit, 2022
86 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Ausgangssituation
1.2. Zielsetzung
1.3. Vorgehensweise
1.4. Aufbau der Arbeit
2. Chinas Wirtschaft von 1949 bis heute
2.1. Von der Gründung der Volksrepublik 1949 bis 2008
2.1.1. Die Ära Mao Zedong 1949–1978
2.1.2. Reform und Öffnung des Landes 1978–1997
2.1.3. Fortschreitende Öffnung 1997–2008
2.2. Chinas Wirtschaft nach der globalen Krise 2008
2.2.1. Die Nachwirkungen der Finanzkrise
2.2.2. Kreditboom und Verschuldung
2.2.3. Das System der Schattenbanken
3. Chinas Rolle in der Globalisierung
3.1. Chinas Rolle im Finanzhandel
3.1.1. Empfangsländer
3.1.2. Verträge und Klauseln
3.2. Wirtschaftliche Abhängigkeiten von China
3.2.1. Natürliche Ressourcen
3.2.2. China und Deutschland
3.2.3. Auswirkungen der Coronapandemie
3.3. Einflussnahme Chinas
4. Aufeinandertreffen unterschiedlicher Ideologien und Ziele
4.1. Europäische Union
4.2. China
4.3. Vergleich
5. Die Initiative der Neuen Seidenstraße
5.1. Das Vorbild: die antike Seidenstraße
5.2. Beschreibung der Initiative
5.2.1. Umfang und Eckdaten
5.2.2. Ziele des Projektes
6. Die Neue Seidenstraße in Europa
6.1. Interesse an Europa
6.2. Europäische Kooperationspartner
6.3. Landrouten nach Europa
6.3.1. Einführung Silk Road Economic Belt
6.3.2. Projekte in Europa
6.3.3. Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs
6.3.4. Zugstrecke nach Duisburg
6.4. Maritime Routen nach Europa
6.4.1. Häfen in Europa
6.4.2. Investitionen in Griechenland am Beispiel von Piräus
7. Einordnung des Projekts
7.1. Meinungen zum Projekt
7.1.1. Hoffnungen an das Projekt
7.1.2. Kritik und Sorgen
7.2. Bedeutung für Europa
7.2.1. Die chinesisch-europäische Zusammenarbeit in der Zukunft
7.2.2. Einblick in das europäische Gegenprojekt
8. Fazit
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit besteht darin, den wirtschaftlichen Aufschwung der Volksrepublik China und dessen globale Bedeutung zu analysieren. Dabei wird insbesondere der Einfluss der "Initiative Neue Seidenstraße" auf Europa untersucht sowie die Frage erörtert, wie eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen Europa und China gestaltet werden könnte.
3.1. Chinas Rolle im Finanzhandel
Im Gegensatz zu Chinas Vorreiterstellung im Welthandel geht seine Rolle im Finanzhandel häufig unter. China war im Jahr 2017 der größte Gläubiger der Welt und übertraf damit sowohl den IWF als auch die Weltbank. In der Studie „China’s overseas lending“ wird das Ausmaß von Chinas Kreditvergabe deutlich. Sie zeigt, dass 50 Prozent aller Kredite Chinas nicht an den IWF oder die Weltbank gemeldet wurden. Schätzungen der Studie zufolge haben sich Verpflichtungen anderer Länder gegenüber China von Anfang der 2000er bis 2017 von 500 Milliarden bis hin zu mehr als fünf Billionen US-Dollar entwickelt, das entspricht in etwa sechs Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Addiert man Portfolioschulden, direkte Kredite, Handelskredite, ausländisches Eigenkapital und Direktinvestitionen hinzu, belaufen sich Chinas Forderungen im Jahr 2017 sogar auf mehr acht Prozent des weltweiten BIP.
Das Besondere an Chinas Forderungen ist dabei nicht nur ihre Fülle, sondern auch dass sie zum Großteil von der chinesische Regierung, von staatseigenen Unternehmen oder von staatlich kontrollierten Banken gehalten werden – da China seine internationalen Kredite nicht meldet sind sie zudem nicht transparent. China verlangt für seine Kredite häufig Marktzinsen und Risikoaufschläge und lässt sie sich durch zusätzlich Vertragsklauseln absichern, die z. B. eine Rückzahlung durch Sachleistung wie Öl-Exporte ermöglichen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die veränderte Rolle Chinas als globale Wirtschaftsmacht ein und skizziert die methodische Vorgehensweise und den Aufbau der Bachelorarbeit.
