Masterarbeit, 2021
65 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Übergewicht und Adipositas im Grundschulalter
2.1.1. Definition von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter
2.1.2. Prävalenz Ätiologie Epidemiologie
2.1.3. Folgen
2.1.4. Verhaltenstherapie
2.2. Die Rolle der Schule bei der Gesundheitsförderung
2.2.1. Gesundheitsförderung
2.2.2. Curriculare Verweise - Verhaltensprävention
2.2.3. Gesundheitsförderliche Schulentwicklung - Verhältnisprävention
2.2.4. Gegenwärtige Interventionscharakteristika in der Schule
2.3. Schulwandern
3. Feldversuch
3.1. Theoretische Grundlagen
3.2. Auswahl der Teilnehmenden
3.3. Fragebogen
3.4. Praktische Versuche
3.4.1. Rundenlauf
3.4.2. Wanderung
4. Ergebnisse
4.1. Auswahl der Teilnehmenden
4.2. Fragebogen
4.3. Rundenlauf
4.4. Wanderung
5. Diskussion
6. Limitation der Arbeit
7. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht das Potenzial von Schulwanderungen als niederschwellige, in den Schulalltag integrierbare Unterstützung für bewegungsorientierte, verhaltenstherapeutische Maßnahmen bei Kindern im Grundschulalter, die unter Übergewicht oder Adipositas leiden. Das Ziel ist es, Möglichkeiten zur Aktivierung der Kinder in einem wertungsfreien, natürlichen Setting zu identifizieren und die Wirkung auf Bewegungsmotivation und physische Aktivität im Vergleich zum klassischen Sportunterricht zu analysieren.
3.4.1. Rundenlauf
Die Bewegungsaufgabe besteht darin während eines Zeitfensters von 120 Minuten sich so lange individuell aktiv zu bewegen (gehen oder joggen) bis entweder keine Motivation zum Weiterbewegen vorhanden ist, die körperliche Erschöpfung einsetzt oder die vorgegebene Gesamtzeit erreicht wurde. Der Lauf durfte jederzeit individuell unterbrochen werden. Die Verpflegung obliegt den Teilnehmenden.
Die Durchführung erfolgt am 10.09.2021 auf einem Sportplatz in Koblenz auf einer genormten Laufstrecke von 400m pro Runde, die Zeit wird durch eine Stoppuhr ermittelt. Für die Zeitmessung ist nur die Zeiteinheit einer Minute für die Dokumentation relevant. Die Witterungsbedingungen sind günstig und liegen bei 17 Grad Celsius, leicht bewölktem Himmel und keinem Niederschlag.
1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Problematik von Übergewicht bei Schulkindern und begründet die Notwendigkeit, Schule als Setting für gesundheitsfördernde Maßnahmen zu nutzen.
2. Grundlagen: Erläutert medizinische Definitionen von Übergewicht sowie aktuelle Interventionsansätze und ordnet das Schulwandern in den pädagogischen Kontext ein.
3. Feldversuch: Beschreibt das methodische Design der Untersuchung, einschließlich der Auswahl der Teilnehmenden und der Durchführung von Rundenlauf und Wanderung.
4. Ergebnisse: Präsentiert die erhobenen Daten des Feldversuchs und zeigt Unterschiede zwischen den beiden Bewegungsaktivitäten auf.
5. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse im Hinblick auf die therapeutische Wirksamkeit von Schulwanderungen und die notwendige Schulentwicklung.
6. Limitation der Arbeit: Reflektiert die methodischen Einschränkungen der Studie, insbesondere hinsichtlich der Gruppengröße und Kontextfaktoren.
7. Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung von Schulwandern als komplementäre Unterstützungsmaßnahme.
Adipositas bei Kindern, Grundschule, Schulwandern, Gesundheitsförderung, Prävention, Bewegungsmotivation, Verhaltenstherapie, physische Aktivität, Bewegungserziehung, Setting-Ansatz, Kinderübergewicht, Bewegungsförderung, Lebensqualität, Schulentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie das Schulwandern als ergänzende Methode in der Schule eingesetzt werden kann, um übergewichtige und adipöse Grundschulkinder zu mehr körperlicher Aktivität zu motivieren.
Zentrale Felder sind die Adipositasprävention, die Rolle der Schule in der Gesundheitsförderung sowie der Bereich der erlebnispädagogisch orientierten Bewegungstherapie.
Ziel ist es zu klären, welches Potenzial das Schulwandern als schulische Unterstützung für bewegungsorientierte, verhaltenstherapeutische Maßnahmen bei Kindern der Primarstufe aufweist.
Es wurde eine explorativ-deskriptive Fallbeispielstudie mit einer kleinen Gruppe (n=6) durchgeführt, die sowohl quantitative Parameter als auch qualitative Beobachtungen bei verschiedenen Wander- und Laufversuchen kombiniert.
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen, die Durchführung und Auswertung von zwei Feldversuchen (Rundenlauf und Wanderung) sowie die Diskussion der Ergebnisse im Kontext bestehender Literatur zur Schulentwicklung.
Wichtige Begriffe sind Adipositas, Schulwandern, Grundschule, Prävention, Gesundheitsförderung und Bewegungsmotivation.
Die adipösen Kinder zeigten beim Schulwandern eine höhere Laufleistung, sowohl hinsichtlich der Gesamtzeit als auch der Durchschnittsgeschwindigkeit, im Vergleich zum klassischen Rundenlauf.
Im Gegensatz zum Sportunterricht findet beim Wandern kein defizitorientierter Vergleich statt; die Kinder absolvieren die Strecke geschlossen in der Gruppe, was ein positives Gemeinschaftserlebnis ermöglicht.
Nein, die Arbeit betont, dass das Schulwandern keine bestehende Therapieform ersetzen soll, sondern eine sinnvolle komplementäre Funktion im schulischen Alltag einnehmen kann.
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