Bachelorarbeit, 2016
63 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Bachelorarbeit
1.3 Begrifflichkeit
2. Methodik
2.1 Bücher
2.2 Wissenschaftliche Datenbanken
3. Theretischer Hintergrund
3.1 Die Organtransplantation
3.1.1 Die geschichtliche Entwicklung der Organtransplantation
3.1.2 Die Bedeutung der Organspende
3.1.3 Das Transplantationsgesetz in Deutschland
3.1.4 Die Spendertauglichkeit
3.1.5 Die Akteure und die Wahl des Organempfängers
3.1.6 Der Ablauf der Organtransplantation
3.2 Das Konezpt des totalen Hirnfunktionsausfalls
3.2.1 Definition
3.2.2 Die Diagnostik
4. Die Aufgaben der Transplantationspflege
5. Belastungen durch die Pflege von Organspendern
5.1 Psychische und emotionale Belastungen
5.1.1 Bedeutung des Hirntodkonzepts als sicheres Todeszeichen
5.1.2 Die Bedeutung der Freiwilligkeit
5.1.3 Das Modell der Ganzheitlichkeit im Kontext der Transplantationspflege
5.1.4 Die Würde des Organspenders
5.1.5 Gewissenskonflikte
5.1.6 Die Identifikation mit den hirntoten Patienten und Patientinnen
5.1.7 Die Betreuung der Angehörigen
5.1.8 Versagensgefühle
5.1.9 Die pflegerische Beziehung
5.1.10 Die Angst vor einer fehlerhaften Hirntoddiagnostik
5.1.11 Mangelhafte interdisziplinäre Kooperation und Kommunikation
5.1.12 Die operative Organentnahme
6. Hilfeangebote für Pflegende
6.1 Multidimensionale Gesprächsmöglichkeiten
6.2 Aus- und Weiterbildung
6.3 Seminare zur Angehörigenbetreuung
7. Aktualität der Thematik
8. Fazit
8.1 Fazit / Ausblick
8.2 Fazit der Arbeit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die komplexen psychischen, emotionalen und ethischen Belastungen, denen Pflegekräfte bei der Versorgung von Organspendern nach einem totalen Hirnfunktionsausfall ausgesetzt sind, um Handlungsbedarfe in der Ausbildung und Praxis aufzuzeigen.
Die Bedeutung der Organspende
Auf der Warteliste für neue Organe stehen zurzeit über 10.000 Menschen (vgl. Deutsche Stiftung Organtransplantation [DSO], 2016, o.S.). Das Bundesministerium für Gesundheit spricht auf seiner offiziellen Internetpräsenz sogar von 11.000 Menschen, die auf ein Spenderorgan warten (vgl. Bundesministerium für Gesundheit [BMG], 2016, o.S.). Die Chancen stehen jedoch nicht gut: Täglich sterben im Durchschnitt drei von ihnen, da sie kein neues Organ rechtzeitig erhalten konnten (vgl. DSO, 2016, o.S.). So wurden im Jahre 2015 nur ca. 3000 Organe transplantiert (vgl. Rahmel, 2016, S. 31). Ein Organspender rettet bei Multiorganentnahme im Durchschnitt drei Menschen das Leben.
Laut einer Statistik von Statista ist die Zahl der postmortalen Organspender in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. So gab es im Jahre 1998 noch 1.111 postmortale Organspender in Deutschland, 2007 ganze 1.313 Organspender, und 2015 nur noch 877 Organspender. Folgende Grafik macht deutlich, dass die Zahl der Organspenden seit dem Jahre 2007 drastisch sinkt:
Dies könnte ein Hinweis sein für die fehlende Beschäftigung mit dem Thema und der sinkenden Bereitschaft der Menschen, eine Entscheidung für die mögliche Organspende zu fällen. Die DSO gibt auf ihrer offiziellen Webpräsenz an, dass in Deutschland nur „etwa 35 Prozent haben Ihre Entscheidung in einem Organspendeausweis festgehalten“ (DSO, 2016, o.S.). Möglicherweise hängt dies auch mit negativen Schlagzeilen über Organhandel und ähnliches zusammen, jedoch kann an dieser Stelle darüber nur spekuliert werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die medizinische Relevanz der Organtransplantation und skizziert die pflegerische Herausforderung bei der Betreuung hirntoter Spender.