2. Chinas Wirtschaft von 1949 bis heute: Das Kapitel beleuchtet die historische wirtschaftliche Entwicklung Chinas, von der Ära Mao Zedong über die Reform- und Öffnungspolitik bis hin zur aktuellen Situation nach der globalen Finanzkrise.
3. Chinas Rolle in der Globalisierung: Hier wird untersucht, wie China seine Bedeutung als globaler Gläubiger nutzt, welche Abhängigkeiten dabei entstehen und wie das Land seinen politischen Einfluss ausweitet.
4. Aufeinandertreffen unterschiedlicher Ideologien und Ziele: Dieses Kapitel stellt die divergierenden Weltanschauungen und Wertesysteme der Europäischen Union und Chinas gegenüber, um die Grundlagen ihrer Beziehungen zu verdeutlichen.
5. Die Initiative der Neuen Seidenstraße: Die Arbeit erläutert das Konzept der "One Belt, One Road"-Initiative, ihre historische Einordnung sowie die offiziellen Ziele und Instrumente dieses ambitionierten Infrastrukturprojekts.
6. Die Neue Seidenstraße in Europa: Der Fokus liegt hierbei auf der praktischen Umsetzung der Initiative in Europa, unter Berücksichtigung von Landrouten, maritimen Projekten und der Kooperation mit verschiedenen Partnerländern.
7. Einordnung des Projekts: Dieses Kapitel analysiert sowohl Hoffnungen als auch Sorgen hinsichtlich der Initiative und diskutiert die zukünftige Bedeutung der chinesisch-europäischen Zusammenarbeit.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und betont die Notwendigkeit eines einheitlichen europäischen Agierens im Umgang mit China.
China, Volksrepublik China, Neue Seidenstraße, Belt and Road Initiative, Globalisierung, Außenwirtschaft, Handel, Finanzstabilität, Infrastruktur, Wirtschaftswachstum, Europäische Union, Kreditpolitik, Investitionen, Geopolitik, Wirtschaftspolitik.
Die Arbeit analysiert den wirtschaftlichen und politischen Aufstieg der Volksrepublik China und untersucht dabei insbesondere die Auswirkungen der Initiative "Neue Seidenstraße" (Belt and Road Initiative) auf Europa.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen wirtschaftlichen Entwicklung Chinas, der globalen Rolle des Landes im Finanzhandel, dem Einfluss der Belt and Road Initiative, der Gegenüberstellung von europäischen und chinesischen Ideologien sowie der spezifischen Analyse von Investitionsprojekten in Europa.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie China seinen wirtschaftlichen Aufschwung für machtpolitische Zwecke nutzt, den Einfluss auf Europa zu beurteilen und Perspektiven für eine zukünftige, konstruktive Zusammenarbeit zu entwickeln.
Die Informationen wurden durch eine umfassende Literatur- und Studienrecherche gewonnen, wobei wissenschaftliche Bücher, Zeitschriften, Arbeitspapiere und Berichte internationaler Organisationen sowie tagesaktuelle Quellen und offizielle Dokumente ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Chinas Wirtschaftsgeschichte, seiner Rolle in der Globalisierung, den Vergleich der Ideologien ("Sozialismus chinesischer Prägung" vs. westliche liberale Werte) und die detaillierte Vorstellung und Bewertung der Neuen Seidenstraße in Europa inklusive konkreter Fallbeispiele.
Wesentliche Begriffe sind China, Neue Seidenstraße, Belt and Road Initiative, Wirtschaftswachstum, Außenwirtschaft, Geopolitik, Investitionen, Europäische Union und Finanzstabilität.
Piräus fungiert als "südliche Pforte der Europäischen Union" und als logistischer Knotenpunkt, der den schnellen Zugang zu zentral- und osteuropäischen Märkten ermöglicht, weshalb der chinesische Staatskonzern COSCO dort massiv investiert hat.
Da die wichtigsten Landrouten über Russland und die Ukraine führen, sorgt der Krieg für erhebliche Unsicherheiten und logistische Engpässe, was China dazu zwingt, alternative Routen zu prüfen und die Abhängigkeit von einzelnen Transportwegen zu überdenken.
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