Bachelorarbeit, 2022
46 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Empirischer Kontext
2.1 Fluchtmigration und Flüchtlinge
2.2 Feminisierung der Fluchtmigration
3. Gewalt aus Sicht der soziologischen Gewaltforschung
4. Literaturüberblick
4.1 Ein- und Ausschlusskriterien von Forschungsarbeiten
4.2 Inhaltlicher Überblick quantitativer Forschung
4.3 Inhaltlicher Überblick qualitativer Forschung
4.3.1 Geschlechterspezifische Gewalt während der Flucht
4.3.2 Geschlechterspezifische Gewalt nach Ankunft in Deutschland
5. Diskussion und Ausblick
5.1 Diskussion der verwendeten Methodik
5.2 Diskussion der inhaltlichen Erkenntnisse
5.3 Ausblick für zukünftige Forschung
Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zu Fluchterfahrungen von Frauen im Kontext geschlechterspezifischer Gewalt systematisch aufzuarbeiten und strukturiert darzustellen, um die Relevanz einer geschlechtersensiblen Fluchtforschung zu verdeutlichen.
1. Einleitung
Sowohl die Flucht selbst als auch die Fluchtursachen und Bedingungen nach Aufnahme im Ankunftsland sind überaus belastende und traumatisierende Erfahrungen, die nicht selten mit Gewalterlebnissen in Verbindungen stehen. Rund 82,4 Millionen Menschen müssen derzeit aus ihrem Heimatland flüchten. Dabei sind fast die Hälfe davon Frauen und Mädchen (vgl. UNHCR 2020: 2 f.). Auf der Suche nach Schutz begeben sich die Menschen in gefährliche Situationen, da Fluchtmigration im „besonderen Maße durch Gewalt geprägt [ist], von den Fluchtgründen über Transit- und Campsituationen […] bis hin zu Grenzschutz und Repressionen gegen Asylsuchende“ (Kleist 2015: 160).
Dies kann besonders für Frauen gravierende Folgen haben. Sie sind sowohl vor als auch während ihrer Flucht geschlechterspezifischer Gewalt ausgesetzt, wodurch sie andere Fluchterfahrungen im Vergleich zu Männern machen. Auch in den Aufnahmeländern unterscheiden sich die Erfahrungen geflüchteter Frauen von denen männlicher Flüchtlinge. So weisen beispielsweise geflüchtete Frauen in Deutschland Unterschiede in ihrer Integration und sozialen Teilhabe auf und sind in Bereichen der Bildung oder am Arbeitsmarkt eingeschränkt (vgl. Paiva Lareiro 2021: 14).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein und thematisiert die traumatischen Gewalterfahrungen von geflüchteten Frauen sowie die Notwendigkeit einer geschlechtersensiblen Forschung.
2. Empirischer Kontext: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Flucht- und Migrationsforschung sowie die spezifische Bedeutung der Feminisierung der Fluchtmigration für dieses Forschungsfeld.
3. Gewalt aus Sicht der soziologischen Gewaltforschung: Hier werden zentrale Gewaltbegriffe und -formen sowie das Konzept der geschlechterbasierten Gewalt auf Basis soziologischer Forschung hergeleitet.
4. Literaturüberblick: Dieses Kernstück der Arbeit bietet eine systematische Analyse von insgesamt 29 Forschungsarbeiten, kategorisiert nach quantitativen und qualitativen methodischen Ansätzen.
5. Diskussion und Ausblick: Das abschließende Kapitel kritisiert kritisch die eigene Methodik, ordnet die Forschungsergebnisse ein und identifiziert Lücken für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.
Fluchtmigration, geschlechterspezifische Gewalt, Flüchtlingsfrauen, Gewaltforschung, strukturelle Gewalt, Integration, Fluchterfahrungen, SGBV, Fluchtursachen, Asylpolitik, Vulnerabilität, geschlechtssensible Forschung, Gewaltschutz, Intersektionalität, Gender.
Die Arbeit behandelt die systematische Aufarbeitung des Forschungsstands zu weiblichen Fluchterfahrungen unter besonderer Berücksichtigung geschlechterspezifischer Gewalt.
Die zentralen Felder umfassen Gewaltformen während der Flucht, die Situation im Ankunftsland, strukturelle Diskriminierung und die methodische Aufarbeitung bestehender Studien.
Das primäre Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über Gewalt gegen geflüchtete Frauen in einen strukturierten Zusammenhang zu bringen und Forschungslücken aufzuzeigen.
Es handelt sich um einen systematischen Literaturüberblick, der sowohl quantitative als auch qualitative Forschungsarbeiten auswertet und methodisch gegenüberstellt.
Der Hauptteil analysiert Literatur zu Gewalt in Transitländern, Flüchtlingslagern und nach der Ankunft in Europa/Deutschland sowie die Rolle staatlicher Strukturen.
Wichtige Begriffe sind Fluchtmigration, geschlechterspezifische Gewalt, institutionelle Gewalt, Integration und die spezifische Situation von Frauen in Asylunterkünften.
Die Arbeit zeigt, dass Gewalt gegen geflüchtete Frauen ein kontinuierliches Phänomen ist, wobei sich die Täterstrukturen (z.B. von Grenzpolizisten/Schleusern hin zu häuslichem Umfeld/Hilfspersonal) nach der Ankunft verändern.
Die Arbeit argumentiert, dass politische Rahmenbedingungen und mangelnde Schutzräume in Unterkünften die Vulnerabilität von Frauen aktiv verschlimmern können.
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