Bachelorarbeit, 2022
100 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele der Arbeit, Gang und Grenzen der Untersuchung
2 BEGRIFFLICHE SPEZIFIZIERUNGEN UND ABGRENZUNGEN
2.1 Markenwahrnehmung in der Bekleidungsindustrie
2.1.1 Markenidentität
2.1.2 Markenimage
2.2 Der Begriff „Nachhaltigkeit“ im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext
2.3 Begrifflichkeiten der unternehmerischen Verantwortung
2.3.1 CSR
2.3.2 Nachhaltigkeitsstrategie im Marketing
2.3.3 Greenwashing
3 STRUKTURELLER WANDEL IN DER BEKLEIDUNGSINDUSTRIE AUF GRUND ZUNEHMENDER RELEVANZ DER UNTERNEHMERISCHEN VERANTWORTUNG
3.1 Die Notwendigkeit zum Handeln aus Sicht der Konsumenten
3.2 Das Potential eines Nachhaltigkeitsimages aus Sicht der Unternehmen
4 ERGEBNISSE EMPIRISCHER STUDIEN BEZÜGLICH DES AUFBAUS EINES NACHHALTIGKEITSIMAGES
4.1 Erkenntnisse empirischer Studien zu relevanten Merkmalen beim Aufbau eines Nachhaltigkeitsimages auf internationaler Ebene
4.2 Erkenntnisse empirischer Studien zu relevanten Merkmalen beim Aufbau eines Nachhaltigkeitsimages auf nationaler Ebene
4.2.1 Merkmale der ökologischen Dimension
4.2.2 Merkmale der ökonomischen Dimension
4.2.3 Merkmale der sozialen Dimension
4.3 Instrumente zur Kommunikation branchenspezifischer Merkmale
4.3.1 Gütesiegel
4.3.2 Händlerzeichen
4.3.3 Nachhaltigkeitsberichte
4.3.4 Einheitlicher Nachhaltigkeitsscore
4.4 Transparenz als umstrittenes Merkmal beim Aufbau eines Nachhaltigkeitsimages
4.5 Forschungsfragen
5 PRAKTISCHE UMSETZUNG EINES NACHHALTIGKEITSIMAGES AM BEISPIEL VON HESSNATUR
5.1 Beschreibung des Unternehmens
5.2 Brand Touch Points von hessnatur
5.2.1 Online Kommunikation
5.2.2 Offline Kommunikation
5.2.3 Partnerships in der Kommunikation
5.2.4 Kundenrat
6 METHODISCHES VORGEHEN DER EMPIRIE
6.1 Zielsetzung
6.2 Methodik
6.3 Durchführung
7 ERGEBNISSE DER EMPIRIE
7.1 Gruppierungen
7.2 Anforderungen nach Gruppierungen an nachhaltige Bekleidungsunternehmen
7.2.1 Merkmale der ökologischen Dimension
7.2.2 Merkmale der ökonomischen Dimension
7.2.3 Merkmale der sozialen Dimension
7.3 Wahrnehmung der Stichprobe zu Instrumenten der Kommunikation branchenspezifischer Merkmale
7.3.1 Gütesiegel
7.3.2 Händlerzeichen
7.3.3 Nachhaltigkeitsberichte
7.3.4 Einheitlicher Nachhaltigkeitsscore
7.4 Herausforderungen beim Aufbau eines Nachhaltigkeitsimages
8 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
9 SCHLUSS
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie ein Bekleidungsunternehmen auf dem deutschen Markt ein glaubhaftes und erfolgreiches Nachhaltigkeitsimage durch gezielte Kommunikation aufbauen kann, um sich von der Konkurrenz abzuheben.
1.1 Problemstellung
„The fashion industry is a huge contributor to the climate-and ecological emergency, not to mention its impact on the countless workers and communities who are being exploited around the world in order for some to enjoy fast fashion that many treat as disposables.“, twitterte Greta Thunberg am 8. August 2021. Aus ihrem Tweet geht hervor, dass wir als Konsumgesellschaft nicht nur zu Lasten der Umwelt, sondern auch weiterer sozialer und ökonomischer Faktoren, unser Bedürfnis nach ständig wechselnden Trends der Bekleidungsindustrie stillen.
Ausgenommen der Ölindustrie, trägt die Bekleidungsindustrie weltweit am meisten zur Umweltverschmutzung bei. Um nur einige Fakten zu nennen: Kleidungsstücke werden heutzutage deutlich schneller weggeworfen: Im Vergleich zum Jahr 2003 ist die Tragehäufigkeit eines Kleidungsstücks um 36% zurückgegangen. Weniger als 1% der Materialien, der weggeworfenen Kleidungsstücke, werden für die Produktion neuer Kleidungsstücke recycelt. 2015 lag die Menge an Treibhausgasen der Textilproduktion bei 1,2 Milliarden Tonnen CO2. Das ist 81-mal mehr, als alle internationalen Flüge und Kreuzfahrtschiffe zusammen innerhalb eines Jahres ausstoßen.
