Magisterarbeit, 2007
56 Seiten, Note: 3 plus
Einleitung
1. DIE WICHTIGSTEN MERKMALE DER EPOCHE DER ROMANTIK
1.1 E.T.A. Hoffmann als ein Künstler der Romantik
1.2 Zum Begriff „Nachtstück“
1.3 Romantisches Konzept des „Nächtlichen“
1.4 Hoffmanns Nachtstücke
2. „IGNAZ DENNER“
2.1 Zum Inhalt der Erzählung
2.2 Zur Form des Textes
2.3 Der Zeitraum
2.4 Der Raum
2.5 Personal des Textes
2.6 Kernmotive des Nachtstücks
2.6.1 Motiv des Waldes
2.6.2 Motiv des Spuks
2.6.3 Motiv des Magnetismus
2.6.4 Motive des Blutzaubers und der Alchemie
2.6.5 Motiv des Doppelgängers
2.6.6 Teufelsmotiv
2.6.7 Motiv der Kiste und des Teufelspakts
2.6.8 Motiv des Mordes
2.7 Ungeklärte Stellen der Handlung
2.8 Merkmale des „Nächtlichen“
3. „JESUITERKIRCHE IN G.“
3.1 Zum Inhalt der Erzählung
3.2 Zur Form des Textes
3.3 Der Zeitraum
3.4 Der Raum
3.5 Personal des Textes
3.6 Kernmotive des Nachtstücks
3.6.1 Motiv des Künstlers und der Kunst
3.6.2 Motiv der unglücklichen Künstlerliebe
3.6.3 Motiv der Vision
3.6.4 Motiv des Wahnsinns
3.7 Ungeklärte Stellen der Handlung
3.8 Merkmale des „Nächtlichen“
4. „DAS SANCTUS“
4.1 Zum Inhalt der Erzählung
4.2 Zur Form des Textes
4.3 Der Zeitraum
4.4 Der Raum
4.5 Personal des Textes
4.6 Kernmotive des Nachtstücks
4.6.1 Motiv der Sünde und der Strafe
4.6.2 Motiv der Musik
4.6.3 Motiv des Magnetismus
4.7 Ungeklärte Stellen der Handlung
4.8 Merkmale des „Nächtlichen“
5. Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Gattung des romantischen Nachtstücks anhand von drei Erzählungen E.T.A. Hoffmanns. Ziel ist es, die spezifischen Merkmale dieser Erzählform zu identifizieren, die Verbindung zwischen künstlerischer Produktion und der dunklen Seite der menschlichen Psyche zu ergründen sowie die Bedeutung des „Nächtlichen“ als zentrales Motiv in Hoffmanns Werk herauszuarbeiten.
2.6.2 Motiv des Spuks
Die Menschen glaubten, dass Doktor Trabacchio „mit dem Satan im Bündnis steht“, weil er ihnen mal als ein „leuchtendroter Hahn“ erschien. Den Spuk begleitete immer das Rauschen und Rascheln.
(…) rauschte nach dem Hahn durch das Fenster, welches zugeschlagen wurde, dass es die einsame Straße klirrte und döhnte.
Nach Trabacchios Verurteilung zum Scheiterhaufen, blieb sein Spuk in seinem verschlossenen Gewölbe, den man auf keine Weise bannen konnte.
(…) der Geistliche (…) betete kräftiger, das Kruzifix emporhaltend und die Tür mit Weihwasser besprengend. ‚Man gebe mir ein Brecheisen!’ rief er laut; zitternd reichte es ihm ein Maurerbursche hin, aber kaum setzte es der alte Mönch an die Türe, als sie mit furchtbar erschütterndem Knall aufsprang. Blaue Flammen leckten überall an den Wänden des Gewölbes herauf (…).
Der Spuk von Doktor Trabacchio quälte Ignaz Denner, der schon reute und bußte und versprach, dass er auf das Böse verzichtet. Der Spuk erschien im Denners Zimmer als eine Gestalt im roten goldverbrämten Mantel. Das Rauschen begleitete auch in diesem Fall den Spuk.
Am Ende der Erzählung erschien Anders wieder Trabacchios Spuk. Er hörte im Zimmer Knistern und Rauschen und gleichzeitig bemerkte er einen roten Schein, der durch das Zimmer fuhr und veschwand wieder. Der Spuk murmelte: Nun bist du Meister- du hast den Schatz-du hast den Schatz-gebeut über die Kraft, sie ist dein.
Einleitung: Das Hauptziel ist die Analyse der drei Erzählungen Hoffmanns und die Definition wichtiger romantischer Merkmale sowie des Begriffs Nachtstück.
1. DIE WICHTIGSTEN MERKMALE DER EPOCHE DER ROMANTIK: Es werden die Grundzüge der Romantik, die Rolle von E.T.A. Hoffmann in dieser Epoche und die Entwicklung des Nachtstück-Begriffs erläutert.
2. „IGNAZ DENNER“: Das Kapitel analysiert die Erzählung hinsichtlich ihrer düsteren Motive, des Teufelsglaubens und der psychologischen Verstrickung der Protagonisten.
3. „JESUITERKIRCHE IN G.“: Hier steht die Problematik der künstlerischen Produktivität, das Motiv des Wahnsinns und die tragische Verwicklung eines Malers im Vordergrund.
4. „DAS SANCTUS“: Diese Novelle untersucht die Verbindung von Kunst, Religion und den psychischen Einfluss auf die Heilung einer Sängerin durch das Erzählen von Geschichten.
5. Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über Hoffmanns Erzählweise, die Bedeutung des Nächtlichen und die Rolle des Schauerlichen in seinem Werk.
Romantik, E.T.A. Hoffmann, Nachtstück, Schauerromantik, Doppelgänger, Magnetismus, Wahnsinn, Künstlerliebe, Vision, Teufelsmotiv, Spuk, Unheimliches, Psyche, Bildungsroman, Binnenerzählung.
Die Arbeit analysiert die Gattung des romantischen Nachtstücks anhand von drei ausgewählten Erzählungen E.T.A. Hoffmanns und untersucht deren thematische und strukturelle Gemeinsamkeiten.
Die zentralen Felder sind die Romantik als Epoche, die Definition und Bedeutung des Begriffs "Nachtstück" sowie die Analyse spezifischer, düsterer Motive in Hoffmanns Werk.
Das primäre Ziel ist es, die Charakteristika des nächtlichen Erzählens bei Hoffmann zu identifizieren und aufzuzeigen, wie er psychologische Abgründe und dämonische Elemente literarisch verarbeitet.
Die Arbeit nutzt eine werkanalytische Methode, indem sie die Erzählungen hinsichtlich Inhalt, Struktur, Zeit, Raum, Personal und spezifischer Kernmotive systematisch untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von "Ignaz Denner", "Die Jesuiterkirche in G." und "Das Sanctus", wobei jeweils Form, Inhalt, Zeit, Raum und die wesentlichen Kernmotive detailliert analysiert werden.
Wichtige Begriffe sind Romantik, Nachtstück, Schauerromantik, Wahnsinn, Magnetismus, Teufelsglauben und das Unheimliche.
Der Magnetismus wird bei Hoffmann oft als dunkle, psychische Einflussnahme dargestellt, die den Menschen in seinem Willen beugen kann, wird aber in "Das Sanctus" auch als heilbringendes Element thematisiert.
Die Kunst ist bei Hoffmann eng mit der menschlichen Psyche und dem Streben nach dem Absoluten verbunden; der Künstler scheitert oft an der Diskrepanz zwischen idealer Vision und realer Umsetzung, was häufig zu Wahnsinn führt.
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