Bachelorarbeit, 2022
61 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
2. Medien
2.1 Was versteht man unter Medien?
2.2 Funktionen der Medien
2.3 Medienethik
2.4 Sind die Medien als vierte Gewalt anzusehen?
3. Medien in der Covid-19 Pandemie
3.1 Zeitliche Einordnung der Covid-19 Pandemie
3.2 Mediennutzung und Medienwirkung während der Covid-19 Pandemie
3.3 Qualität der Medienberichterstattung
4. Vergleichende Analyse
4.1 Vergleich zwischen Zeitschriften aus verschiedenen „Medienlandschaften“
4.2 Vergleich zwischen öffentlich-rechtlicher und privater Berichterstattung
5. Einordnung der Berichterstattung
5.1 Erwartungen an die Medien während einer Pandemie
5.2 Kritik an den Medien während der Pandemie
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Rolle der Massenmedien als „vierte Gewalt“ während der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 und untersucht, inwiefern die Berichterstattung die öffentliche Meinungsbildung beeinflusste und journalistische Qualitätskriterien einhielt.
3.1 Zeitliche Einordnung der Covid-19 Pandemie
Die folgende zeitliche Einordnung dient einem Überblick über die Corona-Pandemie im Jahr 2020. Hierbei wird zu Beginn Bezug auf die internationale Pandemiesituation genommen, bevor der Fokus auf Deutschlands Entwicklungen gelegt wird.
Die erste Corona-Meldung wurde in Deutschland am 31.12.2019 ausgestrahlt:
„Eine mysteriöse Lungenkrankheit ist in der zentralchinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen. Bislang seien 27 Erkrankte infiziert worden, berichtete die Gesundheitskommission der Stadt. Gerüchten im Internet, es könnte sich um einen neuen Ausbruch der Lungenseuche Sars handeln, trat die ›Volkszeitung‹ (Chinas) entgegen. Die Gesundheitskommission berichtete, viele der Infektionen können auf den Besuch des Huanan-Fischmarktes von Wuhan zurückgeführt werden. Die Erkrankten seien in Quarantäne unterbracht worden. Sieben seien in einem ernsten Zustand“ (Dpa 31.12.2019)
Zu Beginn der Corona-Pandemie erfuhr das Thema wenig Aufmerksamkeit, (Schreyer, 2020, S. 113) wohingegen es in China bereits zu Beginn große mediale Aufmerksamkeit erregte. In Wuhan hingegen wurden am 01.01.2020 mehre Menschen festgenommen, die falsche Informationen verbreiteten und somit „negative gesellschaftliche Auswirkungen“ verursachten (ebd., S. 114).
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung der Medien als „vierte Gewalt“ in demokratischen Systemen ein und umreißt die Forschungsfrage nach deren Einfluss auf die Covid-19-Pandemie.
2. Medien: Dieses Kapitel definiert den Medienbegriff, erläutert grundlegende Funktionen sowie ethische Standards und hinterfragt die Rolle der Massenmedien als informelle vierte Gewalt.
3. Medien in der Covid-19 Pandemie: Hier wird der zeitliche Verlauf der Berichterstattung sowie die veränderte Mediennutzung und deren Wirkung auf die Rezipienten analysiert.
4. Vergleichende Analyse: Dieses Kapitel führt einen direkten Vergleich zwischen verschiedenen Printmedien sowie zwischen öffentlich-rechtlicher und privater Berichterstattung durch.
5. Einordnung der Berichterstattung: Die gewonnenen Erkenntnisse werden kritisch eingeordnet, wobei die Erwartungen an eine Krise mit der realen Berichterstattung und Kritikpunkten, wie mangelnder Akteursvielfalt, gegenübergestellt werden.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit resümiert die wesentlichen Erkenntnisse über den Medien-Einfluss und skizziert die langfristigen Veränderungen im Journalismus durch die Pandemie.
Medien, vierte Gewalt, Covid-19-Pandemie, Medienethik, Meinungsbildung, Massenmedien, Journalismus, Mediennutzung, Medienwirkung, Krisenkommunikation, Qualitätssicherung, Informationsfunktion, Kontrollfunktion, Demokratie, Berichterstattung.
Die Bachelorarbeit untersucht, welche Rolle und welchen Einfluss die Medien als „vierte Gewalt“ während der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 auf die Gesellschaft und die Meinungsbildung hatten.
Zentrale Themen sind die journalistischen Funktionen in Krisenzeiten, die Qualität der Berichterstattung nach ethischen Kriterien sowie der Vergleich unterschiedlicher Medienhäuser und deren Umgang mit der Pandemie-Thematik.
Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob die Medien ihrer Rolle als vierte Gewalt gerecht wurden und wie sie die öffentliche Wahrnehmung und Meinungsbildung während der Corona-Krise beeinflusst haben.
Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur sowie einen vergleichenden medienwissenschaftlichen Ansatz, bei dem verschiedene Berichterstattungsformate und Studien (z. B. der Universität Mainz oder von Gräf/Henning) kritisch gegenübergestellt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Untersuchung der Medienfunktionen, eine detaillierte chronologische Aufarbeitung der Medienberichterstattung 2020 sowie eine vergleichende Analyse spezifischer journalistischer Beiträge.
Wichtige Begriffe sind insbesondere die „vierte Gewalt“, Medienethik, Meinungsbildung, Akteursvielfalt und die Kritik an der einseitigen Berichterstattung.
Ja, der Autor hinterfragt kritisch die „übermäßige“ Berichterstattung, Sondersendungen und die Dominanz einzelner Experten wie Christian Drosten, wobei auch auf Studien verwiesen wird, die eine gewisse Regierungsnähe thematisieren.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Medien zwar ihren Informationsauftrag erfüllten, aber aufgrund von Informationsüberschuss und Fokus auf „Alarmismus“ wesentliche Qualitätsprinzipien wie Vielfalt und Ausgewogenheit teilweise vernachlässigten.
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