Auf Grund des Klimawandels wächst die Aufmerksamkeit hinsichtlich der Nachhaltigkeitsaspekte bei immer mehr Konsumenten – und somit spielt Nachhaltigkeit zunehmend eine wichtigere Rolle bei den Kaufentscheidungen für Kleidung. Daraus folgt, dass Unternehmen der Bekleidungsindustrie unternehmerische Verantwortung tragen sollten und sich in einem unternehmerischen Wandel befinden (werden). In der Vergangenheit ist es, besonders in der Modeindustrie, häufig passiert, dass Unternehmen ihre sogenannten „grünen Maßnahmen“ an die Öffentlichkeit misslungen kommuniziert haben, so dass diese nachhaltigen Inhalte der Marketingstrategien von Kritikern als „Greenwashing“ bezeichnet wurden.
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Problematik der Umweltbelastung durch die Modeindustrie sowie Vorstellung der Forschungsfragen.
2 BEGRIFFLICHE SPEZIFIZIERUNGEN UND ABGRENZUNGEN: Definition von Markenidentität, Markenimage, CSR und Nachhaltigkeit im Kontext der Bekleidungsindustrie.
3 STRUKTURELLER WANDEL IN DER BEKLEIDUNGSINDUSTRIE AUF GRUND ZUNEHMENDER RELEVANZ DER UNTERNEHMERISCHEN VERANTWORTUNG: Analyse des Wandels des Konsumverhaltens und der gestiegenen Bedeutung unternehmerischer Verantwortung.
4 ERGEBNISSE EMPIRISCHER STUDIEN BEZÜGLICH DES AUFBAUS EINES NACHHALTIGKEITSIMAGES: Darstellung internationaler und nationaler Erkenntnisse zur Wahrnehmung von Nachhaltigkeitsmerkmalen.
5 PRAKTISCHE UMSETZUNG EINES NACHHALTIGKEITSIMAGES AM BEISPIEL VON HESSNATUR: Untersuchung der Kommunikationsstrategie und Touchpoints des Unternehmens hessnatur.
6 METHODISCHES VORGEHEN DER EMPIRIE: Erläuterung der quantitativen Forschungsmethode und der Durchführung der Befragung.
7 ERGEBNISSE DER EMPIRIE: Detaillierte Analyse der Ergebnisse zur Wahrnehmung von Merkmalen und Kommunikationsinstrumenten.
8 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Ableitung konkreter Strategien für Unternehmen zum Aufbau eines nachhaltigen Images.
9 SCHLUSS: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftige Forschung.
Nachhaltigkeit, Modeindustrie, Markenidentität, Markenimage, CSR, Greenwashing, Nachhaltigkeitsberichte, Gütesiegel, Konsumenten, Bekleidung, Klimawandel, Kommunikation, Unternehmensverantwortung, ESG-Kriterien, Hessnatur.
Die Arbeit untersucht, wie Bekleidungsunternehmen nachhaltige Werte glaubhaft kommunizieren können, um sich als nachhaltige Akteure in einem Markt zu positionieren, der stark von Trends und schnellem Konsum geprägt ist.
Zentrale Themen sind die Markenidentität, die Abgrenzung von Greenwashing sowie die Analyse der drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Soziales, Ökonomie) in der Modebranche.
Ziel ist es zu erforschen, wie ein Bekleidungsunternehmen auf dem deutschen Markt ein wirksames und glaubhaftes Nachhaltigkeitsimage aufbauen kann, das von Konsumenten positiv wahrgenommen wird.
Es wurde eine explorative Forschung mit einer quantitativen Methode gewählt, bestehend aus einer Befragung von 115 Teilnehmern zur Wahrnehmung von Nachhaltigkeitsmerkmalen und Kommunikationsinstrumenten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Marktanalyse, die empirische Untersuchung sowie die praktische Anwendung am Beispiel des Unternehmens hessnatur.
Neben Nachhaltigkeit und Modeindustrie sind insbesondere CSR, Markenimage, Greenwashing, Gütesiegel und Konsumentenverhalten entscheidend für das Verständnis der Arbeit.
Greenwashing kann laut der Arbeit das Vertrauen der Stakeholder nachhaltig schädigen und zu einem massiven Imageverlust sowie sinkenden Verkaufszahlen führen, sobald widersprüchliche Informationen aufgedeckt werden.
hessnatur dient als Praxisbeispiel, da es bereits als Vorreiter in der Modebranche gilt und strukturelle Ansätze wie Nachhaltigkeitsberichte und verschiedene Marken-Touchpoints erfolgreich integriert hat.
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