Bachelorarbeit, 2022
43 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung: Kantabilität
3. Mozarts Bestreben nach Kantabilität
3.1. Das Opernhafte
3.1.1 Frühe Begegnungen mit der Oper
3.1.2 Mozart und der Gesang
3.2. Ornamentik und Artikulation
3.3. Die Instrumentierung
3.3.1 Mozarts Klaviere
3.3.2 Klavier und Orchester
4. Mozarts Kantabilität im Klavierkonzert
4.1. Klavierkonzert in D-Moll KV 466, 2. Satz
4.2. Klavierkonzert in C-Dur KV 467, 2. Satz
4.3. Klavierkonzert in B-Dur KV 595
4.3.1. 1. Satz Allegro
4.3.2. 2. Satz Larghetto
4.3.3. 3. Satz Allegro
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Begriff der Kantabilität und deren spezifische Ausprägung sowie Wirkung in den späten Klavierkonzerten von Wolfgang Amadeus Mozart. Dabei wird erforscht, inwieweit Mozarts opernhaftes Denken und sein Streben nach gesanglicher Gestaltung auch in seine Instrumentalmusik, insbesondere die Klavierkonzerte, einfließen.
Die Instrumentierung
Um dem Phänomen der Gesanglichkeit in Mozarts Klavierwerken, vor allem in seinen Klavierkonzerten noch mehr im Hinblick auf die klanglichen Aspekte der Instrumente auf den Grund zu gehen, verlassen wir nun die beiden vorangegangenen kompositionstechnischen Ebenen und beschäftigen uns zunächst mit den Instrumenten zur Zeit von Mozart und anschließend mit der beeindruckenden Instrumentierungsanlage eines Klavierkonzerts.
Bei der Benutzung von alten Instrumenten sind wir mit einigen Problemen konfrontiert. Erstens existieren nur wenige gute historische Instrumente und Nachbauten sind in den meisten Fällen viel weniger authentisch. Zweitens wurden die Instrumente auf eine andere Art und Weise gespielt, als es heute gewohnt sind, was natürlich unserer modernen Klangvorstellung geschuldet ist. Die heutige Vision nach „größerem Tonvolumen, größerem Tonumfang, besserer Intonation und [...] besserer Spielbarkeit“ entstand bereits bei Beethoven.
Das Hammerklavier wurde Mozarts Lieblingsinstrument, denn wie sein Sohn Carl Thomas berichtet, griff er fast immer, egal ob bei öffentlichen Konzerten oder bei Auftritten vor der Prominenz, auf das Hammerklavier zurück, wenngleich er auch viele Konzerte am Cembalo spielte.
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Gattung Klavierkonzert für Mozart und Relevanz der Kantabilität als ästhetisches Ideal.
2. Begriffsbestimmung: Kantabilität: Herleitung des Begriffs aus dem italienischen „cantabile“ und dessen musikhistorische Einordnung in Lexika.
3. Mozarts Bestreben nach Kantabilität: Analyse der musikalischen und biographischen Einflüsse, die Mozarts Gesangsästhetik prägten.
4. Mozarts Kantabilität im Klavierkonzert: Musikwissenschaftliche Detailanalyse spezifischer Sätze aus den Klavierkonzerten KV 466, KV 467 und KV 595.
5. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnisse über die Verflechtung von Vokalität und Instrumentaltechnik in Mozarts Spätwerk.
Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert, Kantabilität, Cantabile, Gesang, Oper, Hammerklavier, Belcanto, Ornamentik, Artikulation, Musikästhetik, Kompositionsstil, Instrumentierung, Konzertform, Spätwerk.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der „Kantabilität“ als zentralem ästhetischem Anspruch in Mozarts Klavierkonzerten und untersucht, wie er gesangliche Elemente in seinen instrumentalen Klaviersatz integriert.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstellen zwischen Opernmusik und Instrumentalmusik, insbesondere unter Berücksichtigung von Artikulation, musikalischer Verzierung und der instrumentalen Klangvorstellung.
Ziel ist es zu ergründen, was genau unter „kantabel“ zu verstehen ist und wie dieses Phänomen in den späten Klavierkonzerten Mozarts praktisch musikalisch wirksam wird.
Der Autor wählt einen induktiven Ansatz, der vom Allgemeinen (der Begriffsbestimmung) zum Konkreten (der Analyse ausgewählter Notenbeispiele aus dem Hauptwerk) führt.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf drei Ebenen: dem Opernhaften, der Ornamentik und Artikulation sowie der Instrumentierung.
Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Klavierkonzert, Kantabilität, Mozarts Spätwerk und die Transformation gesanglicher Ausdrucksmittel in die Instrumentalmusik definieren.
Das Hammerklavier wird als Mozarts bevorzugtes Instrument hervorgehoben, da es eine größere klangliche Differenzierung und dynamische Flexibilität für kantable Linien ermöglichte als zeitgenössische Alternativen.
Der Autor differenziert detailliert zwischen verschiedenen Staccato-Formen (Keile vs. Punkte) und deren Bedeutung für den Ausdruck, wobei stets ein homogener, gesanglicher Vortrag das Ziel bleibt.
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