Bachelorarbeit, 2021
59 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Vorgehensweise
1.2 Aufbau
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Sterben und Tod
2.2 Sterbebegleitung
2.2.1 Organisationsformen
2.2.2 Rahmenbedingungen
2.2.3 Leitlinien der Sterbebegleitung
2.3 Sterbehilfe
2.3.1 Formen
2.3.2 Gesetzeslage in Deutschland
2.3.3 Sterbewünsche
2.3.4 Positionen im Diskurs
3. Position der Sozialen Arbeit in der Betreuung Sterbender
3.1 Sterbende als Zielgruppe der sozialen Arbeit
3.2 Aufgaben der Sozialen Arbeit mit Sterbenden
3.3 Grenzen und Defizite der Sterbebegleitung
3.4 Verhältnis von Sterbehilfe zu Sterbebegleitung
3.5 Sterbehilfe als Thema sozialer Arbeit
3.5.1 Grundlage der Diskussionsbeteiligung sozialer Arbeit
3.5.2 Umsetzung und Zielstellung der Positionierung
3.5.3 Ausblick
4. Fazit
Die Arbeit untersucht die Rolle der sozialen Arbeit im Spannungsfeld zwischen Sterbebegleitung und Sterbehilfe. Ziel ist es zu eruieren, wie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter Menschen in der letzten Lebensphase unterstützen können und welche Positionierung die Profession in Bezug auf die Sterbehilfe-Debatte einnimmt.
3.2 Aufgaben der Sozialen Arbeit mit Sterbenden
Sterbebegleitung ist ein multidimensionales Angebot verschiedener Berufsgruppen, zu denen die soziale Arbeit unabdingbar dazu gehört. Theorien und Methoden der sozialen Arbeit finden in der Sterbebegleitung Anwendung, maßgeblich sind allerdings die Grundsätze und Leitlinien der Institutionen, in denen die Sterbebegleitung stattfindet. Charakteristisch ist deshalb vor allem die Leitidee der Palliativ- und Hospizbewegung mit ihren dazugehörigen Ausdifferenzierungen sowie die Charta zur Betreuung Schwerstkranker und Sterbender, welche bereits im Kapitel 2.2 erläutert wurden. Wie konkret die soziale Arbeit in der Begleitung Sterbender die Umsetzung dieser Leitlinien ermöglichen soll, beschreibt der folgende Abschnitt. Schwerpunkte der sozialen Arbeit mit Sterbenden sind die Unterstützung der Betroffenen und deren Angehörigen bei der Bewältigung und Auseinandersetzung mit dem Sterben. Dabei agiert sie als Bindeglied zwischen Palliativmedizin und psychosozialer Begleitung. Zudem fördert sie soziale Gerechtigkeit und Teilhabe und minimiert somit die Gefahr von Isolierung und Stigmatisierung, die aufgrund der Krisensituation drohen können. Die soziale Arbeit in der Sterbebegleitung soll die Würde des Sterbenden schützen, indem sie dabei unterstützt Rechte wahrzunehmen, selbstbestimmt zu handeln und somit würdevolle Bedingungen schafft.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, Klärung der Motivation, der Forschungsfrage und der methodischen Vorgehensweise.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Begriffe Sterben und Tod, der Formen der Sterbebegleitung und Sterbehilfe sowie der aktuellen rechtlichen Lage in Deutschland.
3. Position der Sozialen Arbeit in der Betreuung Sterbender: Analyse der Rolle, Aufgaben und ethischen Herausforderungen der sozialen Arbeit im Kontext der Sterbebegleitung sowie der Auseinandersetzung mit dem Thema Sterbehilfe.
4. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Überprüfung der gesetzten Hypothese zur Relevanz des Themas für die soziale Arbeit.
Soziale Arbeit, Sterbebegleitung, Sterbehilfe, Palliative Care, Hospizarbeit, Lebensqualität, Selbstbestimmung, Menschenwürde, Psychosoziale Beratung, Sterbeprozess, Berufsethik, Suizidhilfe, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Krisenintervention, Todeswunsch
Die Arbeit befasst sich mit den Positionen und Möglichkeiten der sozialen Arbeit in der Begleitung sterbender Menschen im Spannungsfeld zwischen traditioneller Sterbebegleitung und den Debatten um Sterbehilfe.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Sterben und Tod, die verschiedenen Formen der palliativen Versorgung sowie die ethische und regulatorische Diskussion zur Sterbehilfe in Deutschland.
Das primäre Ziel ist es, ein objektives Verständnis der Sterbehilfedebatte aus Sicht der Profession soziale Arbeit zu gewinnen und zu eruieren, inwiefern dieses Thema für die Soziale Arbeit relevant ist.
Es handelt sich um eine hermeneutische Vorgehensweise, die durch ein teilstrukturiertes Expertinnen-Interview mit einer im Hospiz tätigen Sozialarbeiterin inhaltlich bereichert wurde.
Der Hauptteil analysiert das Rollenverständnis der sozialen Arbeit, die Aufgaben in der Betreuung Sterbender, die Grenzen der Begleitung sowie die ethischen Grundlagen der Entscheidungsfindung im Kontext von Lebensschutz und Autonomie.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind soziale Arbeit, Sterbebegleitung, Sterbehilfe, Autonomie, Selbstbestimmung, Menschenwürde und Palliative Care.
Die Sterbebegleitung zielt auf die Linderung von Leid und die Erhaltung der Lebensqualität bis zu einem natürlichen Tod ab, während aktive Sterbehilfe und assistierter Suizid darauf ausgerichtet sind, den Tod aktiv herbeizuführen.
Die Arbeit identifiziert eine Lücke: Obwohl die soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession agiert, mangelt es derzeit an expliziten Positionspapieren und konkreten Handlungshilfen zur Thematik Sterbehilfe im berufsethischen Kodex.
Sterbewünsche entstehen nach den Ergebnissen der Arbeit häufig aus der Angst vor Kontrollverlust, unerträglichem Leiden oder dem Gefühl, anderen zur Last zu fallen, und sind oft als Appell für Unterstützung zu verstehen.
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