Examensarbeit, 2000
141 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
2. Das Konzept der emotionalen Intelligenz
2.1. Emotionale Intelligenz
2.1.1. Emotion
2.1.2. Intelligenz
2.2. EQ vs IQ
2.3. Modelle der Emotionalen Intelligenz
2.3.1. Multiple Intelligenzen nach Gardner
2.3.2. Emotionale Intelligenz nach Goleman
2.3.3. Emotionale Intelligenz nach Salovey und Mayer
3. Entwicklungspsychologische Aspekte der emotionalen Intelligenz
4. Bisherige Versuche der Vermittlung von emotionaler Intelligenz
5. Vorbedingungen der Trainingskonzeption
5.1. Bedingungsanalyse
5.2. Zielformulierung
5.3. Zielgruppe
5.4. Einsatz des Trainingsprogramms
6. Das Trainingsprogramm
6.1. Vorwort
6.2. Manual für Anwender (Eltern)
6.2.1. Einleitung
6.2.2. Was ist emotionale Intelligenz?
6.2.3. Bei sich selbst beginnen oder - Vorbildfunktion der Eltern
6.2.4. Allgemeine Prinzipien
6.2.4.1. Wie Sie das Selbstwertgefühl Ihres Kindes fördern können
6.2.4.2. Kinder benehmen sich nicht daneben
6.2.4.3. „Familienregeln“ aufstellen
6.2.4.4. „Spezielle Zeit“ mit ihrem Kind
6.2.4.5. Bejahende Disziplin
6.2.4.6. Kinder richtig kritisieren
6.2.4.7. Kinder richtig loben
6.2.4.8. Ehrlichkeit statt Selbsttäuschung
6.2.4.9. Immer höflich sein?
6.2.4.10. Misserfolg und Chance
6.2.5. Gefühle wahrnehmen (Selbstwahrnehmung)
6.2.6. Mit eigenen Gefühlen angemessen umgehen (Selbststeuerung)
6.2.7. Sich in andere Menschen einfühlen (Empathie)
6.2.8. Der Umgang mit Menschen/Beziehungen (Soziale Kompetenz)
6.2.9. Das Rollenspiel
6.2.10. Geschichten erzählen
6.2.11. Entspannung
6.2.12. Weitere Kinderbuchempfehlungen
6.2.13. „Das letzte Wort“
7. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines praxisorientierten Trainingsprogramms für Eltern zur gezielten Entwicklung und Förderung der emotionalen Intelligenz bei Kindern im Vorschulalter, um durch gestärkte emotionale Kompetenzen die langfristige Lebensqualität der Kinder positiv zu beeinflussen.
Wut
Wut ist jenes Gefühl, das die Menschen am schlechtesten unter Kontrolle bringen können (vgl. TICE in GOLEMAN 1997, S. 83). Wut ist tief in uns verwurzelt und beruht auf Kampf- oder Fluchtreaktionen, die entstehen, wenn wir uns in Gefahr fühlen. Während für unsere Vorfahren die Wut lebenserhaltende Funktion im Kampf um das Überleben hatte, muss das häufige Vorkommen von Wutausbrüchen heutzutage anders beurteilt werden.
Während sich die Wut in einem aufbäumt, treibt ein selbstgerechter, innerer Monolog sie nur noch an und liefert die überzeugendsten Argumente dafür, unserer Wut freien Lauf zu lassen. Wut wirkt, anders als z.B. Traurigkeit, nämlich anspornend und belebend (vgl. ebd.).
Bei Wut werden körperliche Stressreaktionen ausgelöst, die der Energiemobilisierung dienen (Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin). Die Mimik verändert sich: Stirnrunzeln; starrer, drohender Blick; Aufblähen der Nasenflügel; Entblößen der Zähne, bzw. Zusammenpressen der Zähne und/oder der Lippen... .
Sie als Eltern sollten wissen, dass Wut oft eine Sekundärreaktion ist. Das bedeutet, dass fast immer ein anderes Gefühl hinter der Wut steckt (oft Eifersucht, Gefühle von Unterdrückung oder Kränkung...). Wut gehört zu den sogenannten „Feuermeldergefühlen“, wie auch Ärger, Verlegenheit, Scham und Schuld. Die „Feuermeldergefühle“ sind dazu da, Informationen einzuholen, was gebraucht wird, um nicht in dem problematischen Zustand zu verharren. Oft werden „Feuermeldergefühle“ unterdrückt oder genau das Gegenteil passiert: Das Gefühl (z.B. Wut) bricht explosionsartig aus, oft ohne das die Handlung kontrolliert werden kann. Das Individuum sollte sich fragen, welche Bedürfnisse nicht gedeckt werden oder welcher Umstand diese Gefühle an die Oberfläche bringt.
