Diplomarbeit, 2009
76 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen zu Kreditderivaten
2.1 Klassifizierung von Kreditderivaten
2.2 Credit Default Swaps (CDS)
2.2.1 Handel und Indizes
2.2.2 International Swaps and Derivatives Association (ISDA)
2.2.3 Pricing
2.3 Makroökonomischer Nutzen und Anwendungsmöglichkeiten
2.3.1 Hedging und Risikomanagement
2.3.2 Eigenkapitalfreisetzung
2.3.3 Spekulation und Arbitrage
3. Entwicklungen, Einflüsse und Zusammenhänge im CDS Markt
3.1 Der CDS Markt
3.1.1 Netting
3.1.2 Margin-System und weitere Risikominimierungen
3.2 Die Entwicklung bis zur Finanzkrise
3.3 Die Entwicklung während der Finanzkrise (2007-2009)
3.4 Der Zusammenhang zum Aktienmarkt
3.5 Der Zusammenhang zum Anleihemarkt
3.6 Der Zusammenhang zu Ratingveränderungen
4. Risiken, Kritik und die Rolle der CDS in der Finanzkrise
4.1 Systemrisiken
4.2 Principal Agent Theory
4.2.1 Adverse Selection
4.2.2 Moral Hazard
4.3 CDS und die American Insurance Group (AIG)
4.4 Zusammenfassung
5. Handlungsempfehlungen zur Steuerung des CDS Marktes
5.1 Selbstregulierende Maßnahmen
5.2 Gesetzliche Bestimmungen
6. Konklusion
Die Arbeit untersucht die Rolle von Credit Default Swaps (CDS) während der Finanzkrise, analysiert ihre makroökonomischen Einflüsse und kritischen Systemrisiken anhand der Principal Agent Theory und bewertet potenzielle Regulierungsmaßnahmen zur Stabilisierung des Marktes.
2. Grundlagen zu Kreditderivaten
Ein Kreditderivat ist ein Finanzinstrument, dessen Wert oder Zahlungen sich vom Kreditrisiko eines oder mehrerer Underlyings ableitet (lat. derivare = ableiten). Es gibt immer einen Protection Buyer, (Sicherungskäufer/ Risikoverkäufer) der gegen Zahlung einer Prämie ein gewisses Kreditrisiko eines Underlyings für eine vorher bestimme Zeit an einem Protection Seller (Sicherungsgeber/Risikokäufer) überträgt. Die Höhe der Prämie für die Verlagerung des Kreditrisikos auf einen Dritten hängt von der Wahrscheinlichkeit eines Credit Events (Kreditereignisses) ab. Bei Eintreten eines Credit Events kann der Protection Buyer vom Protection Seller die im Vertrag abgemachte Zahlung verlangen.
Das Kreditrisiko stellt die Gefahr, dass ein Kreditnehmer seinen Verpflichtungen nicht pünktlich, nur teilweise oder gar nicht nachkommen kann. Was genau ein Credit Event umfasst ist in jedem Vertrag genau definiert. Dadurch wird die Möglichkeit geboten neben, sich den eben genannten Fällen auch gegen Bonitätsänderungsrisiken, Zins- und Währungskursänderungsrisiken, Moratorien, vorzeitige Fälligkeiten, Restrukturierungen und weiteren Ereignissen, abzusichern. Möglich wird diese individuelle Vertragsgestaltung durch den Over-the-Counter-Handel (OTC), welche am weitesten verbreitet ist.
1. Einleitung: Darstellung der schwerwiegendsten Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg und die zentrale Rolle sowie das rasante Wachstum von Kreditderivaten und CDS im Kontext dieser Krise.
2. Grundlagen zu Kreditderivaten: Erläuterung der technischen Funktionsweise von CDS, ihrer Einordnung in das Spektrum der Kreditderivate sowie ihrer makroökonomischen Anwendungsfelder wie Hedging und Eigenkapitalentlastung.
3. Entwicklungen, Einflüsse und Zusammenhänge im CDS Markt: Analyse der Marktdaten, des Volumens, der Korrelationen zum Aktien- und Anleihemarkt sowie der Abhängigkeit von Ratingentscheidungen während der Finanzkrise.
4. Risiken, Kritik und die Rolle der CDS in der Finanzkrise: Untersuchung der Systemrisiken, des Versagens der Marktteilnehmer und der Anwendung der Principal-Agent-Theorie, illustriert am Fallbeispiel der AIG.
5. Handlungsempfehlungen zur Steuerung des CDS Marktes: Erörterung von Lösungsansätzen wie der Implementierung zentraler Clearingstellen (CCP) und Transparenzmaßnahmen, um zukünftige Systemrisiken zu mindern.
6. Konklusion: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und Bewertung der Notwendigkeit einer regulatorischen Anpassung bei gleichzeitiger Wahrung der Attraktivität des CDS-Marktes.
Credit Default Swaps, CDS, Finanzkrise, Kreditderivate, Systemrisiko, Principal Agent Theory, Adverse Selection, Moral Hazard, Ratingagenturen, Regulierung, Clearingstelle, CCP, Finanzmarktstabilität, Interbanken-Kredithandel, Risikomanagement
Die Arbeit untersucht, ob Credit Default Swaps (CDS) zum Wohl der globalen Wirtschaft beitragen oder ob sie im Kontext der Finanzkrise zu untragbaren Systemrisiken geführt haben.
Sie behandelt die Grundlagen von Kreditderivaten, die Marktentwicklungen zwischen 2007 und 2009, die Risikostruktur der CDS, das Principal-Agent-Problem und Lösungsstrategien für die Regulierung.
Das Ziel ist es, neue Erkenntnisse über das Verhalten des CDS-Marktes in Krisenzeiten zu gewinnen und zu bewerten, wie dieser Markt effizienter und sicherer gesteuert werden kann.
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus theoretischer Literaturaufarbeitung, empirischer Analyse von Marktdaten (Volumina, Korrelationen) und fallbezogener Untersuchung (z. B. AIG, Lehman Brothers).
Der Hauptteil analysiert die Intransparenz des CDS-Marktes, die gegenseitige Abhängigkeit von CDS-Spreads und Ratingveränderungen sowie die systemrelevanten Risiken durch Interdependenzen der Marktteilnehmer.
Die zentralen Konzepte sind Credit Default Swaps, Systemrisiko, Principal-Agent-Theorie, Adverse Selection, Moral Hazard und moderne Finanzmarktaufsicht.
Das Netting relativiert die hohen Nominalvolumina, da offene Positionen der Marktteilnehmer gegeneinander aufgerechnet werden, was das tatsächliche Risiko deutlicher hervortreten lässt.
Die Einführung einer zentralen Clearingstelle (CCP) soll das Kontrahentenrisiko verringern, Transparenz schaffen und die Agency Costs reduzieren, indem sie als zentraler Intermediär fungiert.
Die Arbeit zeigt auf, dass Ratingagenturen in der Finanzkrise versagten, da CDS-Spreads oft als verlässlichere Frühindikatoren für die tatsächliche Bonität eines Unternehmens fungierten als offizielle Ratings.
Der Fall AIG illustriert das totale Versagen des Risikomanagements und der Aufsicht, bei dem eine kleine, hochspekulative Sparte durch exzessives CDS-Engagement das gesamte Unternehmen und das Finanzsystem in Gefahr brachte.
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