Bachelorarbeit, 2020
114 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einführung
1.1 Problemstellung und Forschungsfrage
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland
3 Die Rolle der Gender Studies und Anwendung im Marketing
3.1 Gender Studies
3.1.1 Sex vs. Gender
3.1.2 Soziale Konstruktion der Geschlechter
3.2 Gender Marketing
3.2.1 Einführung Gender Marketing
3.2.2 Diversity Ansatz
3.2.3 Implikationen des Gender Marketings
3.2.4 Gender Marketing und Geschlechterstereotypen
4 Effektivität der Werbung und Anwendung von Geschlechterstereotypen
4.1 Einführung Werbung
4.1.1 Wesen und Wirkung der Werbung
4.1.2 Deutsches Werbesystem
4.2 Die Rolle der Geschlechterstereotypen in der Werbung
4.2.1 Definition relevanter Begrifflichkeiten
4.2.2 Stereotype Rollenbilder
4.2.3 Sexismus in der Werbung
4.2.4 Exkurs: Werbewatchgroup Österreich
4.3 Exkurs: Code of Conduct Advertising Standards Authority in Great Britain
5 Empirische Untersuchung der Darstellung und Konsumentenwahrnehmung von Geschlechtern/-stereotypen
5.1 Theoretischer Bezugsrahmen
5.2 Qualitative Erhebungsmethode: Videoanalyse
5.2.1 Form der Datenerhebung
5.2.2 Aufbau und Vorgehensweise der Methodik
5.2.3 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
5.2.4 Überprüfung der Hypothesen
5.3 Quantitative Erhebungsmethode: Fragebogen
5.3.1 Form der Datenerhebung
5.3.2 Aufbau und Vorgehensweise der Methodik
5.3.3 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
5.3.4 Überprüfung der Hypothesen
5.4 Kritische Würdigung und Limitationen der Untersuchung
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Geschlechterstereotypen in Werbespots deutscher Lebensmitteleinzelhändler und analysiert mittels einer ergänzenden quantitativen Erhebung die Konsumentenwahrnehmung dieser Darstellungen sowie deren potenziellen Einfluss auf die Kaufabsicht.
1.1 Problemstellung und Forschungsfrage
Vor rund 40 Jahren waren Verbraucher mit rund 650 bis 850 Werbebotschaften konfrontiert, die nach der Einführung des privaten Rundfunks und Fernsehsendern stetig anstieg. Außerdem belaufen sich die Anzahl der Werbebotschaften mithilfe der Online-Werbung tagtäglich auf 10.000 bis 13.000 (Thomas 2018). Durch die zunehmende Erscheinung von Werbung steigt ihre Relevanz in der Gesellschaft und wirkt sogar für viele als Mitgestalter der Gesellschaft. Der Verbraucher ist in durchgehendem Kontakt mit Werbung, demzufolge orientiert er sich an die von der Werbung präsentierten Ideale und Normen (Jäckel/ Derra/ Eck 2009, 7f.). Dabei werden gesellschaftliche Werte und Einstellungen über Rollenbilder beeinflusst, die schließlich zur soziokulturellen Konstruktion von Geschlechtern beitragen.
Die fürsorgliche und sensible Mutter, die den Haushalt managed und der berufstätige Mann, der Sportwagen fährt und kaum zu Hause ist. Dies sind Darstellungen, die nicht selten in der Werbung repräsentiert werden. Hierbei handelt es sich um Geschlechterstereotypen, die zur Nutzung von Vereinfachung der komplexen Realität verwendet werden. Mittels bereits etablierter Verhaltensmuster und Alltagssituationen gelingt es dem Werbetreibenden die Aufmerksamkeit des Konsumenten zu erregen. Aufgrund ihrer möglichen Diskriminierung und Herabwürdigung eines Geschlechtes ist die Verwendung von Geschlechterstereotypen jedoch kritisch zu betrachten. Dem tragen Werbebetreibende durch verankerte Stereotypen bei (Fröhlich 2011, 25 und Vennemann/Holtz-Bacha 2011, 87). Der Deutsche Werberat setzt sich als Selbstkontrollorgan unter anderem gegen diskriminierende Werbung ein.