1. Einleitung: Beschreibt den Aufstieg des Konzepts der emotionalen Intelligenz in Wissenschaft und Gesellschaft und begründet die Relevanz der Förderung sozial-emotionaler Fähigkeiten bei Kindern.
2. Das Konzept der emotionalen Intelligenz: Bietet einen theoretischen Überblick, definiert Emotion und Intelligenz und vergleicht maßgebliche wissenschaftliche Modelle (Gardner, Goleman, Salovey/Mayer).
3. Entwicklungspsychologische Aspekte der emotionalen Intelligenz: Beleuchtet die Grundlagen und den Verlauf der emotionalen Entwicklung bei Kindern, inklusive der Bedeutung von Bindung und frühen sozialen Lernprozessen.
4. Bisherige Versuche der Vermittlung von emotionaler Intelligenz: Analysiert den Stand der Forschung zu Interventionsprogrammen und stellt fest, dass bisher kaum spezifische Angebote für das Vorschulalter außerhalb therapeutischer Kontexte existieren.
5. Vorbedingungen der Trainingskonzeption: Definiert die Voraussetzungen, Zielgruppen und Zielsetzungen des entwickelten Trainingsprogramms für Eltern.
6. Das Trainingsprogramm: Bildet den Kern der Arbeit und enthält das konkrete Manual für Eltern mit Übungen, Erziehungsprinzipien und Kinderbuchempfehlungen.
7. Schlussbetrachtung: Reflektiert die Anforderungen an eine mögliche praktische Umsetzung und weist auf die Notwendigkeit einer soliden Operationalisierung des Konzepts hin.
Emotionale Intelligenz, Eltern, Vorschulalter, Erziehung, Training, Selbstwahrnehmung, Selbststeuerung, Empathie, Sozialkompetenz, Impulskontrolle, Bindung, Vorbildfunktion, Kinderliteratur, Wut, Entwicklung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Förderung emotionaler Intelligenz bei Kindern im Vorschulalter durch ein speziell konzipiertes Trainingsprogramm für Eltern.
Zu den zentralen Feldern gehören die theoretische Fundierung emotionaler Intelligenz, entwicklungspsychologische Grundlagen, elterliche Erziehungskompetenzen sowie praktische Methoden zur Stärkung der Kinder im Alltag.
Das primäre Ziel ist es, Eltern einen anwendbaren Leitfaden an die Hand zu geben, um die Basisfertigkeiten emotionaler Intelligenz ihrer Kinder im alltäglichen Familienleben aktiv zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Modelle der emotionalen Intelligenz und der Entwicklungspsychologie, die in ein praxisorientiertes, erzieherisches Konzept (Manual) überführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abriss zu verschiedenen Modellen emotionaler Intelligenz und einen umfangreichen Praxisteil, der konkrete Prinzipien wie bejahende Disziplin, das richtige Kritisieren und Loben sowie Techniken zur Entspannung und Empathieförderung vermittelt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Emotionale Intelligenz, Erziehung, Selbstwahrnehmung, Empathie und Eltern-Kind-Beziehung definiert.
Der Autor betont, dass in den ersten Lebensjahren die Gehirnentwicklung am schnellsten voranschreitet und in dieser Zeit die wichtigsten Weichen für soziale und emotionale Kompetenzen gestellt werden.
Die Arbeit unterstreicht, dass Kinder primär durch die Spiegelung und Imitation des elterlichen Verhaltens lernen; Eltern sind daher die wichtigsten Instanzen für das emotionale Lernen ihrer Kinder.
Die Autorin empfiehlt Strategien wie die „Vier-Schritte-Technik“ zur Impulskontrolle, das bewusste Erkennen emotionaler Kennzeichen und die Nutzung von Geschichten, um Kindern zu helfen, Gefühle als legitime Signale zu verstehen und zu kanalisieren.
Das Gutenachtgespräch ist eine gezielte Methode, um am Ende des Tages in ruhiger Atmosphäre über Gefühle, Erlebnisse und Bedürfnisse zu sprechen, was dem Kind hilft, den Tag zu verarbeiten und sicher einzuschlafen.
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