Masterarbeit, 2009
69 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Abgrenzung der Thematik
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Das Internetradio im Überblick
2.1 Zweitverwertung und Line Extension terrestrischer Sender
2.2 Das originäre Internetradio
2.3 Programmbegleitende Anwendungsmöglichkeiten
2.4 Finanzierungs- und Vermarktungsmöglichkeiten
3. Zur Entwicklung der Radio- und Internet(radio)-Nutzung
3.1 Radio- und Internetnutzung im Vergleich
3.2 Die Entwicklung der Internetradio-Nutzung
4. Erhebung zur Internetradio-Nutzung unter Studierenden
4.1 Ableitung der Fragestellung
4.2 Methodik und Aufbau des Fragebogens
4.3 Durchführung
5. Quantitative Datenauswertung
5.1 Itembezogene Datenauswertung
5.2 Geschlechtsspezifische Datenauswertung
5.3 Darstellung ausgewählter Korrelationen
6. Diskussion der Ergebnisse
6.1 Interpretation der itembezogenen Datenauswertung
6.2 Interpretation der geschlechtsspezifischen Datenauswertung
6.3 Interpretation der Korrelationen
7. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht das Nutzungsverhalten und die Akzeptanz von Internetradio-Angeboten bei Studierenden, um zu verstehen, welche Rolle das Internet als Distributionsweg für Radioinhalte spielt und wie sich dieses im Vergleich zum terrestrischen UKW-Hörfunk positioniert.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
„Die Zukunft des Rundfunks liegt im Internet“ postulierten Klaus Goldhammer und Axel Zerdick bereits 1998 (Goldhammer, 1998, S. 11) in einer Schriftenreihe der Landesmedienanstalten zur Entwicklung des Rundfunks und ließen keinen Zweifel daran, dass die Symbiose beider Massenmedien ein großes Potenzial in sich birgt. Die zahlreichen Radioangebote, die sich mittlerweile im Internet tummeln, machen dies deutlich. Im Herbst 2008 verzeichnete die GEMA allein in Deutschland bereits über 1500 lizenzierte Internetradios (GEMA, 2008), die nur online zu hören sind, und ihre Zahl steigt kontinuierlich an. Neben dem musikalischen Mainstream werden auf diese Weise unterschiedliche Nischenmärkte bedient, die im Zeitalter der Formatra dios im Hörfunk kaum mehr Berücksichtigung finden. Das Internet entwickelt sich dabei zunehmend zu einem Konvergenzmedium, das die verschiedenen Medienfor men bündelt und sie dem Nutzer auf vielfältige Weise anbietet (Halls, 2007, S.192). Im Gegensatz dazu „...verharrt [der Hörfunk] weiterhin in der analogen Welt“ (Pen ninger, 2007, S. 193), die ihm in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts noch ho he Umsätze bescherte. Doch diese Welt der Frequenzknappheit und der überschau baren Marktstrukturen scheint nun durch das Internet bedroht, einem Medium, das wie kein anderes den Radiomarkt für branchenfremde Anbieter öffnet. So sehen sich die Radiobetreiber verstärkt gezwungen, dem neuen Selbstverständnis ihrer Hörer entgegenzukommen und das Internet als Distributionsweg zu begreifen (Schalt, 2008). Dabei ist die Gestaltung des Programmangebotes im Internet von besonderer Bedeutung, ermöglicht es doch völlig neue Formen der Hörerbindung, wie sie in ei nem uni-direktionalen UKW-Programm nicht gegeben sind.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert die Problemstellung der Radiotransformation und legt das Ziel der Untersuchung fest.
2. Das Internetradio im Überblick: Hier werden die verschiedenen Erscheinungsformen, technischen Grundlagen sowie Finanzierungsmodelle von Internetradios detailliert beleuchtet.
3. Zur Entwicklung der Radio- und Internet(radio)-Nutzung: Dieses Kapitel analysiert aktuelle Trends und statistische Daten zur Mediennutzung von Radio und Internet in Deutschland.
4. Erhebung zur Internetradio-Nutzung unter Studierenden: Hier wird der methodische Ansatz der Untersuchung beschrieben, einschließlich der Ableitung der Fragestellung und der Durchführung der Befragung.
5. Quantitative Datenauswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Befragung anhand itembezogener, geschlechtsspezifischer und korrelativer Analysen.
6. Diskussion der Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse werden interpretiert, kritisch reflektiert und in den theoretischen Kontext eingeordnet.
7. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des Internetradios für die Radiobranche.
Internetradio, Webradio, Radionutzung, Online-Medien, Hörfunk, Konvergenzmedium, Simulcast, Streaming-Technologie, Mediennutzungsverhalten, Studierende, Musikpräferenzen, Programmgestaltung, Digitalisierung, Radiobranche, Online-Sponsoring
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Hörfunks durch das Internet und untersucht die Akzeptanz von Internetradio-Angeboten speziell bei Studierenden.
Im Fokus stehen die Erscheinungsformen des Internetradios, der Wandel im Mediennutzungsverhalten, die Motivation zur Internetradio-Nutzung und die bevorzugte Programmgestaltung.
Das Hauptziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Studierende Radioangebote im Internet nutzen, welche Inhalte sie bevorzugen und ob das Internetradio den klassischen terrestrischen Hörfunk ergänzt oder ersetzt.
Die Untersuchung basiert auf einem hypothesengeleiteten quantitativen Ansatz mittels eines standardisierten Fragebogens, der an 177 Studierende ausgegeben wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum Internetradio, eine Analyse der allgemeinen Radio- und Internetnutzung sowie die detaillierte quantitative Auswertung der empirischen Erhebung.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Internetradio, Mediennutzungsverhalten, Hörfunk, Konvergenzmedium und Online-Streaming definieren.
Die Studie zeigt signifikante Unterschiede: Männer nutzen tendenziell häufiger Internetradio, während Frauen eine längere Verweildauer beim klassischen UKW-Radio aufweisen.
Interessanterweise zeigen Nichtnutzer ein bemerkenswert hohes Interesse an Zusatzdiensten wie Podcasts oder dem Nachlesen von Beiträgen, während aktive Nutzer diese Angebote oft weniger stark nutzen als erwartet.
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