Dank der ASA wurde in England ein neues Gesetz gegen Werbespots mit diskriminierenden Geschlechterklischees erlassen, was die steigende Bedeutung der umstrittenen Thematik unterstreicht. Ebenso der im Mai 2019 veröffentlichte Online-Werbespot von Edeka “wir sagen danke”, der, der den Anschein erweckt, dass Männer schlechte Väter seien, warf große Kritik auf.
Zu konstatieren bleibt, dass bisher wenig Augenmerk auf die Untersuchung von Geschlechterstereotypen in Bezug auf Werbespots deutscher LEH gelegt wurde.
1 Einführung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz von Werbebotschaften und Ableitung der Forschungsfrage der Arbeit.
2 Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland: Vorstellung der Marktstruktur und Bedeutung der wichtigsten Unternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel.
3 Die Rolle der Gender Studies und Anwendung im Marketing: Erläuterung grundlegender Konzepte wie Sex, Gender, Gender Marketing und der Nutzen von Diversity-Ansätzen in der Vermarktung.
4 Effektivität der Werbung und Anwendung von Geschlechterstereotypen: Untersuchung der Funktionsweise von Werbung, Definition von Stereotypen und Analyse der Rolle von Kontrollorganen sowie Sexismuskritik.
5 Empirische Untersuchung der Darstellung und Konsumentenwahrnehmung von Geschlechtern/-stereotypen: Detaillierte Beschreibung der qualitativen Videoanalyse und der quantitativen Online-Umfrage samt Auswertung der Ergebnisse.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Reflexion über die Bedeutung von Geschlechterstereotypen in der zukünftigen Marketingkommunikation.
Gender Marketing, Geschlechterstereotypen, Werbespots, Lebensmitteleinzelhandel, Konsumentenwahrnehmung, Rollenbilder, Sexismus, Werbewirkung, Diversity Ansatz, Sozioökonomische Aspekte, Videoanalyse, Online-Umfrage, Soziokulturelle Konstruktion, Werberat, Kaufentscheidung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung von Geschlechterstereotypen in Werbespots deutscher Lebensmitteleinzelhändler und untersucht, wie diese Darstellungen von Konsumenten aufgenommen werden.
Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Gender Studies, professionelles Marketing, Werbepsychologie, Verhaltensökonomie sowie der kritischen Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Sexismus in der Werbung.
Ziel ist es zu ergründen, wie Geschlechter in aktuellen Werbespots dargestellt werden, welche Stereotypen dabei zum Einsatz kommen und ob diese die Kaufabsicht der Konsumenten beeinflussen.
Es wird ein methodischer Mix verwendet: Eine qualitative Videoanalyse zur Untersuchung von Werbemotiven und eine quantitative Online-Umfrage zur Einholung der Konsumentenmeinungen.
Neben theoretischen Grundlagen werden fünf marktführende Supermarktketten analysiert, deren Werbebotschaften auf Geschlechterklischees hin geprüft und deren Wirkung in einer Befragung evaluiert werden.
Zu den Kernbegriffen zählen Gender Marketing, Rollenbilder, Stereotypisierung, Konsumverhalten und die Wirksamkeit von Werbekommunikation.
Die Arbeit nutzt die Differenzierung zwischen 'Sex' (biologisch) und 'Gender' (sozial konstruiert) und beleuchtet das Konzept des 'Doing Gender', um zu zeigen, dass Geschlecht ein fortlaufender Prozess der sozialen Strukturierung ist.
Der Werberat wird als Selbstkontrollinstanz vorgestellt, die Standards für faire und diskriminierungsfreie Werbung setzt und auf Beschwerdebasis bei sexistischer oder stereotyper Darstellung interveniert.
Die Befragung deutet darauf hin, dass Geschlechterstereotypen zwar bewusst wahrgenommen werden und von einem Teil der Befragten kritisch gesehen werden, die Kaufentscheidung jedoch bei den untersuchten Beispielen kaum ausschlaggebend durch diese beeinflusst wurde.
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