Bachelorarbeit, 2008
61 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Studentenmobilität
2.1 Entwicklungen
2.2 Größenordnungen heute
2.3 Auswirkungen und Motivationen
2.3.1 Studenten
2.3.2 Staat und Gesellschaft
3. Theoretische Konzepte
3.1 Ein einfaches Wettbewerbsmodell
3.2 Wettbewerb um mobile Studenten
3.2.1 Bildungsqualität und Effizienzwirkungen von Studiengebühren
3.2.2 Höhe von Studiengebühren
3.3 Wettbewerb um mobile Absolventen
3.3.1 Bereitstellung von Bildungsleistungen
3.3.2 Private vs. öffentliche Finanzierung von Bildungsleistungen
3.3.3 Zeitinkonsistente Besteuerung von Humankapitalerträgen
3.3.4 Umverteilungswirkungen durch den Wettbewerb um mobile Absolventen
3.3.5 Steuerwettbewerb bei unterschiedlichen Mobilitätsgraden
3.4 Wettbewerb um mobile Studenten und mobile Absolventen
3.4.1 Welches Land sollte für die Bildung von ausländischen Studenten zahlen?
3.4.2 Auswirkungen von Studiengebühren
3.4.3 Optimale Bildungsqualität und multikulturelle Fähigkeiten
3.4.4 Auswirkungen des Wettbewerbs auf die Steuereinnahmen
4. Empirische Evidenz
4.1 Determinanten der Studentenmobilität
4.2 Regionale Verteilungseffekte der Hochschulfinanzierung
4.3 Einfluss des Wettbewerbs auf die Finanzierung von Bildungsleistungen
5. Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den internationalen Wettbewerb um mobile Studierende und analysiert dessen Auswirkungen auf staatliche Bildungsfinanzierung, Bildungsqualität und Humankapitalallokation. Sie hinterfragt, ob staatlicher Protektionismus sinnvoll ist oder ob Wettbewerbseffekte zu einer effizienteren Ressourcenallokation beitragen können.
2.3.1 Studenten
Hauptakteure im Prozess des Wettbewerbs um mobile Studenten sind natürlich die Studenten selbst. Deshalb ist es vor allem für Regierungen wichtig, die Intentionen zu verstehen, warum Studenten im Ausland studieren wollen. Nur so ist es für sie möglich, potenzielle Strategien zu entwickeln, um möglichst viele Studenten anzulocken oder falls man als Staat zu dem Schluss kommt, dass zusätzliche Studenten sich nachteilig auswirken, sie abzublocken. So individuell die Menschen auch sind, so unterschiedlich können auch die Gründe für ein Auslandsstudium sein. Deshalb können die nun folgenden Motive keine vollständige Aufzählung darstellen. Ein erster allgemein anerkannter Grund dürfte durch die zunehmende Globalisierung erkennbar sein. So wird es für international tätige Unternehmen immer wichtiger, auf ebenfalls international erfahrenes Personal zurückgreifen zu können. Ein Auslandsstudium bereitet besonders gut auf diese Aufgaben vor (Bennell und Pearce 2003, S. 216).
Weiterhin differieren die Motivationen von Studenten für ein Auslandsstudium auch danach, ob sie in einem Entwicklungsland oder entwickelten Land heranwachsen. Aus den empirischen Beobachtungen in Kapitel 2.1 und 2.2 sieht man, dass vor allem die entwickelten Länder als Ziele für Auslandsstudien dienen. Danach lässt sich die Studentenmobilität theoretisch in zwei Bereiche aufteilen. Einmal gibt es die vertikale Studentenmobilität, die zwischen entwickelten Ländern und Entwicklungsländern besteht. Auf der anderen Seite gibt es dann noch die Mobilität zwischen Ländern gleicher Entwicklungsebene. Diese wird auch horizontale Studentenmobilität genannt (Rivza und Teichler 2007, S. 459).
Ein Motiv für Studenten aus Entwicklungsländern in einem entwickelten Land zu studieren ist z.B., dass sich das Studium später in einem höheren Einkommen niederschlägt. Weitere Gründe können ein limitierter Zugang zur Hochschulbildung, z.B. hervorgerufen durch zu wenige Studienplätze, sein (Gribble 2008, S. 26) oder dass der gewünschte Studiengang nicht verfügbar ist (Altbach 2004, S. 20).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Humankapital im globalen Wettbewerb und führt in die ökonomischen sowie politischen Fragestellungen der Studentenmobilität ein.
2. Studentenmobilität: Dieses Kapitel liefert eine Bestandsaufnahme aktueller Migrationsbewegungen und analysiert die verschiedenen Beweggründe von Studierenden, Staaten und Gesellschaften.
3. Theoretische Konzepte: Der theoretische Hauptteil befasst sich mit den Wirkmechanismen des Steuer- und Subventionswettbewerbs sowie den Auswirkungen auf die öffentliche versus private Bildungsfinanzierung.
4. Empirische Evidenz: Hier werden verfügbare Daten zur Studentenmobilität ausgewertet und die theoretischen Erkenntnisse anhand ökonometrischer Studien überprüft.
5. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und diskutiert politische Empfehlungen für den Umgang mit mobilem Humankapital.
Studentenmobilität, Humankapital, Bildungsfinanzierung, Wettbewerb, Globalisierung, Brain Drain, Studiengebühren, Bildungsqualität, Steuerwettbewerb, Bologna-Prozess, Migration, tertiärer Bildungssektor, Volkswirtschaft, Allokation, Standortwettbewerb.
Die Arbeit analysiert den internationalen Wettbewerb zwischen Staaten um mobile Studierende und Absolventen aus ökonomischer Perspektive.
Die zentralen Felder sind die Auswirkungen von Studentenmobilität auf die staatliche Finanzierung, die Qualität von Bildungsangeboten und die steuerlichen Aspekte von Humankapital.
Ziel ist es zu klären, wie sich Regierungen auf den internationalen Wettbewerb um mobile Studierende einstellen sollten und welche Auswirkungen dies auf die nationale Wohlfahrt hat.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse theoretischer Wettbewerbsmodelle mit der Auswertung empirischer Befunde zur Mobilität und Bildungsfinanzierung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Konzepte (Steuer- und Subventionswettbewerb) und einen empirischen Teil, der die theoretischen Annahmen anhand von Fallbeispielen und Daten überprüft.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Studentenmobilität, Humankapital, internationale Bildungsfinanzierung und Steuerwettbewerb.
Theoretisch können Studiengebühren zur Effizienzerhöhung beitragen, indem sie positive fiskalische externe Effekte teilweise internalisieren, sofern die Kapitalmärkte funktionieren.
Berufe mit hoher Mobilität (z. B. Ingenieure) erleichtern den Steuerwettbewerb, während immobile Berufe in eine Hold-up-Situation geraten können, was staatliche Gegenmaßnahmen erfordert.
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