2. Methodik: Dieses Kapitel erläutert das Vorgehen bei der Literaturrecherche unter Verwendung von Büchern und wissenschaftlichen Datenbanken.
3. Theretischer Hintergrund: Hier werden die Grundlagen der Organtransplantation, das Transplantationsgesetz sowie das Konzept des totalen Hirnfunktionsausfalls und dessen Diagnostik dargelegt.
4. Die Aufgaben der Transplantationspflege: Dieses Kapitel beschreibt das Spektrum der pflegerischen Tätigkeiten, von der Spenderkonditionierung bis zur Assistenz bei der Hirntoddiagnostik.
5. Belastungen durch die Pflege von Organspendern: Ein zentraler Analyseteil, der emotionale, psychische und ethische Belastungen sowie Identifikationsprozesse und Gewissenskonflikte detailliert untersucht.
6. Hilfeangebote für Pflegende: Hier werden Ansätze wie Gesprächsmöglichkeiten, Supervision und verbesserte Ausbildungsstrategien zur Entlastung des Pflegepersonals vorgestellt.
7. Aktualität der Thematik: Eine Diskussion darüber, warum die Belastung von Pflegekräften in diesem Bereich trotz älterer Forschungsdaten nach wie vor hochaktuell und brisant ist.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht den Handlungsbedarf für die pflegerische Ausbildung und die interdisziplinäre Kommunikation innerhalb des klinischen Umfelds.
Organspende, Organtransplantation, Pflege, Hirntod, Hirnfunktionsausfall, Pflegekräfte, Transplantationspflege, ethische Dilemmata, psychosoziale Belastung, Angehörigenbetreuung, Intensivpflege, Organspender, medizinische Ethik, Patientenwohl, Berufsalltag.
Die Arbeit befasst sich mit den vielfältigen physischen, psychischen und ethischen Belastungen, denen Pflegepersonal bei der Versorgung von Organspendern nach einem totalen Hirnfunktionsausfall gegenübersteht.
Im Zentrum stehen die ethische Problematik des Hirntodkonzepts, die Herausforderungen in der pflegerischen Betreuung, der Umgang mit trauernden Angehörigen sowie die Identifikation der Pflegenden mit den Patienten.
Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu den Belastungen bei der Transplantationspflege aufzuarbeiten und die Bedeutung dieses speziellen Arbeitsfeldes für das Pflegepersonal zu verdeutlichen.
Es handelt sich um eine systematische Literaturarbeit, die Bücher sowie Artikel aus zahlreichen wissenschaftlichen Datenbanken (wie Springer-LINK, CINAHL, etc.) zur Analyse der Problemstellung nutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Transplantationsmedizin, die Analyse spezifischer Belastungsfaktoren durch die Spenderpflege sowie eine Diskussion über mögliche Hilfsangebote.
Die zentralen Aspekte lassen sich durch Begriffe wie Organspende, Transplantationspflege, Hirntodkonzept, ethische Dilemmata und psychische Belastung zusammenfassen.
Während die Intensivpflege primär auf die Genesung des Patienten ausgerichtet ist, wandelt sich das Ziel bei der Organspende zur rein organprotektiven Therapie, was eine Diskrepanz zum ganzheitlichen Pflegebild der Pflegenden erzeugt.
Viele Pflegende empfinden eine Diskrepanz zwischen der naturwissenschaftlichen Todesfeststellung ("Hirntod") und der optischen Wahrnehmung lebendiger Zeichen (warme Haut, Herzschlag), was zu Gefühlen der moralischen Unsicherheit führen kann.
Die Betreuung von Angehörigen, die sich in einer extremen Ausnahmesituation befinden und oft Verständnisprobleme hinsichtlich des Hirntodkonzepts haben, stellt eine der psychisch anspruchsvollsten Aufgaben des Pflegepersonals dar.
Die Autorin plädiert für eine stärkere Einbindung dieser Thematik in die pflegerische Ausbildung, mehr Supervision, ein besseres interdisziplinäres Klima und den Ausbau spezifischer Fortbildungsangebote.
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